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Beste WQHD-Grafikkarte 2020: Gamer-GPUs für 1440p ab 300 Euro im Vergleichs-Test

28.02.2020 | 11:20 Uhr | Sebastian Schenzinger

Maximale Spieleleistung in WQHD: Unser FPS-Vergleich und das Preis-Leistungs-Ranking hilft Ihnen dabei, die beste 1440p-Grafikkarte für Ihre Ansprüche zu finden - inklusive Kauftipps und konkreten Modellempfehlungen.

Damit Sie in WQHD-Auflösung (2560 x 1440 Bildpunkte) flüssig zocken können, brauchen sie schon eine leistungsfähige Grafikkarte für mindestens 300 Euro. Ist Ihnen eine hohe Grafikqualität wichtig, müssen Sie sogar mit Anschaffungskosten von bis zu 550 Euro rechnen. Wir haben alle AMD Radeon RX und Nvidia GeForce RTX Grafikkarten in diesem Preissegment im Test, damit Sie genau wissen, welche GPU sich am besten für Ihre Ansprüche eignet. Anhand unserer Messergebnisse geben wir zudem konkrete Kaufempfehlungen. In der folgenden Bildergalerie sind unser Preis-Leistungs-Sieger, der Preis-Tipp, die Empfehlung der Redaktion und unser Award für Innovative Technik aufgelistet.


Großer Vergleichs-Test 2020: Grafikkarten für jeden Geldbeutel

Spieleleistung der Grafikkarten im Vergleich

Alle Grafikkarten müssen in WQHD-Auflösung einen Test-Parcours aus zehn Spielen absolvieren. Damit der Vergleich möglichst fair ausfällt, verwenden wir Spiele aus den unterschiedlichsten Genres mit unterschiedlichen Spiele-Engines. In der folgenden Grafik geben wir den FPS-Durchschnitt aus diesen zehn Messwerten an. Die ausführlichen Ergebnisse zu jedem einzelnen Spiel können Sie am Ende des Artikels finden.


FPS-Durchschnitt in WQHD aus den 10 Spielen: Assassin's Creed Odyssey, Borderlands 3, Civilization VI Gathering Storm, F1 2019, Far Cry 5, Forza Horizon 4, Metro Exodus, Red Dead Redemption 2, Shadow of the Tomb Raider und The Division 2
Vergrößern FPS-Durchschnitt in WQHD aus den 10 Spielen: Assassin's Creed Odyssey, Borderlands 3, Civilization VI Gathering Storm, F1 2019, Far Cry 5, Forza Horizon 4, Metro Exodus, Red Dead Redemption 2, Shadow of the Tomb Raider und The Division 2

Das Diagramm zeigt, dass Nvidia jedes direkte Duell mit der Konkurrenz für sich entscheiden kann - wenn auch oftmals nur knapp. Einzig die RTX 2070 SUPER kann sich um ein paar Prozentpunkte von der RX 5700 XT absetzen. Von der Rechenleistung her, können Sie also sowohl zu AMD als auch zu Nvidia Grafikkarten greifen, aber wie sieht das Bild aus, wenn wir auch die Anschaffungskosten berücksichtigen?

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Euro-pro-FPS-Verhältnis

Da besonders interessant ist, mit welcher Grafikkarte Sie die höchste Spieleleistung im Verhältnis zum Einkaufspreis bekommen, haben wir ein sogenanntes Euro-pro-FPS-Verhältnis berechnet. Dieser Wert beschreibt, wie viel Euro Sie im Schnitt für ein Bild pro Sekunde bezahlen müssen und bildet sich aus dem aktuellen Preis einer Grafikkarte (Stand 28. Februar 2020) geteilt durch die durchschnittlich erreichten FPS-Werte (siehe Grafik oben). Nachteil an dieser Darstellung ist, dass das Diagramm keinen direkten Aufschluss auf die tatsächliche Rechenleistung einer GPU zulässt.

Die Navi-Grafikkarten in Form der RX 5700 und der RX 5700 XT weisen ein deutlich besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als Nvidias-SUPER-GPUs auf.
Vergrößern Die Navi-Grafikkarten in Form der RX 5700 und der RX 5700 XT weisen ein deutlich besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als Nvidias-SUPER-GPUs auf.

Wenn wir einen Blick auf das Preis-Leistungs-Verhältnis werfen, ist sofort erkennbar, dass in der Mittelklasse aktuell kein Weg an AMDs Grafikkarten vorbeiführt. Nvidia hat allerdings noch ein Ass im Ärmel und der steckt schon in der Produktbezeichnung RTX, nämlich Raytracing. Diese aufwendige Art der Licht- und Schattenberechnung sorgt für ein noch   immersiveres Spielerlebnis. Allerdings steckt die Technik noch in den Kinderschuhen und nur sehr wenige Spiele unterstützen Raytracing. Zudem sinkt dieBildwiederholrate bei aktiviertem Raytracing deutlich. Ob das den teilweise doch satten Aufpreis zu AMDs direkten Konkurrenzprodukten aktuell rechtfertigt, ist fraglich.

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Wie hoch fällt die Leistungsaufnahme aus?

Zu einem runden Gesamtpaket gehört nicht nur eine hohe Rechenleistung zu einem attraktiven Preis, sondern auch eine möglichst niedrige Leistungsaufnahme. Hierin hat AMD aktuell leicht die Nase vorne: So verbrauchen die Navi-Grafikkarten beim Spiel Shadow of the Tomb Raider im Durchschnitt 15 Prozent weniger Leistung als Nvidias Pascal-Generation - bei vergleichbarer Leistung.

AMDs neue Navi-Generation arbeitet unter Last äußerst energieeffizient. Sämtliche Angaben sind ein Vebrauchsdurchschnitt über einen Testzeitraum von zehn Minuten in dem Spiel Shadow of the Tomb Raider. Die Messungen erfolgen dabei mit dem kostenlosen Programm HWiNFO64.
Vergrößern AMDs neue Navi-Generation arbeitet unter Last äußerst energieeffizient. Sämtliche Angaben sind ein Vebrauchsdurchschnitt über einen Testzeitraum von zehn Minuten in dem Spiel Shadow of the Tomb Raider. Die Messungen erfolgen dabei mit dem kostenlosen Programm HWiNFO64.

So finden Sie die perfekte Grafikkarte

Bei der Auswahl einer Grafikkarte müssen Sie viele Faktoren beachten wie die Auflösung des Monitors, die Bildwiederholfrequenz des Monitors und welche Spiele Sie mit welchem Detailgrad spielen wollen. Je höher die Bildschirmauflösung ausfällt, desto mehr Leistung benötigt die Grafikkarte, um ein Spiel flüssig darstellen zu können. Pauschal lässt sich sagen, dass sich die FPS beim Upgrade eines Monitors von FHD auf UHD im Schnitt halbieren. Beim Wechsel von FHD auf WQHD sind es dagegen in etwa 25 Prozent weniger Leistung.

Ein flüssiges Spielerlebnis hängt vom Auge des Betrachters ab. Früher galten 30 Bilder pro Sekunde als die magische Grenze zwischen flüssig spielbar beziehungsweise unspielbar. Heutzutage empfehlen wir Ihnen darauf zu achten, eine Bildwiederholrate von 60 möglichst nicht zu unterschreiten. Gerade in kompetitiven Spielen können Sie von einer höheren Bildwiederholrate wie 120, 144 oder sogar 240 FPS profitieren. Ein Monitor mit entsprechend hoher Hertz-Zahl ist dafür natürlich Grundvoraussetzung. Dementsprechend fallen auch unsere Kaufempfehlungen aus: bei Singleplayer-Titeln achten wir auf eine erreichte FPS-Zahl von mindestens 60, bei kompetitiven Spielen liegt die Messlatte bei 120-144 Bildern pro Sekunde.

ASUS hat auf der CES einen Monitor mit 360 Hz für E-Sportler vorgestellt. Die angestrebte Bildwiederholrate spielt bei der Auswahl der Grafikkarte eine wichtige Rolle.
Vergrößern ASUS hat auf der CES einen Monitor mit 360 Hz für E-Sportler vorgestellt. Die angestrebte Bildwiederholrate spielt bei der Auswahl der Grafikkarte eine wichtige Rolle.
© ASUS

Dabei testen wir alle Spiele unseres Test-Parcours mit den höchsten Einstellungen. Wenn Sie mehr Wert auf eine hohe Bildwiederholrate als auf eine ansprechende Grafik legen, können Sie natürlich auch mit niedrigeren Einstellungen spielen. Gerade der Schritt von den „High“ auf die „Ultra“-Settings kostet in den meisten Spielen einiges an Rechenleistung bei nur minimalen optischen Unterschieden.  Im Folgenden diskutieren wir ausführlich, welcher Grafikchip eine Kaufempfehlung von uns bekommt und von welchen GPUs Sie aktuell lieber die Finger lassen sollten.

Welche WQHD-Grafikkarten sind empfehlenswert?

Bereits die RX 5600 XT (ab 297 Euro) und die RTX 2060 (ab 299 Euro) schaffen es in unserem FPS-Vergleich die magische 60 Bilder-pro-Sekunde-Grenze zu überschreiten und sind damit zu einem gewissen Maße WQHD-tauglich. Allerdings ist der Videospeicher von 6 GB bei beiden Grafikkarten für diese Auflösung schon sehr knapp bemessen. Das hat zur Folge, dass Sie vor allem folgende speicherhungrige Features nach unten stellen müssen, um spielbare Frametimes zu erhalten: die Texturqualität, die LOD-Distanz (Level of Detail) und bestimmte Kantenglättungstechniken wie TXAA oder MSAA. Sofern genügend VRAM vorhanden sind, können Sie diese Einstellungen im Spiel beliebig nach oben stellen, ohne weniger Bilder pro Sekunde oder höhere Frametimes zu erhalten.

Die Grafik veranschaulicht die Spieleleistung der Grafikkarten in der Auflösung 2560 x1440. Als Referenzwert dient die RX 5700 XT von AMD, da sie unsere Empfehlung für das WQHD-Gaming darstellt.
Vergrößern Die Grafik veranschaulicht die Spieleleistung der Grafikkarten in der Auflösung 2560 x1440. Als Referenzwert dient die RX 5700 XT von AMD, da sie unsere Empfehlung für das WQHD-Gaming darstellt.

Unsere Mindestempfehlung für das Gaming in WQHD ist dementsprechend die RX 5700 (ab 318 Euro) von AMD oder die RTX 2060 SUPER (ab 395 Euro) von Nvidia. Bei der Spieleleistung liegen die beiden Grafikkarten nahezu gleich auf, was die Leistungsaufnahme betrifft, hat AMD aber die Nase vorne. Für unsere Kaufempfehlung ausschlaggebend ist jedoch der um knapp 80 Euro deutlich niedrigere Preis der GPU von AMD, womit sie das mit Abstand beste Preis-Leistungs-Verhältnis einer Grafikkarte für über 300 Euro aufweist. Wenn Sie also nicht unbedingt eine GPU mit hardwareseitigem Raytracing-Support erwerben wollen, sollten Sie ganz klar zur RX 5700 greifen. Mit den höchsten Grafikdetails in WQHD dürfen Sie mit dieser Grafikkarte aber nicht in allen Spielen rechnen.


Kauf-Tipp: WQHD-Grafikkarte bis 350 Euro

Die XFX Radeon RX 5700 DD Ultra 8 GB stellt aus Preis-Leistungs-Sicht sowohl die Konkurrenz von Nvidia als auch aus dem eigenen Haus weit in den Schatten. Dabei haben Sie die Wahl, ob Sie lieber auf eine hohe Bildwiderholrate oder eine hübsche Grafik - sogar in WQHD-Auflösung - setzen. Kompetitive Spiele beschleunigt die RX 5700 mit 143 FPS (Fortnite) respektive mit 139 FPS (PUBG) bei maximalen Grafikeinstellungen. Spiele wie Call of Duty Modern Warfare (68 FPS), Battlefield V (81 FPS) oder Shadow of the Tomb Raider (79 FPS) können Sie sogar in WQHD bei voller Grafikpracht genießen.
Ausstattungs-Tipp: PowerColor Radeon RX 5700 Red Dragon 8GB

Noch einmal rund 12 Prozent schneller als die RX 5700 rechnet die große Schwester in Form der RX 5700 XT (ab 370 Euro). Auch hier bekommen Sie ein sehr gutes Gesamtpaket zu einem attraktiven Preis. Obendrein reicht die Rechenleistung aus, um selbst aktuelle AAA-Titel mit hohen bis sehr hohen Spieleinstellungen bei mindestens 60 Bildern pro Sekunde genießen zu können. Die RX 5700 XT veranschaulicht einmal mehr, wie viel AMDs Grafikkarten in der Mittelklasse günstiger sind. Die GPU kostet aktuell nämlich nicht nur 25 Euro weniger als die RTX 2060 SUPER, sondern ist auch rund 10 Prozent schneller.


Kauf-Tipp: WQHD-Grafikkarte bis 450 Euro

Die PowerColor Radeon RX 5700 XT 8GB ist unsere klare Kaufempfehlung, wenn Sie in WQHD spielen wollen. Die zwölf Prozent Mehrleistung im Vergleich zur RX 5700 reichen aus, um in nahezu jedem Spiel die 60 FPS Marke bei höchsten Einstellungen zu knacken. Selbst in den extrem fordernden Spielen Metro Exodus (55 FPS) und Red Dead Redemption 2 (53 FPS) liegt die RX 5700 XT nur knapp darunter.
Ausstattungs-Tipp: SAPPHIRE Nitro+ Radeon RX 5700 XT 8G

Die teuerste und schnellste Grafikkarte in unserem WQHD-Test stellt die RTX 2070 SUPER (ab 500 Euro) dar. Nach unseren Messergebnissen rechnet sie rund fünf Prozent schneller als die RX 5700 XT. Ein übertaktetes Modell der RTX 2070 SUPER reicht damit aus, um in allen aktuellen Spielen mindestens 60 Bilder pro Sekunde bei den höchsten Einstellungen zu erreichen. So weit, so gut, allerdings verlangt Nivida aktuell dafür den enormen Aufpreis von 130 Euro im Vergleich zur RX 5700 XT. Vorteil der RTX 2070 SUPER ist natürlich der Support von Raytracing, allerdings verringert die Aktivierung des Features die FPS-Zahlen deutlich. Sie müssen also entweder die Spieleinstellungen verringern oder sich mit der Full-HD-Auflösung zufriedengeben.


Kauf-Tipp: WQHD-Grafikkarte bis 550 Euro

Die KFA2 GeForce RTX 2070 SUPER EX 1-Click OC 8GB ist im Schnitt zwar nur fünf Prozent schneller als die RX 5700 XT, ein werkseitig übertaktetes Modell reicht aber aus, um in allen Spielen die 60 FPS zu erreichen - bei 2560 x 1440 Bildpunkten mit maximalen Details. Zudem bietet die Grafikkarte hardwareseitige Raytracing-Unterstützung, welches sich in FHD auf höchsten Einstellungen spielen lässt. In WQHD müssen Sie mit leichten Einschnitten bei der Grafikqualität leben, um über 60 Bilder pro Sekunde zu erreichen bei aktiviertem Raytracing.
Ausstattungs-Tipp: Gigabyte GeForce RTX 2070 SUPER Windforce Gaming OC 3X 8G


FPS-Werte in allen Spielen

Folgend können Sie alle FPS-Werte finden, die wir in den zehn Spielen Assassin's Creed Odyssey, Borderlands 3, Civilization VI Gathering Storm, F1 2019, Far Cry 5, Forza Horizon 4, Metro Exodus, Red Dead Redemption 2, Shadow of the Tomb Raider und The Division 2 in WQHD-Auflösung bei höchsten Spieldetails ermittelt haben. Die angegebenen Zahlen stellen dabei den Mittelwert aus drei Testdurchläufen dar, um Messfehler auszuschließen und Messtoleranzen auszugleichen.

Grafikkarte

Assassin's Creed Odyssey avg

Borderlands 3 avg

Civilization VI Gathering Storm avg

F1 2019 avg

Far Cry 5 avg

Forza Horizon 4 avg

Metro Exodus avg

Red Dead Redemption 2 avg

Shadow of the Tomb Raider avg

The Division 2 avg

GeForce RTX 2060

49,4

43,3

60,0

91,2

71,4

100,2

42,0

44,1

65,2

56,4

GeForce RTX 2060 SUPER

55,1

49,5

68,5

101,6

89,0

107,9

47,3

48,9

75,3

63,1

GeForce RTX 2070 SUPER

60,2

58,6

81,2

115,6

102,2

129,8

58,2

58,4

89,0

82,5

Radeon RX 5600 XT

40,1

41,8

61,9

97,6

74,4

101,5

43,8

38,1

59,5

54,7

Radeon RX 5700

51,4

46,1

71,9

107,9

88,1

114,3

48,2

47,5

70,8

58,5

Radeon RX 5700 XT

60,0

52,4

81,5

119,3

99,9

129,1

55,1

53,4

78,8

67,8

Synthetische Benchmarks

Neben den Spieletests führen wir noch synthetische Benchmarks durch, um die Rechenleistung einer Grafikkarte zu ermitteln. Auch hier sind die angegeben Scores respektive Zeiten der Durchschnitt aus drei Testdurchläufen.

Grafikkarte

3D Mark Time Spy Extreme Score

3D Mark Time Spy Extreme Graphics Score

3D Mark Fire Strike Ultra Score

3D Mark Fire Strike Ultra Graphics Score

Unigine Superposition 4K Open GL

GeForce RTX 2060

3704

3503

4496

4267

5532

GeForce RTX 2060 SUPER

4294

4134

5372

5163

6273

GeForce RTX 2070 SUPER

4845

4745

6132

5928

7395

Radeon RX 5600 XT

tbd

tbd

5386

5468

4462

Radeon RX 5700

3866

3673

5770

5784

4908

Radeon RX 5700 XT

4332

4176

6609

6652

5590

So testet PC-WELT Grafikkarten

Wir testen alle Grafikkarten unter gleichen Bedingungen, um faire, transparente und vergleichbare Ergebnisse zu erzielen. Welche Hardware und Software wir für unsere Tests benutzen, und wie die Gesamtwertung am Ende zustande kommt, erfahren Sie in folgendem Artikel: Wie PC-WELT Grafikkarten testet

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