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Ausstattung

Fünf Megapixel (2560x1920 Pixel), Autofokus, Bildstabilisator, Power-LED-Blitz und Wide Dynamic Range-Technologie (WDR) sollen zu optimalen Bildergebnissen führen, doch das klappt nur bei guten Lichtverhältnissen. Dann knipst das U900 tatsächlich Fotos mit intensiven Farben und brillanter Bildschärfe. Sinkt allerdings das Umgebungslicht, dann sinkt auch die Bildqualität rapide ab. Obwohl der LED-Blitz des Soul sehr hell ist, sind Blitzfotos dennoch von starkem Pixelrauschen und Unschärfe geprägt. Dank zahlloser Einstellungsmöglichkeiten und Softwaregimmicks wie Gesichtserkennung und WDR für Gegenlichtaufnahmen kann man die Aufnahmen ganz dem persönlichen Geschmack anpassen. Im Kameramodus werden die Vorteile des Touchpads gegenüber einem herkömmlichen NavKey schnell deutlich. Während man über das Pad im Startbildschirm etwa Telefonprofile und Musikplayer direkt anwählt, wechselt die Belegung beim Fotografieren auf Schnellzugriffe für Blitz und Makromodus. Bei Videoaufnahmen kann das Handy mit einer Auflösung von nur 320x240 Bildpunkten leider nicht überzeugen.

Trotz 160 Megabyte internem Speicher sollte man schnell eine microSD kaufen. Um die allerdings mit Musik zu befüllen, muss man viel Zeit mitbringen. Egal ob im Massenspeichermodus, mit Samsungs PC-Studio oder dem Windows Media Player: Im Schnitt vergehen für die Übertragung von 4 Gigabyte mehr als zwei Stunden! Ein neuer Negativrekord. Der Musikplayer wirkt aufgeräumt und edel. Neben der Anzeige von Details zum aktuellen Track und Coverarts wird auch ein Bewertungsschema mit bis zu fünf Sternen angezeigt. Besondere Komfortfunktionen gibt es neben Wiederhol- und Zufallsfunktion nicht, dafür versteht sich der Player des Soul auf zahlreiche Musikformate und macht auch vor DRM-geschützten Dateien nicht halt. Der Equalizer bietet nur Presets, alle Einstellungen lassen allerdings trotz ICEpower-Technologie von Bang und Olufsen etwas Bass vermissen. Das liegt auch am unbequemen und schnell übersteuernden Kabelheadset, das mangels 3,5 Millimeter-Ausgang nur schwer ersetzt werden kann. Ein Bluetooth-Stereoheadset kann da scbnell Abhilfe schaffen. Dann funktioniert integrierte UKW-Radio allerdings nicht mehr, da die Kabel der Kopfhörer als Antenne dienen. Davon abgesehen schlägt es sich mit RDS, automatischem Suchlauf und 30 Speicherplätzen sehr gut.

Dank schnellem HSDPA mit 7,2 Megabit pro Sekunde streamen etwa Videos schnell und unterbrechungsfrei aufs Handy, wo sie dann im Querformat und guter Qualität angeschaut werden können. Dennoch stellt der Netfront Access Browser (Version 3.4) des Soul keine Geschwindigkeitsrekorde auf, begeistert aber mit fehlerfreier Darstellung aufwändiger HTML-Seiten. Die Desktopansicht erlaubt Browsen wie auf dem PC, Inhalte dürfen zwar gezoomt, aber nicht gedreht werden. Generell erscheint der Browser des Soul eher für Gelegenheitsnutzer konzipiert. Er jongliert zwar erfolgreich mit Cache und Cookies, richtigen Komfort bietet er aber nicht. So lassen sich RSS-Feeds nur mühsam per Hand eingeben. Sinnvoller erscheint die Nutzung als Modem. Der Download einer 3 Megabyte großen Datei dauerte kaum vier Sekunden. Postfächer für POP3 und IMAP können problemlos erstellt und genutzt werden. Im Postfach ist durch die gleichzeitige Darstellung von sechs Headern für Übersicht gesorgt. Ärgerlich ist allerdings die Beschränkung von Dateianhängen auf 500 Kilobyte. Beim mobilen Bloggen gibt zum Glück keine Einschränkungen. Ab Werk bietet das U900 einen Client für den Blog-Multiplikator ShoZu an, mit dem sich Fotos und Videos direkt aus der Galerie an verschiedene Web2.0-Seiten versenden lassen.

Praxistest: Samsung U900 Soul
Vergrößern Praxistest: Samsung U900 Soul
© 2014

Im Telefonbuch werden nicht nur die typischen Felder für Telefonnummer, Email und Foto angeboten, sondern auch geschäftliche Adressen oder Faxnummern. Einzelne Kontakte können in Gruppen zusammengefasst und daraufhin mit speziellen Ruftönen oder Bildern versehen werden. Geburtstage übernimmt das Soul leider nicht automatisch in den Kalender. Die Standardansicht zeigt den aktuellen Monat. Wochenenden oder Feiertage werden ab Werk nicht gesondert markiert, das lässt sich aber manuell nachholen. Jeder Terminart ist eine Farbe zugeordnet, in der dann eine Ecke des jeweiligen Tages eingefärbt wird. Die Wochenansicht nutzt eine Balkendarstellung, um Termine auch in ihrer Dauer grafisch übersichtlich darzustellen. Mit Kalender und Kontaktverwaltung des Soul kann der Privatnutzer gut arbeiten, an ausgewachsene Businesslösungen reicht es erwartungsgemäß nicht heran. Auf Spiele verzichtet Samsung beim U900 komplett. Dafür helfen Wecker, Umrechner und Dateimanager durch den Alltag.

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