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Ausstattung

10.09.2008 | 07:30 Uhr |

Die Tasten zur Bedienung des Musikplayers werden selbst bei ausgeschaltetem Display beleuchtet. In der Musikbibliothek sucht man eine gesonderte Einteilung in Podcasts oder Hörbücher vergeblich. Auch die Möglichkeiten der Song-Verwaltung beschränken sich auf einfache Funktionen wie Wiedergabelisten oder die Zuweisung als Klingelton. Das Albumcover wird als Thumbnail angezeigt, allerdings viel kleiner als ein gewöhnlicher Daumennagel. Der Sound ist für ein Musikhandy schlecht, die Musik klingt vor allem bei höherer Lautstärke wie durch die Kloschüssel. Der Equalizer verändert das Klangbild kaum, ist aber immerhin ein kleiner Helfer bei akustisch anspruchsvollen Tracks. Schuld daran sind vor allem die mitgelieferten Billig-Ohrstöpsel mit Schaumgummiüberzug. Zum Glück lassen sich bessere Kopfhörer ohne Probleme direkt am Rokr E8 anschließen. Der Klang wird dadurch besser, kommt aber nicht an Soundbomben wie das Musikhandy W980 von Sony Ericsson heran. Das Radio beschränkt sich auf einfachste Funktionen, 27 Sender lassen sich speichern.

Die Motorola Phone Tools kann man nicht nutzen, um seine Songs zu ordnen und Musik auf das Handy zu überspielen. Stattdessen bietet sich der Windows Media Player an. Mit einfachem Drag und Drop lassen sich die Musikalben auf den 2 Gigabyte-Speicher des Handys kopieren, auch die zugehörigen Albumcover werden anstandslos synchronisiert. Das USB2.0-Kabel sorgt für eine schnelle Übertragungsgeschwindigkeit, pro Song vergehen nur wenige Sekunden. Mit geschützten DRM-Dateien hat das E8 allerdings seine Probleme.

2 Megapixel sind längst keine Sensation mehr. Was die Kamera des Rokr E8 hergibt, reicht allemal zur Betrachtung auf kleineren Bildschirmen. Einen Blitz gibt es nicht. Immerhin ist die Kameravorschau schon in 3,5 Sekunden bereit, innerhalb von zwei Sekunden wird ein Foto geknipst und gespeichert. Die Bildqualität haut erwartungsgemäß keinen von Hocker. Zwar sind die Bilder nicht so verwackelt wie bei anderen Kameras, mehr Details schaffen es dadurch aber auch nicht in die Ergebnisse. Im Gegenteil: die Rokr-Aufnahmen sind detailarm und unscharf.

Der Symphony-Browser ist quälend langsam. Zum Glück gibt es den Opera Mini, der schnell als Java-Programm installiert ist. Mit ihm flutschen auch große Seiten schon nach wenigen Sekunden auf den Schirm und das trotz fehlender UMTS-Verbindung. Der Email-Posteingang ist für Freemail-Kontos wie GMX oder Web.de einfach konfiguriert. Für andere Anbieter kann das Eintragen der Zugangsdaten zum Glücksspiel werden. Nicht jeder Zugang funktionierte auf Anhieb. Der Client unterstützt sowohl das POP3-, als auch das IMAP4-Protokoll. Wer keine besonderen Ansprüche stellt, wird zufrieden gestellt. Die Kontaktverwaltung ist eine kleine Stärke des Rokr E8. Über Tabs sind die Infos für einen Kontakt schnell erreichbar. Das Telefonbuch kann nach verschiedenen Kategorien sortiert werden, zum Beispiel nach privaten oder geschäftlichen Kontakten. Der Kalender ist dagegen ziemlich simpel, dafür aber übersichtlich. Er bietet eine Monats-, Wochen- und Tagesansicht und reicht für Gelegenheitsnutzer. Aufgaben, Notizen, Kontakte und der Kalender lassen sich über die SyncML-Schnittstelle problemlos mit einer Datenbank im Internet abgleichen.

Praxistest: Motorola Rokr E8
Vergrößern Praxistest: Motorola Rokr E8
© 2014

Das Rokr E8 funkt in allen vier GSM-Frequenzen und taugt damit für den weltweiten Einsatz. Motorolas Rocker ist darüber hinaus über USB und Bluetooth erreichbar. Die Bluetooth-Schnittstelle bietet aber nur Standards, auf Profile wie SAP oder FTP muss man leider verzichten. Immerhin lassen sich Stereoheadsets oder Freisprechanlagen dank eines intuitiven Setup-Menüs ohne großen Aufwand einrichten.

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