Die technischen Daten belegen, dass Samsung es beim Pixon ernst meint: 8-Megapixel-Optik, Bildstabilisator, Blitz, Wide Dynamic Range-Technologie (WDR) sowie Gesichts- und Lächelerkennung sind eine klare Kampfansage an die Konkurrenz. Unser Praxistest zeigt, dass Samsung den Mund nicht zu voll nimmt, wenn es davon spricht, mit dem Pixon günstigen Digitalkameras mindestens ebenbürtig zu sein. Die langjährige Erfahrung, die der koreanische Konzern auf dem Digitalkameramarkt sammeln konnte, scheint ungefiltert in das Pixon eingeflossen zu sein, denn die Bilder sind kurz gesagt: brillant. Detailgrad, Bilddynamik, Farbwiedergabe und Bildschärfe werden derzeit von kaum einer Handykamera mit weniger als 8 Megapixeln übertroffen.

Der Videomodus erlaubt das Erstellen von Filmen in der Auflösung 720x480 bei flüssigen 30 Bildern pro Sekunde. Die Zeitlupenfunktion, bei der die Videos sogar mit 120 Bildern in der Sekunde aufgenommen werden, lässt sich hingegen nur in der Auflösung 320x240 nutzen. Leider kann man sich die Zeitlupenvideoss nur direkt auf dem Handy anschauen, am PC werden sie normal schnell abgespielt. Videos lassen sich genauso wie Fotos mit Geodaten zur späteren genauen Lokalisierung versehen.

Der interne Speicher kann mit microSD-Karten um bis zu 8 Gigabyte erweitert werden. Das reicht für eine ordentliche Ladung Musik. In der Musikbibliothek erwarten den Nutzer zahlreiche Sortiermöglichkeiten, darunter auch Genres und Podcasts. Der Player selbst präsentiert sich schlicht. Ein kleines Coverart in der oberen linken Ecke ist die einzige Auflockerung der tristen Oberfläche, die allerdings mit seinen fingerfreundlichen Steuerbuttons guten Bedienkomfort bietet. Die Lautstärke ist beinahe trommelfellschädigend, allerdings klingen die mitgelieferten Ohrstöpsel trotz ausreichend Bass und Höhen dabei etwas gepresst. Zum Synchronisieren von Musik sollte man nicht die mitgelieferte Samsung PC Suite verwenden. In unserem Test wurden Coverarts nämlich nicht übertragen, zudem dauerte das Überspielen von 30 Megabyte etwa 1 Minute und 40 Sekunden. Schneller und besser klappt das mit dem Windows Media Player, allerdings muss dafür zuvor in den Telefoneinstellungen der USB-Verbindungsmodus aktiviert werden. Alternativ kann man auch über das UKW-Radio Musik hören. Oder Filme anschauen. Dank des großen Displays mit 262.000 Farben macht das richtig Spaß, außerdem versteht sich das Pixon auch auf das immer wichtigere DivX-Format, mit dem Filme in guter Bild- und Tonqualität komprimiert werden können.

Praxistest: Samsung M8800 Pixon
Vergrößern Praxistest: Samsung M8800 Pixon
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Beim M8800 steht "M" für Multimedia. Dazu gehören auch das Surfen im Internet und Email. Diese simple Tatsache scheint bei Samsung allerdings noch nicht ganz angekommen zu sein, wie sonst lässt sich erklären, dass der schneckenlahme Netfront Acces Browser in Version 3.5 vorinstalliert ist? Im Netz von T-Mobile benötigt das Pixon trotz HSDPA mit 7,2 MBit/s fast eine Minute für den Aufbau von komplexen Internetseiten. Zum Vergleich: der neue Opera Mini in Version 4.2 benötigt dafür gerade einmal 8 Sekunden. Leider lässt sich die aktuelle Version nur sehr unkomfortabel bedienen, denn im Gegensatz zum Access-Browser unterstützt Opera weder das Querformat, noch die exzellente virtuelle Volltastatur des Pixon. Die E-Mail-Verwaltung ist da schon besser gelungen. Zwar verdient der Einrichtungsassistent seinen Namen nicht, doch nach der manuellen Eingabe aller Zugangsdaten werden die Nachrichten problemlos zugestellt. Trotz nur fünf gleichzeitig dargestellter Email-Header im Posteingang reicht das Pixon zum gelegentlichen Blick in die Mailbox. HTML-E-Mails werden leider nicht dargestellt.

Praxistest: Samsung M8800 Pixon
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Inzwischen beherrschen alle Handys auf dem Markt die mehr oder weniger gute Verwaltung von Kontakten und Zusatzinformationen. Deutlich wichtiger erscheint inzwischen, wie leicht und intuitiv man die Informationen wiederfindet und erstellen kann. Beim M8800 Pixon mit seinem großen Touchscreen klappt das sehr gut. Das Handy speichert eine große Menge an Zusatzinformationen, darunter Anruferbilder, Gruppen und Webseiten. Der Kalender ist demgegenüber sehr simpel geraten. Geburtstage werden nicht automatisch aus den Kontakten übernommen, außerdem kann man nicht mehr als 300 Termine auf dem Handy speichern.

Praxistest: Samsung M8800 Pixon
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Google ist auf dem M8800 Pixon direkt im Hauptmenü vertreten. Dort hat man die Wahl zwischen Google Suche, Mail und Maps. Das eingebaute GPS kann allerdings nicht für die punktgenaue Ortung verwendet werden. Aus diesem Grund fehlt dem Pixon auch Navigationssoftware, lediglich für das Geotagging von Fotos und Videos nutzt das Samsung-Handy GPS.

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