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Asus Zenbook UX31E: Test-Fazit

20.10.2011 | 14:00 Uhr |

Das Zenbook schafft nicht den vollen Turbo Boost

Einen kleinen Nachteil für die CPU-Leistung bringt die flache Bausweise des Ultrabooks aber mit sich: Unter Last kann der Core i7-2677M nicht sein volles Turbo-Boost-Potential ausspielen: Er beschleunigt beide Kerne nur kurz auf die maximal mögliche Taktrate von 2,6 GHz. Nach rund 60 Sekunden regelt er auf höchstens 2,3 GHz herunter. Wird nur ein Kern ausgelastet, dreht der Prozessor auf 2,9 GHz hoch – auch über längere Zeit.

Für die Grafikdarstellung setzt das Asus Zenbook UX31E auf die Intel HD Graphics 3000: Diese Grafikeinheit ist im Prozessor integriert. Sie genügt für ältere oder wenig effektreiche Spiele. Aktuellere Spiele stellt sie nicht flüssig dar, schon gar nicht in der nativen Bildschirmauflösung des Ultrabooks, die 1600 x 900 Bildpunkte beträgt. Die Ergebnisse des Asus UX31E lassen sich auf alle Ultrabooks übertragen: Sie nutzen wie auch das Macbook Air die integrierte Intel-Grafik.

Im Gegensatz zum Macbook Air besitzt das Asus UX31E einen USB-3.0-Anschluss, den Asus über einen Zusatzchip von Fresco Logic realisiert: Er lieferte im Test die erwarteten hohen Lese- und Schreibraten.

Ans flache Ultrabook passen nur wenige Anschlüsse: Hier sehen Sie Micro-HDMI, Mini-VGA und USB 3.0 am UX31E.
Vergrößern Ans flache Ultrabook passen nur wenige Anschlüsse: Hier sehen Sie Micro-HDMI, Mini-VGA und USB 3.0 am UX31E.

Instant On: Das Zenbook ist schnell startbereit

Ultrabooks sollen nicht nur schnell arbeiten, sondern auch schnell einsatzbereit sein. Dieses Versprechen löst das Asus UX31E ein: Ein Kaltstart dauert vom Drücken des Einschaltknopfs bis zur ersten Tastatureingabe 18 Sekunden, das Macbook Air 13 braucht dafür 20 Sekunden. Windows-Notebooks mit SSD starten üblicherweise in 30 Sekunden, mit normaler Festplatte dehnt sich der Startvorgang auf über eine Minute aus.

Das Ultrabook wacht auch schnell auf: Meist ist das UX31E nach drei Sekunden aus dem Standby-Modus wieder einsatzbereit und mit dem WLAN verbunden. Asus nennt diese Technik Instant On. Die meisten anderen Notebooks benötigen dafür rund sechs bis acht Sekunden, teilweise noch länger. Im Test funktionierte das Aufwachen über das Öffnen des Notebook-Deckels aber nicht zuverlässig – manchmal blieb der Bildschirm dunkel und das Asus UX31E schlief weiter.

Laut Asus kann das UX31 außerdem bis zu zwei Wochen im Standby-Modus bleiben, ohne dass der Akku zur Neige geht. Denn im Standby liegt der Stromverbrauch des Ultrabooks nahe 0 Watt. Andere Notebooks genehmigen sich in diesem Schlafzustand zwischen 0,3 und 1 Watt.

Das Zenbook hält rund neun Stunden durch

Im Asus-Ultrabook sitzt ein fest eingebauter Lithium-Ion-Polymer-Akku mit 48 Wattstunden. Damit lief das Asus UX31E im Akku-Test knapp neun Stunden – ein Top-Ergebnis, das nur Notebooks mit einem größeren Akku wie das Toshiba Portégé R830-10V übertreffen.

Bildschirm: Hohe Auflösung, hohe Helligkeit

Die Qualität des Bildschirms passt zum hervorragenden Gesamteindruck des Asus UX31E. Er zeigt 1600 x 900 Bildpunkte. Mit dieser Auflösung überflügelt Asus nicht nur Apple – das Macbook besitzt 1440 x 900 Pixel –, sondern auch die Ultrabook-Konkurrenten, die sich bei ihren 13,3-Zoll-Modellen mit 1366 x 768 Bildpunkten zufrieden geben. Außerdem ist der Bildschirm extrem leuchtstark und erreicht im Zentrum knapp 450 cd/qm, über neun Messpunkte gemittelt noch hervorragende 373 cd/qm. Damit leuchtet er heller als das Display im Macbook Air 13, das allerdings blickwinkelstabiler ist. Das Macbook stellt außerdem ein tieferes Schwarz dar und erreicht deshalb einen etwas besseren Kontrast als das Asus UX31E.

Links bietet das Asus UX31E einen USB-2.0-Anschluss, eine Audiobuchse und einen SD-Kartenleser.
Vergrößern Links bietet das Asus UX31E einen USB-2.0-Anschluss, eine Audiobuchse und einen SD-Kartenleser.

Im Zenbook sitzt eine Top-Tastatur…

Mit flachen Tastenkappen im Silber-Alu-Look passt die Tastatur perfekt zum eleganten Design des UX31E. Das Tippen macht Spaß, denn die Tastatur ist stabil, leise und die Tasten besitzen einen klaren Druckpunkt. Schnelltipper stören sich eventuell am verkleinerten Cursor-Block, der sich aber ertasten lässt, weil er abgesetzt platziert ist. Die Tasten des Zenbooks sind übrigens genauso groß wie bei einem Standard-Notebook. Wie beim Macbook Air sitzt der Ein-/Ausschalter beim Asus UX31E als Taste oben rechts in der Tastatur. Berühren Sie ihn beim Tippen versehentlich, fährt das Ultrabook nicht sofort herunter: Es erscheint stattdessen ein Menü, aus dem Sie die gewünschte Aktion auswählen können – im Falle eines Fehlklicks „Nichts tun“.

…und ein großes Touchpad

Das große Touchpad bietet viel Platz zum Navigieren. Fast die ganze Touchpad-Fläche lässt sich als Maustaste verwenden: Oben und in der Mitte müssen Sie aber mit Kraft drücken, um einen Klick auszulösen. Angenehm leicht geht es nur ganz unten auf dem Touchpad-Feld. Für einen Rechtsklick müssen Sie rechts unten drücken oder beim Klicken zwei Finger auf das Touchpad legen. Es versteht auch Multi-Touch-Eingaben, zum Beispiel Blättern mit zwei Fingern oder die Anzeige des Desktop durch eine Wischgeste mit drei Fingern. Der untere Teil des Touchpad dient nicht zur Maussteuerung, sondern ausschließlich als Maustaste, allerdings sind beide Bereiche optisch nicht voneinander abgesetzt. Im Test reagierte das Touchpad etwas langsam, der Mauszeiger ließ sich nicht immer exakt positionieren. Störender ist, dass 10-Finger-Schreiber häufig den Mauszeiger verschieben, weil die Handballen in der üblichen Tipp-Position auf dem Touchpad liegen.

Fazit: Asus Zenbook UX31E – das kann was werden

Im deutschen Notebook-Markt, der vor allem günstige Geräte liebt, sind die Erfolgschancen für Ultrabooks nicht optimal: Das Asus UX31E kostet zwar deutlich weniger als ein hochwertiges Sub-Notebook – und auch als das Apple Macbook Air 13. Trotzdem sind rund 1000 Euro für das Einstiegs- beziehungsweise 1300 Euro für das Top-Modell des Zenbook eine Stange Geld. Am Gerät selbst wird das Ultrabook-Konzept nicht scheitern. Das Asus Zenbook Asus UX31E ist schön, leicht und hochwertig verarbeitet. Rechenleistung und Akkulaufzeit sind top, ebenso der Bildschirm. Sind Ihnen bei einem ultra-mobilen Notebook vor allem diese Kriterien wichtig und nicht ein Apfel auf dem Deckel, ist das Asus Zenbook UX31E eine klare Empfehlung: Dieses Fazit erlaubt schon der Test des Vorserienmodells.

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