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Ashampoo Firewall 1.1

05.05.2009 | 09:45 Uhr | Arne Arnold

Die Ashampoo Firewall zeigte Schwächen unter anderem beim Schutz im lokalen Netzwerk. Dieses Manko kann auch eine gute Bedienerführung nicht ausgleichen.
Nach der Installation und einem PC-Neustart fordert die Ashampoo Firewall zur Eingabe eines Freischalt-Codes auf. Diesen erhält man gegen Angabe einer Mailadresse kostenlos. An dieser Stelle wirbt Ashampoo auch für die Pro-Version der Firewall. Sie kostet 30 Euro und bietet sechs nützliche Zusatz-Tools, die allerdings nichts mit der Aufgabe einer Firewall zu tun haben. Mit dabei ist etwa ein System Prozess Monitor und ein Internet Cleaner. Eine bessere Sicherheitsleistung bei der Firewall bekommen Sie für die 30 Euro nicht.

Die Ashampoo Firewall bietet einen Easy-Mode und einen Expert-Mode. Die Unterschiede lassen sich aber vernachlässigen. Wir empfehlen den Expert-Mode, da man dann etwas mehr Informationen und Einstellmöglichkeiten erhält.
Die Meldung zu ICQ beim Verbindungsversuch liefert die nötigsten Infos. Die Pfadangabe zum Programm ist mit dabei. Eine Regel lässt sich aufgrund der Meldung erstellen. Diese gilt auf Wunsch entweder nur für den aktuell genutzten Port oder für alle. Nicht so gut: Die Firewall erstellte die Regel inklusive Server-Rechte für ICQ. Wir finden, darauf sollte das Tool wenigstens hinweisen.
Da die Regel aber nur für einen Port galt, mussten wir weitere Rechte vergeben, um auch Dateien über das Chat-Programm empfangen zu können. Immerhin lässt sich die Einstellung für die Server-Rechte leicht finden. Das Regelwerk lässt sich insgesamt einfach bedienen, bietet allerdings keine genauen Einstellmöglichkeiten – etwa Regeln nach IP-Protokoll. Das werden aber nur Profis vermissen.

Gut: Das Protokoll lässt sich nach allen gespeicherten Daten sortieren , etwa nach Anwendung, Zeit oder IP-Adresse. Allerdings ist das Protokoll nicht ganz so umfangreich, wie bei anderen Firewalls.
Die Bedienerführung ist gut strukturiert und man findet sich gut zurecht.

Sicherheit: Der Schutz im lokalen Netzwerk war lückenhaft. Denn Bedrohungen, die sich bereits auf dem Rechner befanden, bemerkte die Firewall nicht. Sie gestattete sogar den Remote-Zugriff im lokalen Netzwerk auf dieses schädliche Programm, obwohl in den Einstellungen auch dieses lokale Netzwerk überwacht werden sollte. Bei einem Verbindungsaufbau aus dem Internet sieht es anders aus. Hier überwachte die Firewall alle Ports. Die Warnmeldungen erschienen mit den richtigen Inhalten, der Zugriff auf die Backdoor wurde verhindert. Schlecht ist, dass der Anwender nicht erfährt, wenn eine Anwendung versucht, die Zugriffsrechte eines vertrauten Programms auszunutzen.

Fazit: Ashampoo Firewall zeigte eine durchwachsene Gesamtleistung. Für einige Bedrohungen, die sich bereits vor der Installation auf dem System befinden, ist die Software blind. Punkten kann das Tool mit einer übersichtlichen Bedienerführung.

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