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Android 2.2 und HTCSense.com

20.09.2010 | 08:52 Uhr |

Das HTC Desire HD und das HTC Desire Z werden mit dem neuen Android 2.2 ausgeliefert. Zudem hat HTC Sense ein paar kleine, aber wirksame Verbesserungen erfahren. Das Handy hat nun auch sein Backup-Pendant im Internet: www.HTCSsense.com . Die Seite bietet ein paar Funktionen, die an mobile me von Apple erinnern. So kann man das Handy auf einer Landkarte orten lassen, wenn man es verloren hat. Und man hat die Möglichkeit, eine Meldung auf das Display zu schicken, die beispielsweise eine Kontakttelefonnummer angibt. Ein ehrlicher Finder kann sich an diese wenden, um das Handy zurückzugeben. Sicherheitshalber lassen sich alle Daten auf dem Handy per Fernlöschung unlesbar machen.

Ebenfalls praktisch: Hat der Nutzer sein Handy zu Hause vergessen, kann er via HTCSense.com eine Rufumleitung - beispielsweise auf die Büronummer - einrichten. Damit ist garantiert, dass er tagsüber dennoch erreichbar bleibt – zumindest solange er an seinem Arbeitsplatz klebt.

Daten-Sicherung via HTCSense.com
HTCSense.com registriert alle Änderungen auf dem Handy und speichert die Aktualisierungen. Der Nutzer findet hier eine Datensicherung seiner Kontakte, Fotos, Musik und SMS. E-Mails, die via Exchange-Server ausgetauscht werden, speichert HTCSense.com nicht.

Außerdem merkt sich HTC sense.com alle Apps, die man installiert hat und offeriert Freunden die passende Liste. Und auch Fotos auf Footprints lassen sich jetzt mit Freunden teilen. Footprints ist eine von HTC entwickelte Software, um sich einen persönlichen Reiseführer mit den besten Locations (Bars, Kneipen, Hotels etc.) zusammenzustellen.

Derzeit hat HTC kein Speicherlimit vorgesehen. Zudem soll der Dienst kostenlos sein. Es wird jedoch Premium-Services geben, die ein paar Euro im Monat kosten. Darunter fallen beispielsweise die Staumeldungen für die von HTC aufgespielte Navigationslösung.

Navigation: Vorinstallierte Karten
HTC hat erstmals auch eine Navigationsansicht für Autofahrer entwickelt. Steckt man das Handy in ein Car Kit, das HTC in Kürze ebenfalls anbieten will, so öffnet sie sich automatisch. Angezeigt werden fürs Fahren relevante Optionen wie Ziel oder Point of Interest. Insgesamt werden sechs große Icons gezeigt, die auch während der Fahrt gut mit dem Finger zu treffen sind. HTC dürfte sich hierbei vom Motorola Milestone inspiriert haben lassen, das schon länger den Autofahrer-Bildschirm anbietet.

Karten von Route 66
Die Karten der Navigationslösung stammen von Route 66. Der Anwender kann sich Kartendaten für ein gewünschtes Land im Vorfeld einer Reise herunterladen. Im Ausland spart er damit die horrende Roaming-Gebühren, die beispielsweise bei der Nutzung von Google Navigation fällig werden. Diese Idee ist übrigens ebenfalls nicht neu: Nokia bietet mit Ovi Maps schon seit über einem Jahr die Möglichkeit, sich Karten vom PC aus herunterzuladen und auf SD-Karte zu installieren. Wie einfach der neue Service auf dem HTC Desire HD und dem HTC Desire Z zu handhaben ist, muss der ausführliche Test des Seriengeräts ermitteln. Im Vergleich zum Ur-Desire, das die Navigation eher stiefmütterlich behandelt, sind die Entwicklungen auf dem HTC Desire HD und dem HTC Desire Z jedenfalls zu begrüßen.

Preise und Verfügbarkeit des HTC Desire HD und des HTC Desire Z
Das HTC Desire Z mit Tastatur soll für 549 Euro auf den Markt kommen, das HTC Desire HD wird bei 599 Euro liegen. Beide Modelle werden ab Mitte Oktober bei allen Netzbetreibern zu finden sein. Das Ur-HTC Desire wird durch die interne Konkurrenz deutlich billiger werden. Derzeit ist es im Internet bereits für gut 400 Euro zu finden.

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