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Spiele-Notebook Alienware M15 R5 Ryzen im Test

18.01.2022 | 13:01 Uhr |

Schlank, aber kraftvoll: Der schicke Gaming-Laptop von Alienware will mit RTX 3070 und super-schnellem Display Top- Leistung bieten.

Alienware kombiniert im M15 R5 AMDs Top-CPU Ryzen 9 5900HX und eine Nvidia Geforce RTX 3070 mit einer maximalen TGP von 125 Watt. Das 15,6-Zoll-Gaming-Notebook gefällt mit einem eleganten schwarzen Gehäuse (Farbvariante Dark Side of the Moon) mit abgerundeten Ecken. Lediglich das kleine, leuchtende Aliengesicht weist darauf hin, dass Sie ein Gaming- Notebook vor sich haben. Spiele-Power soll auch die Gehäuserückseite mit einer Farbleiste vermitteln, die die großen Lüfteröffnungen und das Anschlusspanel umrahmt.

Die RTX 3070 reicht für (fast) jedes Spiel

Die RTX 3070 passt optimal zum WQHD-Display des Alienware-Laptops: Das M15 R5 liefert bei den meisten Spielen in maximalen Einstellungen eine sehr hohe Bildrate. Bei Shadow of the Tomb Raider beispielsweise erzielt es 98 fps (Hoch) beziehungsweise 86 fps (Ultra-Hoch), bei Dirt 5 kommt es in diesen Einstellungen auf 99 respektive 76 fps.

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Lediglich bei hoher Raytracing-Qualität fällt das Alienware in bestimmten Games unter 60 fps - bei Shadow of the Tomb Raider bleiben etwa 55fps. Dirt 5 liefert bei aktiviertem Raytracing aber 67 Bilder pro Sekunde.

Rückseite mit geöffnetem Deckel
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© Alienware

Beim Vergleich mit anderen RTX-3070-Laptops, die der Grafikkarte eine etwas höhere TGP erlauben - beispielsweise 140 Watt im Lenovo Legion Pro 5 - ergeben sich keine Unterschiede: In den Spiele-Benchmarks sind die Ergebnisse teilweise identisch. Das gilt auch für die meisten Tests mit dem 3D Mark - ein messbare Differenz fällt lediglich beim Raytracing- Test auf, wo die RTX 3070 im Alienware-Laptop drei Prozent zurück liegt.

Gegenüber einer RTX 3080 mit 165 Watt ist die 3070 im Alienware-Laptop bei WQHD etwa 10 bis 15 Prozent langsamer: In den meisten Spielen ist das zu vernachlässigen, weil das M15 auf hohem Niveau nur ein paar Frames weniger anzeigt - zum Beispiel 86 statt 93 bei Shadow of the Tomb Raider (Ultra-Hoch). Bei hohen Raytracing-Einstellungen kann das aber über die Spielbarkeit entscheiden, wenn die RTX 3070 unter 60 fps geht, während eine RTX 3080 darüber bleibt. Auch bei höheren Auflösungen liegen die Vorteile bei der RTX 3080: Im 3D Mark Time Spy Extreme zu Beispiel fällt die RTX 3070 um 15 Prozent zurück.

Ansicht von links
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© Alienware

Tuning mit dem Alienware Command Center

Zum Tunen installiert Alienware das Programm Command Center: Unter der schicken Oberfläche verbergen sich aber nur wenige Tempo-Einstellungen. Das M15 mit Ryzen bietet zum Beispiel nur die beiden Thermoprofile "Ausgeglichen" und "Volle Geschwindigkeit". Die Intel-Modelle haben drei zusätzliche Profile.

Es empfiehlt sich außerdem ein regelmäßiges Update der Tuning-Software: Im Test arbeitete das M15 bei "Volle Geschwindigkeit" zunächst immer mit maximaler Lüfterlautstärke und sehr lauten 52 dB(A). Eine neue Version reduziert dagegen den Geräuschpegel erheblich auf 43 bis 46 dB(A). Die maximale Lüfterleistung lässt sich dann über die Funktionstaste F1 aktivieren.

Unter diesen Bedingungen erreicht der Ryzen 9 5900HX im Cinebench R23 knapp über 12.000 Punkte - das M15 liegt damit auf dem Niveau anderer Gaming-Notebooks mit dem 8-Kerner von AMD und ist minimal besser als die meisten Laptops mit einem Core i7-11800H.

Läuft der Lüfter leiser, erwärmt sich das M15 deutlich: Im Bereich der Handballenablage und der Tastatur bleiben die Temperaturen trotzdem unkritisch. Lediglich auf der Unterseite entstehen Hot-Spots mit knapp 60 Grad.

Im Command Center stellen Sie außerdem Beleuchtungseffekte für das Logo auf dem Deckel, die Einschalttaste und die Leiste an der Gehäuserückseite ein sowie für vier unterschiedliche Tastaturbereiche.

Ansicht von rechts
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© Alienware

PCIe-4-SSD mit PCIe-3-Anschluss

Auch bei System-Benchmarks wie dem PC Mark 10 beweist das M15 ein hohes Leistungsniveau: Der Unterschied zu Notebooks mit Ryzen 7 5800H oder Core i7-11800H ist in den meisten Anwendungen minimal. Bei sehr CPU-lastigen Aufgaben wie Rendering kann sich der Ryzen 9 aber deutlich absetzen.

Im Testgerät sitzt die Samsung-SSD PM9A1 für PCI-Express 4. Da die Ryzen-Plattform nur PCI-Express 3 bietet, kommt sie in den Leistungstest natürlich nicht auf höhere Werte als die PCIe-3-Kollegen, also maximal 3,5 GB/s beim sequenziellen Lesen oder Schreiben, während Intels Tiger-Lake-Plattform knapp 7 GB/s ermöglicht. Im praxisnäheren Full System Drive Benchmark des PC Mark 10 schrumpft der Unterschied zwischen PCIe 4 und PCIe3 auf rund 30 Prozent.

Bildschirm und Ausstattung

Das WQHD-Panel im Alienware M15 gehört zu den besseren Notebook-Displays: Die gemittelte Helligkeit liegt bei knapp 400 cd/qm, den sRGB-Farbraum bildet es komplett ab, auch die Farbtreue ist hoch. Lediglich beim Kontrast zeigen die Messungen nur mittelmäßige Werte. Vor allem aber beeindruckt seine Wiederholrate von 240 Hz.

Das Schnittstellenangebot beim M15 geht in Ordnung: Es erlaubt den Anschluss externer Monitore per HDMI-2.1-Ausgang oder Displayport 1.4 über Typ-C. Diese Buchse bindet außerdem externen Speicher mit USB 3.2 Gen 2 an, während die drei Typ- A-Buchsen USB 3.2 Gen 1 bieten, was Alienware lobenswerterweise durch das korrekte Symbol mit hochgestellter 5 für 5 Gbit/s verdeutlicht. Thunderbolt 4 fehlt wegen der AMD-Plattform, auch einen Speicherkartenleser bringt das Notebook nicht mit. Die Frontkamera unterstützt Gesichtserkennung mittels Windows Hello. Im Netzwerk arbeitet das M15 mit Wi-Fi 6 sowie 2,5-GBit-LAN.

Die Ausstattung im Test liegt aktuell bei rund 2.300 Euro, für rund 100 Euro weniger gibt es 16 statt 32 GB RAM. Mit Ryzen 7 5800H und 512 GB SSD kostet das M15 knapp über 2.000 Euro.

Tastatur und Touchpad

Auf der Tastatur sind die Steuertasten für die Tonwiedergabe rechts am Rand platziert statt wie üblich in der Funktionsleiste. Ein Nummernblock fehlt dagegen. Obwohl das Keyboard keine mechanischen Switches hat, bietet es eine sehr klare Druckrückmeldung, ist aber auch recht laut. Der Cursorblock ist außerdem nicht abgesetzt. Bei M15-Varianten mit Ryzen 7 lässt sich übrigens für 100 Euro Aufpreis ein mechanisches Keyboard mit Cherry-MX-Switches und Einzeltastenbeleuchtung ordern - allerdings mit US-Layout. Das Touchpad gefällt mit klarem Druckpunkt für Mausklicks und einer hohen Griffigkeit für schnelle Cursorbewegungen.

DIE TECHNISCHEN DATEN

Alienware M15 R5

Prozessor (Taktrate)

AMD Ryzen 9 5900HX; 8 Kerne / 16 Threads (Standard: 3,30 GHz, Turbo: 4,6 GHz)

verfügbarer Arbeitsspeicher (eingebauter Arbeitsspeicher), Typ

32.104 MB (32.768 MB), DDR4-3200

Grafikchip (Grafikspeicher)

Nvidia Geforce RTX 3070 (8 MB ), max. TGP: 125 Watt

Bildschirm: Diagonale, Auflösung, Typ

15.6 Zoll (39.6 Zentimeter), 2560 x 1440, Matt

Festplatte

NVMe-SSD Samsung PM9A1; 932,8 GB

optisches Laufwerk

- (-)

Betriebssystem

Windows 11 Home

LAN

2,5-GbE

WLAN

WiFi-6 (2x2)

Bluetooth

Bluetooth 5.2

Schnittstellen Peripherie

1x Typ-C (USB 3.2 Gen 2, Displayport 1.4; hinten), 3x Typ-A (USB 3.2 Gen 1; 2 rechts, 1 hinten), 1x LAN (links)

Schnittstellen Video

1x HDMI 2.1 (hinten), 1x Front-Kamera (Windows Hello)

Schnittstellen Audio

1x Audioausgang/-eingang (links)

GESCHWINDIGKEIT

Alienware M15 R5 (Note: 1,69)

Geschwindigkeit bei Büro-Programmen

99 Punkte (von 100)

Geschwindigkeit bei Multimedia-Programmen

100 Punkte (von 100)

Spieleleistung 3D Mark

87 Punkte (von 100)

Gaming-Score

72 Punkte (von 100)

BILDSCHIRM

Alienware M15 R5 (Note: 3,10)

Größe

39,6 Zentimeter / 15,6 Zoll

Auflösung / Wiederholrate

2560 x 1440 Bildpunkte / 240 Hz

Punktedichte

188 dpi

Helligkeit

377 cd/m²

Helligkeitsverteilung

87 %

Kontrast

718:1

Entspiegelung

hervorragend

Abdeckung Farbraum (Prozent)

sRGB: 100 / Adobe-RGB: 91 / DCI-P3: 96

Farbtreue

Delta E: 1,71

MOBILITÄT

Alienware M15 R5 (Note: 4,07)

Akkulaufzeit

4:20 Stunden

Akkukapazität

86 Wh

Gewicht: Notebook (mit Akku) / Netzteil

2490 / 964 Gramm

UMWELT UND GESUNDHEIT

Alienware M15 R5 (Note: 2,00)

Betriebsgeräusch unter Last

46 dB(A); 52 dB(A) bei maximaler Lüfterleistung

Temperatur unter Last: Unterseite /Oberseite

59 / 48 Grad Celsius

ALLGEMEINE DATEN

Alienware M15 R5

Internetadresse von Alienware

www.alienware.de

Preis (unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers / Straßenpreis)

2450 Euro / 2430 Euro

Technische Hotline

069/97927200

Garantiedauer

12 Monate

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