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Aldi-PC Medion Akoya E4360 D: Stromverbrauch

04.02.2010 | 10:00 Uhr | Michael Schmelzle,

Blick ins Innere des Aldi-PC Medion Akoya E4360 D
Vergrößern Blick ins Innere des Aldi-PC Medion Akoya E4360 D
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Die besonderen Energiespar-Eigenschaften von Intels Clarkdale-Architektur verschaffen dem Medion Akoya E4360 D MD 8338 im Test sehr gute Verbrauchswerte. Mit 53 Watt im Desktop-Betrieb verbrauchte der Aldi-PC kaum mehr als ein Nettop. Und diese Messung haben wir bei standardmäßig aktiviertem WLAN-Modul durchgeführt. Auch unter Volllast blieb der Energiehunger des Medion Akoya E4360 D MD 8338 im Test maßvoll: Lediglich 115,3 Watt Spitzenverbrauch haben wir gemessen. Multimedia-PCs mit CPUs der Core-2-Duo-Reihe lagen hier in der Regel bei 200 Watt oder darüber. Selbst bei mehrstündiger Benutzung des Medion Akoya E4360 D MD 8338 pro Tag wird der PC Ihre Stromrechnung also nicht in ungeahnte Höhen treiben.

Beim Medion Akoya E4360 D MD 8338 interessierte uns selbstverständlich auch die Frage, ob der PC die brandneuen Bestimmungen der EU-Ökodesign-Richtlinie erfüllt. Ab dem 7. Januar 2010 müssen Geräte die ausgeschaltet sind oder sich in einem passiven Standby-Modus befinden (nur Reaktivierung möglich, keine Statusanzeige außer z. B. LED für Anzeige der Bereitschaft), maximal ein Watt verbrauchen dürfen. Im Standby mit Statusanzeige (z. B. Uhr oder Timer) sind maximal zwei Watt vorgesehen. Bei ausgeschaltetem Netzteil zog der Medion Akoya E4360 D MD 8338 im Test überhaupt keine Energie mehr aus der Steckdose - null Watt zeigte das Messgerät. Vorbildlich!

Bei heruntergefahrenem PC mit eingeschaltetem Netzteil genehmigte sich der Medion Akoya E4360 D MD 8338 2,5 Watt. Im Vergleich mit allen anderen von uns getesteten Standard-PCs (Nettops und All-In-One-PCs ausgenommen) gab es nur zwei Konkurrenten, die hier weniger Energie zogen. Die 5,3 Watt im Standby-Modus sind aber schon grenzwertig - mehrere PCs im Test konnten hier mit Werten unter 4 Watt eher überzeugen.

Bezüglich der EU-Ökodesign-Richtlinie bemängeln Kritiker übrigens die ungenaue Festlegung des Maximalverbrauchs in Relation zur Leistung. Das 1000-Watt-Netzteil eines Spiele-PCs wird daher wohl nur schwer in Einklang mit der Richtlinie zu bringen sein; bei der Festlegung von Grenzwerten müsste man also eine Relation zur Leistung festsetzen. Außerdem wurden bislang keine anderen Grenzwerte für solche Funktionen wie "Wake On Lan" definiert, bei denen der PC per Fernsteuerung über das Netzwerk hochgefahren wird und darum im ausgeschalteten Zustand etwas mehr Energie benötigt, um das Remote-Signal überhaupt empfangen zu können.

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