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Abwehr & Tests

12.04.2007 | 09:02 Uhr |

So schützen Sie sich
Eine gute Nachricht gibt’s bei den Schutzmaßnahmen. Denn alle bekannten Kernel-Rootkits können sich nur ins System einklinken, wenn sich der Anwender mit Admin-Rechten angemeldet hat. Arbeiten Sie aber mit Benutzerrechten, dann haben die Rootkits keine Chance. Ein entsprechendes Konto erstellen Sie unter Windows XP und Vista über „Systemsteuerung, Benutzerkonten“. Achtung: Sie müssen immer auch ein Konto mit Administratorrechten behalten, damit Sie etwa noch neue Programme unter Windows installieren können.
Als zweite Schutzmaßnahme setzen Sie eine gute Sicherheits-Software ein. Unser Test hat gezeigt, dass leistungsfähige Antiviren-Tools Rootkit-Schädlinge schon vor der Installation stoppen können.

Test: Die besten Rootkit-Finder
Wir wollten wissen, welche Tools Sie am besten gegen Rootkits schützen. Darum haben wir 12 Programme nach Rootkits suchen lassen. Die Tools stammen zum einen aus der Gruppe der klassischen Antiviren-Programme, zum andern sind es spezielle Antirootkit-Finder. Im Test sind auch zwei Sicherheits-Utilities von Microsoft, der Windows Defender und das Windows Tool zum Entfernen bösartiger Software, die ein Zwischending zwischen klassischem Antiviren-Programm und Spezial-Tool sind.

Das Ergebnis: Antiviren-Programme, die sich in der Vergangenheit einen guten Ruf bei der Suche nach Viren erworben haben, schneiden mittlerweile auch bei der Jagd auf Rootkits gut ab. So teilen sich gleich zwei klassische Antiviren-Tools den ersten Platz: Norton Antivirus und Kaspersky Anti-Virus zeigen eine beinahe identisch gute Leistung und erringen beide 29 von 31 Punkten. Mit deutlichem Abstand, aber mit noch guten Ergebnissen kommt das kostenlose Antivir PE Classic auf den dritten Rang, gefolgt vom Antiviren-Kit.

Auf Platz 5 landet das erste speziell auf Rootkits optimierte Programm: Blacklight bietet keinen klassischen Dateiscanner oder Wächter, denn es ist nur für die Suche nach bereits aktiven Rootkits ausgelegt. Entsprechend kann es keine Installationsdateien finden und deshalb diese Punkte nicht für sich verbuchen. Die weiteren Tests absolvierte das Tool dagegen mit Bravour und erlaubte sich keinen einzigen Fehler. Fast ebenso gut schneidet das Spezial-Tool Rootkit Unhooker ab.
Die übrigen Testkandidaten empfehlen sich nicht für den Einsatz gegen Rootkits beziehungsweise sollten sie nur in Betracht kommen, wenn die anderen Tools doch mal versagt haben.

Übrigens: Das Microsoft-Tool Windows Defender meldete die Installationsversuche der Rootkits mit der allgemeinen Warnung, dass ein Programm versuche, Änderungen am System vorzunehmen. Wachsamen, fortgeschrittenen Anwendern genügt diese Information, um ihren PC vor Rootkits abzuschotten.

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