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AV-Receiver im Test: Plätze 4 bis 1

11.11.2011 | 10:00 Uhr |

Denon AVR-1912 2
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Platz 4: Denon AVR-1912

Der Denon AVR-1912 ist brandneu und hochmodern: Mit analogen Ein- und Ausgängen knapp bestückt, kann er immerhin sechs HDMI-Eingänge aufbieten. Auch ein Netzwerkanschluss findet sich auf der Geräterückseite, mit dem der Denon-Receiver Internetradio oder die Musiksammlung vom PC abspielen kann. Für das iPhone bietet Denon eine Docking-Station und eine App an, mit der das Apple-Smartphone zur Denon-Fernbedienung mutiert. Nicht so toll: Bei der Wandlung analoger Videosignale in digitale entstehen Flimmerbilder. Im Stereo- und Mehrkanalbetrieb spielte der Receiver angenehm räumlich. Das fiel gerade bei Konzerten sehr positiv auf. Mitten und hohe Töne klangen sauber, sehr neutral und gut aufgelöst. Tiefen Bässen fehlte etwas Wucht.
Positiv: Guter Klang, 6 HDMI-Eingänge, Musikwiedergabe übers Netzwerk, Für Apple Airplay geeignet
Negativ: Zeilenflimmern bei Analog-Digital-Bildwandlung
Testnote: befriedigend 2,67 Preisurteil: günstig
Preis: (unverb.Preisempfehlung des Herstellers) 549 Euro

Yamaha RX-V671
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Platz 3: Yamaha RX-V671

Die ruhmreichen Hi-Fi-Ahnen kann der Yamaha RX-V671 nicht verleugnen: Als einziger Testteilnehmer versteht er die Signale von Plattenspielern, und zwei der sieben Endstufen lassen sich so konfigurieren, dass sich Mittelhochton- und Bassbereich der Frontlautsprecher getrennt versorgen lassen (Bi-Amping). Ganz modern: Aus analogen TV- oder DVD-Signalen (576i) zauberte der RX-V761 HDTV-Signale (1080p) in Top-Qualität. Stereo-Musik gab er sehr ausgewogen und mit hervorragender Räumlichkeit wieder. Im Mehrkanalbetrieb spielte der RX-V671 mit feiner Hochtonauflösung auf. Live-Konzerte klangen sehr räumlich und authentisch. Einzig im Tiefbass zeigt der sonst sehr ausgewogene Receiver leichte Schwächen: In Action-reichen Filmen fehlte den präzisen Bässen etwas Wucht und Druck.
Positiv: Sehr gute Analog-Digital-Bildwandlung; effektive, präzise Einmessung; Musikwiedergabe übers Netzwerk
Negativ: Tiefbass könnte etwas kräftiger sein
Testnote: gut, 2,26 Preisurteil: günstig
Preis: (unverb.Preisempfehlung des Herstellers) 599 Euro

Onkyo TX-NR579
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Platz 2: Onkyo TX-NR579

Es ist nicht einfach, den Onkyo TX-NR579 perfekt auf die angeschlossenen Heimkino-Lautsprecher anzupassen. Die Entfernung lässt sich nur in groben 30 cm Schritten einstellen, auch die Pegel bieten nur eine 1-dB-Abstufung. Die automatische Einmessung machte es etwas besser, aber auch nicht perfekt. Der Stromverbrauch im HDMI-Durchschleifbetrieb war mit knapp 30 Watt viel zu hoch. Sonst gab’s nur Lob: Die Bildwandlung analog auf digital oder geringe auf HD-Auflösung funktionierte in erstklassiger Qualität. Der TX-NR579 produzierte einen Klang fast frei von Schwächen. Explosionen in Filmen tönten impulsiv und wuchtig. Nur bei Livemusik könnte der Bass noch etwas kräftiger sein. Mitten und Höhen waren ausgewogen und neutral, die Raumabbildung exzellent.
Positiv: Musikwiedergabe übers Netzwerk, Sehr hochwertige Analog-Digital-Bildwandlung
Negativ: Lautsprechereinstellung zu grob, Hoher Stromverbrauch im HDMI-Durchschleifbetrieb
Testnote: gut, 2,25 Preisurteil: sehr günstig
Preis: (unverb.Preisempfehlung des Herstellers) 499 Euro

Pioneer VSX-921
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Platz 1: Pioneer VSX-921

Pioneer ist beim VSX-921 großzügig: Während alle Konkurrenten „nur“ eine Anschlussmöglichkeit für iPhone und iPod bieten, liegt hier das nötige Spezialkabel gleich mit im Karton. Die Einmess-Automatik arbeitete sehr präzise. Auf Wunsch führt der VSX-921 auch dann die automatischen Klangkorrekturen durch, wenn Entfernung und Pegelunterschiede der Lautsprecher von Hand ermittelt und eingegeben werden. Der Pioneer-Receiver tönte sehr homogen und kraftvoll. Satten Bassdruck, etwa bei Action-Filmen, gab es bis in die tiefen Lagen. Mitten klangen fein aufgelöst, aber ohne Aggressivität. Bei Stereo-Musik zeichnete der VSX-921 den Raum breit und tief, Stimmen sehr natürlich. Das Aufpeppen von Bildsignalen sollte man möglichst der Signalquelle oder dem Fernseher überlassen.
Positiv: Basstarker, ausgewogener, räumlicher Klang, Musikwiedergabe übers Netzwerk, iPod-Anschlusskabel mitgeliefert
Negativ: Teilweise Zeilenflimmern bei Analog-Digital-Bildwandlung
Testnote: gut, 2,21
Preisurteil: sehr günstig
Preis: (unverb.Preisempfehlung des Herstellers) 499 Euro

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