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AMD Radeon RX 6700 XT: Gaming-GPU kann im Test nicht überzeugen

17.03.2021 | 14:00 Uhr | Sebastian Schenzinger

Die AMD Radeon RX 6700 XT offenbart im Test ein paar Schwachstellen. Zwar überzeugt die GPU bei der Rasterisierungs-Performance, die Raytracing-Leistung hinkt jedoch ein gute Stück hinter der Konkurrenz in Form der RTX 3060 Ti her. Zudem fällt die Leistungsaufnahme RDNA 2 untypisch recht hoch aus. Die UVP der Grafikkarte geht in Ordnung, wir rechnen jedoch mit einer schlechten Verfügbarkeit.

AMD veröffentlicht heute, dem 17. März um 15 Uhr, mit der Radeon RX 6700 XT die nächste Grafikkarte auf Basis der RDNA-2-Architektur. Im Gegensatz zu den größeren Geschwistern in Form der RX 6800 (XT) und der RX 6900 XT setzt die neue GPU jedoch auf den verkleinerten Navi-22-Grafikchip und richtet sich in erster Linie an WQHD-Gamer. Um die Konkurrenz von Nvidia, in Form der RTX 3060 Ti , in Schach halten zu können, wartet die RX 6700 XT mit den höchsten Taktraten auf, die wir bisher bei einer Grafikkarte ab Werk zu Gesicht bekommen haben. Das geht jedoch auf Kosten der Leistungsaufnahme, welche im Gegensatz zu den Big-Navi-GPUs überraschend hoch ausfällt. Dank der verbauten RT-Cores bietet AMD mit der RX 6700 XT jetzt auch in der Mittelklasse hardwareseitiges Echtzeit-Raytracing an. Es mangelt jedoch nach wie vor an einer Alternative zu Nvidias Deep Learning Super Sampling um höhere Bildwiederholraten zu realisieren.


AMD Navi 22 - halbierter Grafikchip der RX 6900XT?

Bei der Radeon RX 6700 XT kommt nicht wie bei den bisherigen RDNA-2-Grafikkarten die Navi-21-GPU sondern der Navi-22-Chip zum Einsatz. Dieser fällt mit einer Chipgröße von 336 mm 2 zu 505 mm 2 bedeutend kleiner aus. Im gleichen Zug sinkt die Anzahl an Transistoren von 28,6 Milliarden auf 17,2 Milliarden um 66 Prozent, die Package-Dichte ist also nicht mehr ganz so hoch. Im Vergleich zum direkten Vorgänger in Form der RX 5700 XT ist der Chip etwas größer geworden, so kommt Navi 21 XT auf eine Größe von 251 mm 2 bei 10,3 Milliarden Transistoren. Summa summarum konnte AMD durch den 7nm-Fertigungsprozess von TSMC die Package-Dichte im Vergleich zur Vorgängergeneration um knapp 25 Prozent erhöhen und liegt damit vor dem direkten Konkurrenten. Auf dem 392,5 mm 2 großen GA104 der RTX 3060 Ti sind nämlich 17,4 Milliarden Transistoren verbaut.

Der Grafikchip der RX 6700 XT fällt mit 336 mm2 zu 505 mm2 ein gutes Stück kleiner aus als bei den bisherigen RX-6000-GPUs.
Vergrößern Der Grafikchip der RX 6700 XT fällt mit 336 mm2 zu 505 mm2 ein gutes Stück kleiner aus als bei den bisherigen RX-6000-GPUs.
© AMD

Die RX 6700 XT setzt auf den Vollausbau des Navi-22-Grafikchips, wobei sich die Anzahl an Recheneinheiten im Vergleich zur RX 6900 XT halbiert. So sind auf der RX 6700 XT 2560 Streaming-Prozessoren verbaut und damit genauso viel wie bei der RX 5700 XT. Dazu gesellen sich 40 Compute Units, 64 Render Output Units und 40 Ray Accelerators, welche für die Echtzeit-Strahlenberechnung zuständig sind. Punkten kann die RX 6700 XT vor allem mit den enorm hohen Taktraten: So gibt AMD den Game-Clock mit bis zu 2424 MHz an, der Maximaltakt liegt sogar bei 2609 MHz. Das macht sich jedoch bei der Leistungsaufnahme bemerkbar, so gibt AMD die Board Power mit 230 Watt an. Die TGP der RTX 3060 Ti liegt mit 200 Watt ein gutes Stück darunter, die RTX 3070 mit 220 Watt auf etwa dem selben Niveau.

Grafikkarten-Vergleich 2021: Die besten Gamer-GPUs im Test - mit Rangliste

Dem Grafikchip der RX 6700 XT stellt AMD 12 GB Videospeicher mit einer Taktung von 16 Gbps zur Seite, der an ein 192-bit breites Speicher-Interface angebunden ist. Daraus resultiert eine Speicherbandbreite von 384 GB/s, was selbst in der Mittelklasse vergleichsweise wenig ist. Aus diesem Grund setzt AMD wie auch bei den bisherigen RX-6000-Grafikkarten bei der RX 6700 XT auf den sogenannten Infinity Cache, um das Problem des Speichernadelsöhrs zu lösen. Dabei handelt es sich um einen 96 MB großen Cache, der die benötigten Daten vorhält und so einen schnellen Zugriff ermöglicht. Die Funktionsweise ist dem L3-Cache in einer CPU sehr ähnlich. Nach Messungen von AMD ist der Speicherdurchsatz bei der Kombination von 12 GB VRAM an einem 192-bit Interface und einem 96 MB großem Infnity Cache um Faktor 2,5 höher als bei einem 256-bit Interface ohne Infinity Cache. Darüber hinaus ergeben sich weitere Vorteile wie eine gesteigerte Rechenleistung pro Takt (IPS) und ein reduzierter Stromverbrauch des RAM-Interface. In der folgenden Tabelle haben wir die wichtigsten technischen Daten der RX 6700 XT sowie der direkten Konkurrenz zusammengefasst:

Grafikkarte

AMD Radeon RX 6900 XT

AMD Radeon RX 6800

AMD Radeon RX 6700 XT

AMD Radeon RX 5700 XT

GeForce RTX 3070

GeForce RTX 3060 Ti

Codename

Navi 21

Navi 21

Navi 22

Navi 10 XT

GA104

GA104

Architektur

RDNA 2

RDNA 2

RDNA 2

RDNA

Ampere

Ampere

GPCs

-

-

-

-

6

6

TPCs

-

-

-

-

23

19

SMs

-

-

-

-

46

38

ALUs

5120

3840

2560

2560

5888

4864

Tensor Cores

n.a.

n.a.

n.a.

n.a.

184 (3rd Gen)

152 (3rd Gen)

RT Cores/ Ray Accelerators

80

60

40

n.a.

46 (2nd Gen)

38 (2nd Gen)

GPU-Basistakt

2015

1815

1605

1500

1410

GPU Game-Clock (MHz)

2250

2250

2424

1905

1725

1665

Videospeicher

16 GB GDDR6

16 GB GDDR6

12 GB GDDR6

8 GB GDDR6

8 GB GDDR6

8 GB GDDR6

Speicher-Interface

256-bit

256-bit

192-bit

256-bit

256-bit

256-bit

Speichertakt

16 Gbps

16 Gbps

16 Bbps

14 Gbps

14 Gbps

14 Gbps

Speicherbandbreite

512 GB/s

512 GB/s

384 GB/s

448 GB/s

448 GB/s

448 GB/s

ROPs

128

96

64

64

96

80

PCIe-Anschlüsse

2x 8-Pin

2x 8-Pin

1x 8-Pin, 1x 6-Pin

1x 8-Pin, 1x 6-Pin

1x 12-Pin

1x 12-Pin

TGP

300 W

250 W

230 W

225 W

220 W

200 W

Transistor-Anzahl

28,6 Mrd.

28,6 Mrd

17,2 Mrd.

10,3 Mrd

17,4 Mrd

17,4 Mrd

Die-Größe

505 mm2

505 mm2

336 mm2

251 mm2

392,5 mm2

392,5 mm2

Fertigungsprozess

7nm TSMC

7nm TSMC

7nm TSMC

7nm TSMC

8nm Samsung

8nm Samsung

UVP des Herstellers

999 €

579 €

479 €

419 €

499 €

399 €

Referenzkarten-Design:  Mit einer Länge, Breite und Höhe von 267 x  110 x 40 mm unterscheidet sich die Referenzkarte der RX 6700 XT nahezu nicht von den größeren Modellen, diese sind im Falle der RX 6800 nur um zehn Millimeter breiter und im Falle der RX 6800 XT und der RX 6900 XT noch zusätzlich zehn Millimeter dicker. Statt drei 85 Millimeter großer Radiallüfter verbaut AMD bei der RX 6700 XT jedoch nur zwei Fans mit jeweils 90 Millimetern. Die komplett geschlossene Backplate besteht aus Aluminium. Die zusätzliche Stromversorgung erfolgt über jeweils eine 8-Pin und eine 6-Pin-PCIe-Buchse. An Anschlüssen stehen 2x DisplayPort 1.4, 1x HDMI 2.1 und 1x Typ-C zur Verfügung.

Der Kühlkörper der AMD Radeon RX 6700 XT in der Explosionsansicht.
Vergrößern Der Kühlkörper der AMD Radeon RX 6700 XT in der Explosionsansicht.
© AMD


Hardware-Raytracing mit DirectX 12 Ultimate, aber noch keine KI

Durch die speziellen Raytracing-Recheneinheiten. welche AMD Ray Accelerators nennt, beherrscht die Radeon RX 6700 XT die Berechnung von Raytracing, also von Licht und Schatten über die Strahlenverfolgung, in Echtzeit. In jeder Compute Unit sitzt eine solche Einheit, sodass die RX 6700 XT auf 40 Ray Accelerators zugreifen darf. Mit der Unterstützung von DirectX 12 Ultimate ist auch die Programmierschnittstelle für Echtzeit-Raytracing unter Windows vorhanden. Im speziellen ist das die Funktion DirectX Raytracing. Hinzukommen Variable Rate Shading, Mesh Shader und Sampler Feedback, alles Funktionen, über die Spiele-Entwickler Echtzeit-Raytracing effizienter programmieren können.

CPU-Benchmark 2021: Prozessoren im Vergleich-Test - mit Rangliste

Da Echtzeit-Raytracing sehr viel Leistung kostet und bei höheren Auflösungen die Bildrate häufig die 60-FPS-Grenze unterschreitet, hat Nvidia mit Deep Learning Super Sampling (DLSS) eine Upscaling-Technik etabliert, die den Leistungshunger von Echtzeit-Raytracing spürbar dämpft - mit DLSS 2.0 geht das häufig sogar schon mit einem Qualitätsgewinn einher. An einer vergleichbaren Technik namens „Super-Resolution“ arbeitet AMD ebenfalls, sie soll Bestandteil des „Fidelity FX“-Pakets werden. Zum Start der RX-6000-Serie im November hat AMD diese Funktion zwar angekündigt, erhältlich ist sie jedoch nach wie vor nicht. Das liegt daran, dass AMD laut eigenen Angaben die Funktion nicht nur für die Desktop-PCs, sondern auch für Notebooks und Konsolen bereitstellen möchte.

Wie genau AMD diese Funktion realisieren möchte, ist nicht bekannt. Nvidia setzt hierzu nämlich auf spezielle Recheneinheiten für Künstliche Intelligenz, die in Zukunft bei Spielen eine noch wichtigere Rolle spielen könnten. Den sogenannten Tensor-Cores hat AMD aber bei RDNA2 noch nichts entgegenzusetzen.


Vergleichsweise schwach bei synthetischen Benchmarks

Für eine erste grobe Leistungseinordnung durchläuft die RX 6700 XT diverse synthetische Benchmarks, welche die wichtigsten Programmierschnittstellen abdecken. Hier zeigt sich ein sehr gemischtes Bild. Der DirectX 11 Test 3D Mark Fire Strike Ultra liegt den AMD Grafikkarten erfahrungsgemäß besser als den GPUs von Nvidia. Hier reiht sich die RX 6700 XT zwischen der RTX 3060 Ti und der RTX 3070 ein, liegt aber deutlich näher bei zweiterer. In 3D Mark Time Spy Extreme für DirectX 12 fällt die Navi-22-GPU dann ein gutes Stück zurück und liegt knapp hinter der RTX 3060 Ti. Im OpenGL Test Unigine Superposition verschlechtert sich das Bild sogar noch weiter und die RX 6700 XT liegt nur noch auf einem Niveau mit der RTX 3060. Beim letzten Test für Raytracing ordnet sich die RX 6700 XT leistungsmäßig zwischen der RTX 3060 und der RTX 3060 Ti ein. 

3D Mark Time Spy Extreme Score

3D Mark Time Spy Extreme Graphics Score

3D Mark Fire Strike Ultra Score

3D Mark Fire Strike Ultra Graphics Score

Unigine Superposition 4K Open GL

3D Mark Port Royale

GeForce RTX 2070 SUPER

4845

4745

6132

5928

7395

6070

GeForce RTX 2080 SUPER

5362

5341

6905

6692

8416

7104

GeForce RTX 2080 Ti

6538

6762

8437

8258

10317

9088

GeForce RTX 3060

4266

4095

5159

4958

6243

5053

GeForce RTX 3060 Ti

5768

5875

7490

7350

8726

7022

GeForce RTX 3070

6506

6796

8697

8621

9959

8195

Radeon RX 5700 XT

4332

4176

6609

6652

5590

-

Radeon RX 6700 XT

5461

5528

8375

8460

6200

5888

Radeon RX 6800

6727

7072

10323

10510

7878

7529


1440p-Gaming-Grafikkarte: Aber auch mit Raytracing?

Laut Aussagen von AMD hat die Verbreitung von 1440p-Monitoren mit mehr als 100 Hz in letzter Zeit stark zugenommen und genau diese Zielgruppe will der Hersteller mit der Radeon RX 6700 XT ansprechen. Bei der Auswertung unserer Messergebnisse müssen wir hier zwischen Spielen mit aktiviertem Raytracing und ohne Raytracing unterscheiden. In elf getesteten Spielen mit der herkömmlichen Bilddarstelleung per Rasterisierung muss sich die RX 6700 XT nur in Forza Horizon 4 der RTX 3060 Ti ( zum Testbericht ) geschlagen gaben, in The Division 2 gibt es einen Gleichstand und in neun weiteren Spielen kann die Navi-22-GPU den Sieg davontragen. Tatsächlich kann die RX 6700 XT es in drei getesteten Spielen sogar mit der schnelleren RTX 3070 von Nvidia aufnehmen.

Im Schnitt rechnet die RX 6700 XT bei der Bilddarstellung per Rasterisierung um vier Prozent schneller als die RTX 3060 Ti und um drei Prozent langsamer als die RTX 3070 ( zum Testbericht ). Der Leistungszuwachs auf den direkten Vorgänger n Form der RX 5700 XT beträgt durchschnittlich 28 Prozent und der Rückstand auf die schnellere RX 6800 13 Prozent. In jedem der elf getesteten Spiele kam die RX 6700 XT locker auf über 60 Bilder pro Sekunde bei höchsten Spieldetails. Bei aktiviertem Raytracing zeigt sich dann ein anderes Bild. In nicht so rechenintensiven Spielen wie Battlefield V oder CoD Modern Warfare reicht die Rechenleistung aus, um knapp 90 FPS zu erhalten, in Control oder Metro Exodus brechen die FPS-Raten dann aber stark ein. Hier müssen Sie die Spieleinstellungen reduzieren, wenn Sie mit mindestens 60 Bildern pro Sekunde zocken wollen. Im Schnitt kann es die RX 6700 XT hier nur noch mit der RTX 3060 ( zum Testbericht ) aufnehmen, welche sie mit zehn Prozent Vorsprung schlägt. Der Rückstand auf die RTX 3060 Ti wiederum beträgt 15 Prozent und hier darf man nicht vergessen, dass sich die FPS-Raten bei unterstützen Spielen per DLSS 2.0 zum Teil deutlich erhöhen lassen ohne sichtbaren Qualitätsverlust. Unsere ausführlichen Messergebnisse können Sie am Ende des Artikels finden.


Hohe Frameraten in Full-HD

Bei den Tests in Full-HD zeigt sich erneut, dass die AMD Radeon RX 6000 Grafikkarten im CPU-Limit zuverlässiger arbeiten als die RTX-3000-GPUs von Nvidia. So liefern sich die RX 6700 XT und die RTX 3070 in 1080p einen engen Schlagabtausch, aus dem Nvidia mit nur einem Prozent Abstand als Gewinner herausgeht. Der Vorsprung auf die RTX 3060 Ti liegt nach wie vor bei vier Prozent und der Leistungszuwachs gegenüber der RX 5700 XT bei 27 Prozent. Der Rückstand auf die RX 6800 ist wiederum auf neun Prozent geschrumpft. Bei aktviertem Raytracing sind selbst in Full-HD nicht immer 60 Bilder pro Sekunde möglich, so messen wir in Metro Exodus im Durchschnitt nur 54 FPS, wobei das Spiel eher eine Ausnahme darstellt. Der Rückstand auf die RTX 3060 Ti bei aktiviertem Raytracing wächst jedoch auf 20 Prozent an, hier zeigt sich ganz klar, worauf AMD bei kommenden Generation sein Hauptaugenmerk legen muss. Wenn Sie sich für die detaillierten Messergebnisse interessieren, können Sie diese hier finden.


Nur bei reduzierten Spieldetails UHD-tauglich

Auch wenn AMD die RX 6700 XT explizit an WQHD-Gamer richtet, führen wir der vollständigkeitshalber Tests in UHD durch. Manch einer mag vermuten, dass AMD hier auf Grund des größeren Videospeichers Land gutmachen kann. Tatsächlich ist aber das Gegenteil der Fall: So halbiert sich der Vorsprung von vier auf nur noch zwei Prozent gegenüber der RTX 3060 Ti und im gleichen Zug wächst der Rückstand auf die RTX 3070 auf zehn Prozent an. Auch der Abstand auf die RX 6800 vergrößert sich und liegt nun bei 18 Prozent. Hier zeigt sich also, dass Videospeicher definitiv nicht alles ist, sondern in erster Linie die Rechenleistung des Grafikchips der limitierende Faktor ist. In sechs der elf von uns getesteten Spiele schafft die RX 6700 XT bei höchsten Grafikdetails dann auch keine 60 Bilder pro Sekunde mehr. Wenn Sie mit mittleren bis hohen Grafiksettings leben können, können Sie trotzdem Ausflüge ins 4K-Gaming wagen - auf Raytracing sollten Sie dabei allerdings verzichten Auch hier gibt es wieder alle Messwerte am Ende des Artikels zu finden.


Hohe Taktraten auf Kosten der Leistungsaufnahme

AMD Grafikkarten galten zu Zeiten von Vega und Polaris als wahre Stromfresser. Bei der Veröffentlichung der RX-5000-Grafikkarten hat sich dieses Vorurteil nicht mehr bestätigt und die bisher veröffentlichten RX-6000-GPUs arbeiten sogar einen Tick energieeffizienter als ihre direkte Konkurrenz von Nvidia. Bei der RX 6700 XT wiederum gibt AMD die Total Board Power mit 230 Watt an. Die RX 5700 XT als direkter Vorgänger lag noch bei 225 Watt und die direkte Konkurrenz kommt auf einen TGP von 200 Watt (RTX 3060 Ti) respektive 220 Watt (RTX 3070). Bei unseren Messungen operiert die RX 6700 XT nahezu immer am Limit, die niedrigste Leistungsaufnahme die wir messen, liegt beim Gaming bei 220 Watt, die höchste bei 235 Watt. Im Schnitt ergeben sich über alle Spiele 225 Watt.

Bei der Leistungsaufnahme muss die RX 6700 XT den hohen Taktraten Tribut zollen.
Vergrößern Bei der Leistungsaufnahme muss die RX 6700 XT den hohen Taktraten Tribut zollen.

Damit liegt die RX 6700 XT bei der Leistungsaufnahme nahezu mit der RX 6800 gleich auf, welche allerdings 13 Prozent mehr Leistung bietet. Am Beispiel Shadow of the Tomb Raider zeigt sich, dass die Navi-22-GPU beim direkten Vergleich mit der RTX 3060 Ti auch nicht unbedingt gut dasteht. Bei den durchschnittlichen FPS-Werten herrscht nahezu Gleichstand mit 104 FPS (RTX 3060 Ti) zu 107 FPS (RX 6700 XT). Bei der Leistungsaufnahme schneidet die Nvidia GPU dann aber mit 195 Watt zu 229 Watt ein gutes Stück besser ab. Bei unserem Watt-pro-FPS-Ranking liegt die RX 6700 XT dadurch deutlich hinter der Konkurrenz aber auch den anderen RX-6000-Grafikkarten aus eigenem Haus. Hier bleibt fraglich, ob AMD den richtigen Weg gewählt hat, die Taktraten der RX 6700 XT nahezu bis ans Limit hoch zu Schrauben, was auf Kosten der erhöhten Leistungsaufnahme geht. Wer viel Wert auf Energieeffizienz legt, sollte die Karte am besten undervolten, was nahezu ohne Leistungseinbußen möglich ist.


Auch mit zwei Lüftern bleibt RX 6000 angenehm leise

Das Kühl-Design der RX 6700 XT ist an die ersten RDNA-2-Grafikkarten angelehnt, allerdings gibt es einen signifikanten Unterschied. So setzt AMD nicht länger auf drei 85 mm große Radiallüfter, sondern nur noch auf zwei Fans mit jeweils 90 Millimetern. Bei der Länge und Dicke der Kühlkonstruktion bleibt es im Vergleich zur RX 6800 nach wie vor bei 267 respektive 40 Millimetern, die Breite hat sich jedoch von 120 Millimeter auf 110 Millimeter reduziert. Auf dem offenen Testbench weiß das Kühlkonzept durchaus zu gefallen. Bei geringer Auslastung drehen sich die Lüfter gar nicht und bleiben lautlos, bei Vollauslastung messen wir bis zu 1660 rpm, womit die Grafikkarte angenehm leise bleibt und sogar noch einen Tick besser abschneidet als die RTX 3060 Ti. Allerdings wird die GPU dabei mit knapp 80°C auch verhältnismäßig warm, wobei sie noch weit vom bedenklichen Bereich entfernt liegt.

Um realitätsnaher zu testen, haben wir die gesamte Test-Hardware anschließend in ein be quiet! Pure Base 500 DX eingebaut. Der Intel Core i9-9900K war für diesen Test nicht übertaktet, sondern lief mit Standardtakt. Zur Kühlung der CPU kam ein be quiet! Dark Rock Pro 4    zum Einsatz. Zur Simulierung des Worst-Case-Szenario lasten wir sowohl die Grafikkarte als auch den Prozessor mittels FurMark und Prime95 zu 100 Prozent aus.

Grafikkarte

CPU-Temp

CPU-Clock

CPU-Power

Fan-RPM

GPU-Temp

GPU-Clock

GPU-Power

Fan-RPM

RAM-1-Temp

RAM-2-Temp

VRM-Temp

M.2-SSD-Temp

RTX 3060

82°C

4704 MHz

134 W

1175 RPM

69°C

1535 MHz

167 W

1710 rpm

38°C

39°C

53°C

52°C

RTX 3060 Ti

79°C

4700 MHz

133 W

1150 RPM

74°C

1612 MHz

194 W

1700 rpm

41°C

43°C

53°C

54°C

RTX 3070

81°C

4700 MHZ

131 W

1180 RPM

75°C

1620 MHz

218 W

2045 rpm

46°C

47°C

54°C

58°C

RTX 3080

89°C

4700 MHz

132 W

1275 RPM

73°C

1532 MHz

319 W

2745 rpm

44°C

45°C

60°C

58°C

RTX 3090

86°C

4700 MHz

131 W

1240 RPM

68°C

1499 MHz

349 W

1710 rpm

44°C

45°C

56°C

59°C

RX 6700 XT

78°C

4700 MHZ

135 W

1120 RPM

84°C

2200 MHz

236 W

1640 rpm

43°C

44°C

54°C

58°C

RX 6800

78°C

4700 MHz

131 W

1160 RPM

73°C

1922 MHz

244 W

1710 rpm

44°C

43°C

53°C

57°C

RX 6800 XT

80°C

4700 MHz

132 W

1150 RPM

76°C

1811 MHz

298 W

2030 rpm

44°C

44°C

54°C

55°C

RX 6900 XT

82°C

4700 MHz

133 W

1170 RPM

82°C

1901 MHz

304 W

1730 rpm

47°C

47°C

56°C

61°C

Auch in diesem Szenario weiß der Kühler der RX 6700 XT zu überzeugen, auch wenn wir uns ein etwas aggressiveres Lüfterprofil gewünscht hätten. So erwärmt sie die GPU bei einer durchschnittlichen Leistungsaufnahme von 236 Watt auf bis zu 84°C und zählt damit definitiv zu den wärmeren Vertretern der aktuellen GPU-Generationen. Positiv hervorzuheben ist, dass sich die Lüfter nach wie vor mit maximal 1640 Umdrehungen drehen, womit die GPU aus dem geschlossenen Gehäuse heraus nicht hörbar ist. Trotz der vergleichsweise hohen Temperaturen kann die RX 6700 XT im Schnitt einen Takt von starken 2200 MHz halten und liegt damit deutlich über den anderen RDNA-2-GPUs.


Bereits ab Werk nahezu am Taktlimit

Bereits ab Werk liegt der maximale Boosttakt der RX 6700 XT bei enormen 2609 MHz und damit höher als bei jeder anderen Grafikkarte, die bisher unseren Test-Parcours durchlaufen hat. Den Game-Clock wiederum gibt AMD mit 2424 MHz an, wobei unser Test-Sample diesen Wert deutlich übertreffen kann. So liegt die durchschnittliche Taktrate über alle Spiele in 1440p bei 2510 MHz. Nichtsdestotrotz wollen wir natürlich herausfinden, ob, und wenn Ja wie viel, Luft denn noch nach oben ist. Im gleichen Zug wollen wir herausfinden, wie gut sich die Grafikkarte undervolten lässt.

Flotter RAM: So wichtig ist der Arbeitsspeicher-Takt für den Gaming-PC

Sämtliche Einstellungen haben wir im hauseigenen Treiber von AMD vorgenommen. Unser Test-Sample lief mit einer reduzierten Spannung von ursprünglich 1,2 Volt auf 1,125 Volt nach wie vor stabil. Daraus resultierte eine im Schnitt 15 Watt niedrigere Leistungsaufnahme bei vergleichbarer Performance. Tatsächlich ließ sich die Leistung sogar noch etwas anheben, wobei wir hierfür das Power Target auf 115 Prozent, respektive 264,5 Watt anheben mussten. Diesen Wert erreicht die GPU beim Gaming im Durchschnitt jedoch nicht Ansatzweise. Schlussendlich standen ein maximaler Chip-Takt von 2740 MHz bei einer Spannung von 1,125 Volt und ein VRAM-Takt von 2150 MHz mit Fast Timings zu Buche.

Gesamtleistung Full-HD

Assassin's Creed Odyssey

Borderlands 3

Civilization VI Gathering Storm

Doom Eternal

F1 2019

Far Cry 5

Metro Exodus

Shadow of the Tomb Raider

The Division 2

AVG FPS  

81

81

144

234

163

127

70

107

85

AVG Watt [W]

206

231

221

233

223

223

233

231

234

AVG Takt [MHz]

2504

2533

2549

2456

2526

2465

2491

2525

2446

OC

AVG FPS

90

86

149

239

172

134

76

114

93

AVG Watt [W]

216

238

219

248

220

225

247

236

257

AVG Takt [MHz]

2642

2649

2665

2646

2657

2575

2634

2649

2619

Beim Gaming in 1440p stieg durch diese Einstellungen der durchschnittliche Takt von ursprünglichen 2510 MHz auf 2635 MHz an. was einer Zunahme von 5 Prozent entspricht. Dieser Zuwachs spiegelt sich tatsächlich auch in den FPS wieder, die sich um den gleichen Faktor erhöht haben. Auf der negativen Seite ist die Leistungsaufnahme im Schnitt um drei Prozent auf 232 Watt gestiegen. Das Gesamtbild kann sich dennoch sehen lassen: Wir konnten etwas mehr Leistung aus der GPU herauskitzeln und trotzdem die Energieeffizienz geringfügig verbessern. 


Preisliche Einordnung der AMD Radeon RX 6700 XT

Die preislich Einordnung der RX 6700 XT fällt - wie so oft in letzter Zeit - äußerst schwer, da Grafikkarten aktuell nur äußerst schlecht erhältlich sind und die Preise deutlich über den Angaben der Hersteller liegen. So wie es aussieht, dürfte es auch um die Verfügbarkeit der RX 6700 XT sehr schlecht bestellt sein. Aktuellen Analysen zu Folge , dürfte sich die Problematik zumindest bis zum vierten Quartal dieses Jahres auch nicht wirklich entschärfen. Auch wenn also die Preise stark von den UVPs von AMD und Nvidia abweichen, versuchen wir die RX 6700 XT dennoch an Hand der Listenpreise einzuordnen.

Der Vorgänger, die RX 5700 XT, kostete zu Release 419 Euro. Hier hat AMD also ordentlich aufgeschlagen, die RX 6700 XT hat nämlich eine UVP von 479 Euro. Im direkten Vergleich bekommen Sie dafür 28 Prozent mehr Leistung, vier Gigabyte mehr Videospeicher und hardwareseitigen Raytracing-Support. In Sachen Leistungsaufnahme hat sich quasi nichts geändert. Bei einer Preiserhöhung um 60 Euro hätten wir uns tatsächlich etwas mehr erhofft. Im Vergleich zur RX 6800 geht der Preis durchaus in Ordnung. Diese kostet gemäß Listenpreis 579 Euro und damit 21 Prozent mehr, liefert dafür aber - zumindest in WQHD-Auflösung -nur 13 Prozent mehr Leistung.

Werfen wir einen Blick auf die Konkurrenz in Form der RTX 3060 Ti, dann steht die RX 6700 XT nicht wirklich gut da. Die Nvidia Grafikkarte soll gemäß einer UVP von 419 Euro 14 Prozent weniger Kosten bei nur vier Prozent geringer Rasterisierungs-Performance, höherer Raytracing-Leistung und niedriger Leistungsaufnahme. Auch die drei Prozent schnellere RTX 3070 liefert bei einer UVP von 519 Euro trotz vier Gigabyte kleinerem Videospeicher das bessere Gesamtpaket ab. Letztendlich sind solche Diskussionen aber müßig, da die Nachfrage nach Grafikkarten derzeit einfach viel höher als das Angebot ist und wir damit rechnen, dass die Händler die RX 6700 XT zu deutlich überzogenen Preisen anbieten werden und sie trotzdem in kürzester Zeit vergriffen sein dürfte.


Unsere FPS-Werte auf einen Blick

Die AMD Radeon RX 6700 XTi musste sich einem umfangreichen Test-Parcours mit 60 Spieletests in den drei Auflösungen Full-HD, QHD und UHD stellen. Im Folgenden können Sie unsere exakt ermittelten FPS-Werte finden:

QHD (ohne Raytracing/DLSS)

Assassin's Creed Odyssey avg

Borderlands 3 avg

Civilization VI Gathering Storm avg

F1 2019 avg

Far Cry 5 avg

Forza Horizon 4 avg

Metro Exodus avg

Red Dead Redemption 2 avg

Shadow of the Tomb Raider avg

The Division 2 avg

Nvidia GeForce RTX 2070 SUPER

60

59

109

124

102

130

58

58

89

73

Nvidia GeForce RTX 2080 SUPER

65

67

119

132

115

143

64

66

101

83

Nvidia GeForce RTX 2080 Ti

73

82

143

152

135

159

80

76

119

101

Nvidia GeForce RTX 3060

55

51

99

125

92

122

51

55

82

65

Nvidia GeForce RTX 3060 Ti

70

70

139

156

118

154

69

70

104

86

Nvidia Geforce RTX 3070

75

83

143

156

130

162

78

76

115

98

Nvidia GeForce RTX 3080

89

109

164

156

153

169

104

98

146

122

Nvidia Geforce RTX 3090

91

119

165

181

153

179

112

105

154

129

AMD Radeon RX 5700

51

46

119

108

88

114

48

48

71

52

AMD Radeon RX 5700 XT

60

52

136

119

100

129

55

53

79

60

AMD Radeon RX 6700 XT

81

81

144

163

127

149

70

72

107

85

AMD Radeon RX 6800

86

97

161

177

140

178

85

85

128

106

AMD Radeon RX 6800 XT

87

114

165

181

146

200

99

97

147

125

AMD Radeon RX 6900 XT

89

125

166

223

147

216

105

102

158

135

Grafikkarte (QHD mit Raytracing/DLSS)

Battlefield V avg

CoD Modern Warfare avg

Control avg

Death Stranding avg

Metro Exodus avg

Shadow of the Tomb Raider avg

Wolfenstein Youngblood avg

Nvidia GeForce RTX 2070 SUPER

87

74

61

127

50

98

119

Nvidia GeForce RTX 2080 SUPER

97

89

68

139

58

111

134

Nvidia GeForce RTX 2080 Ti

109

110

82

163

72

130

148

Nvidia GeForce RTX 3060

77

74

57

114

42

85

112

Nvidia GeForce RTX 3060 Ti

98

102

77

140

57

110

138

Nvidia Geforce RTX 3070

107

112

85

150

65

121

154

Nvidia GeForce RTX 3080

138

141

109

175

87

150

191

Nvidia Geforce RTX 3090

149

155

121

178

96

161

212

AMD Radeon RX 6700 XT

88

89

46

-

37

54

-

AMD Radeon RX 6800

104

104

58

-

47

67

-

AMD Radeon RX 6800 XT

116

123

67

-

56

78

-

AMD Radeon RX 6900 XT

124

127

70

-

57

85

-

Full-HD (ohne Raytracing/DLSS)

Assassin's Creed Odyssey avg

Borderlands 3 avg

Civilization VI Gathering Storm avg

F1 2019 avg

Far Cry 5 avg

Forza Horizon 4 avg

Metro Exodus avg

Red Dead Redemption 2 avg

Shadow of the Tomb Raider avg

The Division 2 avg

Nvidia GeForce RTX 2070 SUPER

68

83

125

164

137

160

71

73

128

109

Nvidia GeForce RTX 2080 SUPER

77

95

135

183

147

174

86

83

144

124

Nvidia GeForce RTX 2080 Ti

86

113

163

183

154

184

100

91

156

144

Nvidia GeForce RTX 3060

68

71

122

165

130

151

64

71

121

97

Nvidia GeForce RTX 3060 Ti

83

98

161

191

149

178

87

85

148

126

Nvidia GeForce RTX 3070

82

110

163

192

153

184

97

93

157

140

Nvidia GeForce RTX 3080

95

134

165

192

157

189

125

118

170

170

Nvidia Geforce RTX 3090

102

136

167

191

155

188

130

126

173

173

AMD Radeon RX 5700

63

64

122

137

123

137

61

59

104

80

AMD Radeon RX 5700 XT

71

73

137

150

136

159

68

67

116

93

AMD Radeon RX 6700 XT

83

114

158

216

152

178

87

88

152

131

AMD Radeon RX 6800

85

132

167

224

150

206

103

104

165

157

AMD Radeon RX 6800 XT

86

149

165

227

154

219

120

119

178

179

AMD Radeon RX 6900 XT

88

167

165

229

155

235

127

122

187

196

Full-HD (mit Raytracing/DLSS)

Battlefield V avg

CoD Modern Warfare avg

Control avg

Death Stranding avg

Metro Exodus avg

Shadow of the Tomb Raider avg

Wolfenstein Youngblood avg

Nvidia GeForce RTX 2070 SUPER

113

109

85

150

66

129

154

Nvidia GeForce RTX 2080 SUPER

121

126

90

161

73

143

172

Nvidia GeForce RTX 2080 Ti

140

142

108

179

81

157

203

Nvidia GeForce RTX 3060

103

103

83

145

59

121

158

Nvidia GeForce RTX 3060 Ti

129

142

106

160

76

143

194

Nvidia Geforce RTX 3070

138

152

114

166

76

154

214

Nvidia GeForce RTX 3080

166

183

128

186

100

166

229

Nvidia Geforce RTX 3090

173

198

132

187

110

172

235

AMD Radeon RX 6700 XT

111

122

75

-

54

78

-

AMD Radeon RX 6800

131

138

88

-

66

95

-

AMD Radeon RX 6800 XT

146

161

98

-

78

109

-

AMD Radeon RX 6900 XT

158

175

107

-

79

115

-

UHD (ohne Raytracing/DLSS)

Assassin's Creed Odyssey avg

Borderlands 3 avg

Civilization VI Gathering Storm avg

F1 2019 avg

Far Cry 5 avg

Forza Horizon 4 avg

Metro Exodus avg

Red Dead Redemption 2 avg

Shadow of the Tomb Raider avg

The Division 2 avg

Nvidia GeForce RTX 2070 SUPER

40

32

99

73

55

88

35

37

47

39

Nvidia GeForce RTX 2080 SUPER

44

36

108

84

63

98

41

43

54

45

Nvidia GeForce RTX 2080 Ti

48

45

129

90

77

113

51

52

66

55

Nvidia GeForce RTX 3060

34

28

86

76

48

81

32

35

43

34

Nvidia GeForce RTX 3060 Ti

47

39

107

101

65

108

44

46

56

46

Nvidia Geforce RTX 3070

50

46

133

100

73

119

50

50

62

53

Nvidia GeForce RTX 3080

59

64

139

126

98

140

69

67

85

67

Nvidia Geforce RTX 3090

70

71

143

137

107

154

75

72

94

72

AMD Radeon RX 5700 XT

37

28

95

74

52

83

35

34

40

33

AMD Radeon RX 6700 XT

50

44

110

105

71

103

43

47

56

44

AMD Radeon RX 6800

60

54

123

131

87

127

54

55

70

56

AMD Radeon RX 6800 XT

66

63

138

141

99

146

63

62

80

66

AMD Radeon RX 6900 XT

71

70

153

170

106

154

68

67

86

71

UHD (mit Raytracing/DLSS)

Battlefield V avg

CoD Modern Warfare avg

Control avg

Death Stranding avg

Deliver us the Moon avg

Metro Exodus avg

Minecraft avg

Shadow of the Tomb Raider avg

Wolfenstein Younblood avg

Nvidia GeForce RTX 2070 SUPER

59

42

34

80

50

33

51

62

64

Nvidia GeForce RTX 2080 SUPER

66

50

38

89

57

39

57

71

72

Nvidia GeForce RTX 2080 Ti

81

63

47

107

69

49

71

86

96

Nvidia GeForce RTX 3060

51

41

32

70

42

28

51

57

60

Nvidia GeForce RTX 3060 Ti

65

55

43

90

64

39

60

69

91

Nvidia Geforce RTX 3070

73

63

48

100

70

45

66

77

91

Nvidia GeForce RTX 3080

95

83

66

136

90

62

105

102

122

Nvidia Geforce RTX 3090

109

94

74

139

97

69

118

116

134

AMD Radeon RX 6700 XT

48

48

30

-

14

19

12

28

-

AMD Radeon RX 6800

60

60

39

-

19

24

15

36

-

AMD Radeon RX 6800 XT

67

70

45

-

22

30

18

43

-

AMD Radeon RX 6900 XT

69

75

47

-

24

31

20

46

-