1241740

AKG Hearo 777 Quadra

08.12.2003 | 12:27 Uhr |

AKG Hearo 777 Quadra

"Halboffen" nennt AKG die Bauweise des Funkkopfhörer-Systems Hearo 777 Quadra. Geschlossene Hörer isolieren die Ohren vollständig von der Umgebung, so dass kein Schall außen in die Hörkapsel oder aus ihr heraus dringt. Solche Hörer haben eine hervorragende Basswiedergabe, sind aber auf Dauer wegen des Drucks auf die Ohren unangenehm tragen.

Offene Hörer besitzen Öffnungen in den Hörkapseln, damit Schall- und Luft - ein- und austreten kann. Der Hearo liegt irgendwo dazwischen: Gut versteckt hinter der Bügelbefestigung finden sich in den Hörkapseln ein paar Öffnungen. Das runde Ohrpolster dagegen dichtet das Ohr ziemlich gut ab. Mit Hilfe eines flexiblen Zwischenbügels passt sich der Hearo der Kopfform automatisch an. Der Hörer sitz fest, ohne dabei zu großen Druck auszuüben.

Dieser feste Sitz ist wichtig, schließlch animiert ein Kabelloser Kopfhörer ja zum herumlaufen beim Musikhören. Der Lautstärkeregler läuft gleich mit, er sitzt am Rand der rechten Hörkapsel hinter dem Bügel. Davor platzierten die AKG-Entwickler die "Audio-Tuning"-Taste: ,Wird die benutzte Funkfrequenz gestört, etwa durch ein anderes gerät, so kann man über diese Funktion schnell und einfach zu einer anderen Frequenz wechseln.

Akku bis 20 Stunden

Die Basisstation dient nicht nur als Funksender, sondern auch als Ablage für den Hörer und als Ladestation für seine Akkus, die nach Herstellerangaben bis zu 20 Stunden durchhalten. An ihren Eingängen nimmt die Basisstation nur analoge Stereo-Signale entgegen, Digitaleingänge fehlen - und somit auch Decoder für DTS und Dolby Digital.

Neben dem normalen Stereo-Modus, der die Signale unbearbeitet auf die Funkstrecke schickt, wartet der Hearo 777 Quadra mit drei unterschiedlichen Arten von Surround-Sound auf, die sich an der Basis wählen lassen. AKG setzt dabei das selbst entwickelte Verfahren IVA (Individual Virtual Acoustics) ein, das den Ohren 111 vorgaukeln soll, sie würden den Schall nicht über Kopfhörer, sondern frei im Raum empfangen. Eine der drei Surround-Arten ist für Stereo- Musik gedacht, die beiden anderen für Mehrkanalton (Pro Logic und Logic 7).

Beim Klangtest überzeugt der Hörer mit Kraft und Detailtreue, er spielt neutral mit kräftigem, sauberem Bass. Die Surround-Modi brauchen etwas Eingewöhnungszeit - der erste Eindruck ist eher enttäuschend. Nachdem sich die Tester-Ohren erst mal an das neue Klangerlebnis gewöhnt haben, fasziniert besonders der Logic-7-Modus: Er bewirkt, dass die Ortung im Kopf fast vollständig verschwindet und man sich mitten im Geschehen wähnt.

Der abgebildete Raum ist eher klein, aber der Effekt trotzdem überzeugend. Leider fallen Störgeräusche auf, wenn auch nicht an allen Stellen im Raum. Kompromisse muss man ohne Kabel eben eingehen.

PC-WELT Marktplatz

1241740