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3,2-Megapixel volle Power

19.05.2009 | 11:20 Uhr |

Testfoto Samsung M7600 Beat DJ
Vergrößern Testfoto Samsung M7600 Beat DJ
© 2014

Die Kamera heimst ebenfalls viele Punkte ein. Die Menüführung ist sehr übersichtlich, alle wichtigen Funktionen sind mit ein oder zwei Touch-Berührungen eingestellt. Die Auswahl an Motivprogrammen sowie Lächel- und Panoramamodus fallen ebenfalls positiv auf. Zudem beherrscht die Kamera Geo-Tagging, das heißt, sie zeichnet Längen- und Breitengrad des Ortes auf, an dem ein Foto gemacht wird. Doch Achtung: Geo-Tagging frisst Akku-Power, da dazu der GPS-Chip aktiviert sein muss. Nebenbei bemerkt: GPS für die Navigation steht nicht zur Verfügung.

Beim Kameratest gestört hat, dass es etwa fünf Sekunden dauert, bis die Kamera startklar ist. Und auch der Autofokus lässt sich gern etwas Zeit - fünf Sekunden strapazieren die Geduld des Fotografen schon sehr. Die Bildqualität geht in Ordnung.

Display liebt Sonne
Im M7600 hat Samsung ein 2,8 Zoll-AMOLED-Display verbaut, das seine Stärken vor allem bei strahlendem Sonnenschein ausspielt. Der Kontrast ist hoch, Details sind dank hoher Displayauflösung von 240 x 400 Pixeln gut zu lesen - bei Sonne und bei Nebel.

Der Touchscreen reagiert im Großen und Ganzen recht gut. Um lange Kontaktlisten oder Webseiten entlang zu scrollen, muss der Anwender jedoch erst einmal die richtige Wischtechnik entwickeln, sonst ruckelt es nur.

Touchscreen und Widgets
Wie bei allen neueren Samsung-Modellen üblich kann der Nutzer sich Widgets auf das Display ziehen, um darüber schnell Anwendungen wie Wecker, Musik-Player oder den Zugriff auf seine Communities zu erlangen. Von Samsungs Fun-Webseite kann er weitere Widgets herunterladen. Das entsprechende Widget, das den Zugriff auf die Webseite ermöglicht, ist bereits vorinstalliert. Wer lieber klassisch über das Menü geht, bekommt ein übersichtliches Menü mit drei mal vier Icons, deren dahinterstehende Funktionen sich logisch erschließen.

Weitere Orientierungshilfe: Praktisch ist die Zurück-Taste in der Mitte unterhalb des Displays, die in allen Menüs und Funktionen greift. Ihr Platz zwischen Gespräche-Annehmen- und Auflegen-Taste ist allerdings unglücklich gewählt. Zumal die Taste nicht deutlich von den Nachbartasten getrennt ist.

Immer up to Date - News per Internet
Der Browser ist eine proprietäre Eigenproduktion von Samsung. Er lässt sich jedoch gut bedienen und die Seiten bauen sich dank HSDP-Unterstützung flott auf. Besonders positiv ist im Test aufgefallen, dass der Nutzer über Pfeiltasten von einem geöffneten Fenster zum nächsten springen kann. Selbst sieben Fenster managt das Handy dabei ohne Probleme. Übrigens: Egal, ob der Nutzer das Gerät hochkant oder quer hält, der Browser weiß, wie er die Seite darstellen muss. Ein Lagesensor reagiert nämlich blitzschnell auf ein Drehen des Handys und schaltet von Hoch- auf Querformat um. Leider findet sich dieser Komfort in kaum einem anderen Programm. Google Maps zum Beispiel verharrt trotz Drehen des Handys in der Hochkant-Darstellung.

Gespräche über das M7600 sind gut verständlich und laut, so dass auch Umgebungslärm nicht allzu stark stört.

Fazit

Das Samsung M7600 Beta DJ ist ein Experimentierkasten für Musikfreunde. Unzählige Möglichkeiten beim Musik-Abmischen lassen jedermann zum DJ werden. Auch Kamera und Browser bieten einen hohen Fun-Faktor: Die Bilder können sich sehen lassen und Surfen im Web geht schnell und macht auf dem kontrastreichen 2,8-Zoll-AMOLED-Display viel Spaß. Das fehlende WLAN ist zu verschmerzen, doch dass der GPS-Chip nur auf Geo-Taggig ausgerichtet ist, sich aber nicht für eine vollständige Navigation eignet, ist nicht nachvollziehbar. Gewöhnungsbedürftig erscheinen das neue Design und das hohe Gewicht des Multimedia-Handys.

Detaillierte Testergebnisse und technische Daten finden Sie auf der nächsten Seite.

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