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MSI will Preise für Grafikkarten erhöhen, weil Lieferenpässe bis Ende 2021 andauern

25.03.2021 | 15:53 Uhr | Michael Schmelzle

Weil sich die Lieferengpässe für Grafikprozessoren und -speicher noch bis zum Jahresende hinziehen könnten. kündigt MSI Preiserhöhungen für Grafikkarten an.

Nach einem Bericht der taiwanischen Tageszeitung DigiTimes plant MSI Preiserhöhungen für Grafikkarten. Laut MSI-Chairman Joseph Hsu reflektiere man damit die angespannte Angebotslage, die wahrscheinlich noch bis Ende des Jahres anhalten werde. Auf einer Investorenkonferenz am 23. März 2021 führte Hsu aus, dass die Nachfrage nach Mainboards, Grafikkarten und Gaming-Notebooks stabil bleibe - nach dem Wachstum von 30 bis 50 Prozent im Vorjahr erwarte man auch in 2021 eine Steigerung der Nachfrage im zweistelligen Prozentbereich.

Trotz eines schwachen 4. Quartals, verzögerten Verschiffungen und höheren Transportkosten verkündete Hsu eine Rekordgewinn für 2020. Der Nettogewinn steigerte sich um 42 Prozent auf knapp 277 Millionen US-Dollar. System-Produkte wie Notebooks, Desktop-PCs und Bildschirme trugen zu 43 Prozent und Komponenten wie Hauptplatinen und Grafikkarten sogar zu 53 Prozent des Umsatzes bei. Stärkster Umsatzbringer war Europa mit 37 Prozent, dicht gefolgt vom Asiatisch-Pazifischen Raum (33 %) und Nordamerika (30 %).

Und die Geschäfte laufen weiterhin gut für MSI: Der konsolidierte Umsatz im Februar 2021 lag bei einem Rekordwert von 463 Millionen US-Dollar. Hsu rechnet auch für den März mit einem weiterhin hohen Geschäftsvolumen - und das die Endkonsumernachfrage auch im 2. Quartal lebhaft bleibe. Zudem rechne Hsu ab April mit fallenden Transportkosten, da das globale Logistiksystem allmählich wieder zum Normalzustand zurückkehren werde.

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