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iFixit: Motorola Razr sehr schwierig zu reparieren

17.02.2020 | 15:55 Uhr | Denise Bergert

Bei iFixit bekommt das neue Falt-Smartphone einen Reparierbarkeits-Score von 1 aus möglichen 10 Punkten.

Die Reparatur-Experten von iFixit haben sich in einem aktuellen Teardown das neue Motorola Razr vorgeknöpft. Das Falt-Smartphone wurde dabei komplett auseinander genommen und auf seine Reparierbarkeit hin untersucht – mit erschreckenden Ergebnissen.

Das rund 1.500 US-Dollar teure Gerät stellte die Experten von iFixt bereits beim Öffnen vor eine Herausforderung. Das Rückteil ist mit Klebstoff am Smartphone befestigt, um es zu entfernen sind sowohl Wärme als auch viel Fingerspitzengefühl notwendig, damit die Plastik-Deckel nicht beschädigt werden. iFixit fand vor dem Öffnen außerdem zwischen dem Display und dem Scharnier auf beiden Seiten einen Spalt, der bereits beim Galaxy Fold zu Problemen geführt hatte. Durch diesen Spalt können möglicherweise Schmutz und Wasser in das Motorola Razr eindringen.

Beim Teardown merkt iFixit zwar an, dass es möglich ist, das Display des Motorola Razr selbst zu tauschen. Durch die Komplexität der Reparatur seien Nutzer jedoch gut beraten, den Tausch zum Preis von verhältnismäßig günstigen 299 US-Dollar lieber direkt bei Motorola durchführen zu lassen. iFixit bezeichnet das Motorola Razr als das am schwierigsten zu reparierende Smartphone, das bislang von dem Portal getestet wurde. Es erreicht einen Reparierbarkeits-Score von 1 aus 10 möglichen Punkten.

Der einzige Pluspunkt, den die Experten vergeben, ist für die Tatsache, dass für den Teardown nur ein einziger Schraubendreher benötigt wurde. iFixit kritisiert unter anderem, dass der Akku-Tausch den kompletten Auseinanderbau des Smartphones voraussetzt. Auf dem Weg dorthin stolpern Nutzer immer wieder über zahlreiche Flex-Kabel-Fallen. Außerdem ist der Ladestecker fest mit dem Mainboard verlötet, was einen Tausch schwierig bis unmöglich macht. 

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