2587135

Bei Aldi: High-End-Gaming-Notebook mit RTX 3080 und Ryzen 9 5900HX

18.05.2021 | 14:01 Uhr | Sebastian Schenzinger

Aldi bietet ab dem 27. Mai mit dem Medion Erazer Beast X25 ein absolutes High-End-Gaming-Notebook an. Hinsichtlich der Leistung zählt es derzeit zu den absoluten Topmodellen auf dem Markt. Dafür ist es sogar verhältnismäßig günstig.

Update vom 04.06.2021:  So wie es aussieht, hat sich die TGP der RTX 3080 - welche uns Medion explizit so kommuniziert hat - als falsch herausgestellt. Der Leser Marco von new VR tech berichtete uns, dass sein erworbenes Medion Erazer Beast X25 die verbaute RTX 3080 nur mit 125+15 Watt betreibt anstatt der 150+15 Watt, welche der Hersteller angegeben hat. Wir bedanken uns an dieser Stelle vielmals für den Hinweis.

Die TGP der RTX 3080 im Medion Eazer Beast X25 liegt gemäß dem Käufer Marco von new VR tech nur bei 125+15 Watt.
Vergrößern Die TGP der RTX 3080 im Medion Eazer Beast X25 liegt gemäß dem Käufer Marco von new VR tech nur bei 125+15 Watt.
© Marco von new VR tech

Ursprünglicher Artikel vom 18.05.2021: Neben zwei gut ausgestatteten Desktop-PCs  mit RTX 3070 und RTX 3080 gibt es bei Aldi Nord und Aldi Süd ab dem 27.05 mit dem Medion Erazer Beast X25 für 2.799 Euro noch ein Gaming-Notebook im Angebot. Der Name ist hier Programm, denn in Hinsicht auf die technischen Spezifikationen ist das Gerät wortwörtlich ein Biest. Die derzeit schnellste Mobil-GPU paart Medion mit der zweitschnellsten Mobil-CPU und packt noch eine mehr als üppige Speicherausstattung oben drauf. Dabei fällt der Laptop überraschend leicht aus, was jedoch auf Kosten der Batterielaufzeit gehen dürfte. 

Medion Erazer Beast X25 Spezifikationen und Einschätzung

  • AMD Ryzen 9 5900HX mit 3,3 bis 4,6 GHz und 8 Kernen/16 Threads (45W+)

  • Nvidia GeForce RTX 3080 mit 16 GB GDDR6-Videospeicher

  • 17,3"-IPS-Display mit 1920 x 1080 Bildpunkten und 240 Hz

  • 2 TB PCIe-SSD

  • 64 GB DDR4-RAM (bis zu 3200 MHz)

  • RGB-Backlit-Keyboard mit 16.7 Mio. Farben

  • Wi-Fi 6 & Bluetooth 5.1

  • 6-Zellen-Li-Polymer-Hochleistungsakku mit 91,2 Wh (3 Stunden Akkulaufzeit)

  • Windows 10 Home vorinstalliert

  • B x H x T: ca. 39,5 x 2,6 x 26,2 mm, ca. 2,3 kg

Bei der Ausstattung lässt das Medion Erazer Beast X25 keine Wünsche offen. Mit dem Octa-Core Ryzen 9 5900HX ist AMDs zweitschnellste Mobil-CPU auf Basis der Cezanne-Architektur verbaut. Die TDP lässt sich in einem Bereich von 35 bis 54 Watt konfigurieren. Zur Seite stehen der CPU satte 64 GB DDR4 Arbeitsspeicher. Das halten wir eher für übertrieben, da beim RAM nicht gerade die Devise viel hilft viel gilt. Gerade für Gamer wären 32 GB vollkommen ausreichend gewesen, so müssen Sie dafür einen wohl nicht ganz kleinen Aufpreis zahlen. Als Grafikkarte kommt das derzeitige Non-Plus-Ultra, die Nvidia GeForce RTX 3080 (Mobile) mit 16 GB GDDR6-Videospeicher zum Einsatz. Laut Medion darf sich die GPU bis zu 165 Watt genehmigen, was enorm viel ist. Nvidia spezifiziert die Grafikkarte mit 80, 90, 115, 125, 135, 145 und 150+ Watt. Damit dürfte das Medion Erazer Beast definitiv zu den leistungsfähigsten Notebooks auf dem Markt aktuell zählen. Ob die 16 GB VRAM für die Full-HD Auflösung nötig sind oder ob die Variante mit nur 8 GB auch gereicht hätte, bleibt jedoch fraglich.

Wichtiger Hinweis: Gemäß dem Kommentar eines unserer Leser hat sich die Spezifikation zur RTX 3080, welche uns Medion so kommuniziert hat, als falsch herausgestellt. So liegt die TGP der verbauten RTX 3080 nicht bei 150+15 Watt, sondern lediglich bei 125+15 Watt. 

Für das 17,3 Zoll große Display ist die GPU so oder so eher übertrieben, auch wenn die Bildwiederholrate bei 240 Hz liegt. Leider beherrscht das Display  jedoch kein Adaptive Sync, das bedeutet eine Synchronisierung der Bildwiederholrate an die ausgegeben Bilder der Grafikkarte ist nicht möglich. Ihre Daten finden auf der 2 TB großen PCIe SSD ihren Platz, das reicht auf jeden Fall für einige Spiele aus. Mit einem Gewicht von nur 2,3 kg fällt das Medion Erazer Beast X25 in Anbetracht der verbauten Hardware und der TDP-Spezifikationen überraschend leicht aus. Das dürfte sich dann jedoch negativ auf die Akkulaufzeit auswirken. In den Geräte-Details sprach Aldi zunächst von nur 3 Stunden Akkulaufzeit bei der Wiedergabe eines Videos, ehe die Information wieder entfernt wurde. Falls das stimmt, ist das die Achillesferse des Gaming-Notebooks. Wir können uns auch vorstellen, dass das Gerät beim Zocken sehr laut wird, da in so einem kleinen Gehäuse nicht viel Platz für eine aufwendige Kühllösung bleibt.

Summa summarum sind das einige Kritikpunkte bei einem Notebook für stolze 2799 Euro, wobei Medions Ansatz auf maximale Leistung zu setzen deutlich erkennbar ist: Eine CPU mit konfigurierbarer TDP, eine RTX 3080, die mit einer Leistungsaufnahme von bis zu 165 Watt arbeiten darf und das Maximum an konfigurierbarem Arbeitsspeiche. Die Konkurrenz ist hinsichtlich der Hardware im selben Preisbereich schwächer aufgestellt, verbaut dafür aber Displays mit Full-HD-Auflösung und 300 Hz inklusive Adaptive Sync respektive mit WQHD-Auflösung und 165 Hz. Die 64 GB RAM halten wir für übertrieben und treiben nur den Preis des Geräts unnötig in die Höhe, da nur eine Bruchteil der Anwender von so viel Arbeitsspeicher profitiert. Absolutes No-Go ist dann aber die Akkulaufzeit - unter der Voraussetzung, dass die wieder offline genommene Angabe von nur 3 Stunden auch gestimmt hat. Selbst ein Gaming-Notebook, das bis obenhin mit High-End-Hardware vollgestopft ist, muss hier heutzutage auf die doppelte Laufzeit kommen.

Alternativen: Ein vergleichbar ausgestattetes Notebook zu finden, ist tatsächlich eher schwierig. Gerade die Variante der RTX 3080 mit 16 GB VRAM ist nur selten vertreten und wenn wir noch die TDP von 165 Watt mit einbeziehen, landen wir schnell in Preisregionen von 4000 bis 5000 Euro. Wenn wir uns an dem Ryzen 9 5900HX und der RTX 3080 orientieren, führt das zum Acer Nitro 5 . Das Display ist ebenfalls 17,3 Zoll groß, löst jedoch in QHD bei 165 Hz auf. Als Speicher stehen 32 GB RAM, sowie zwei 1 TB SSDs im RAID-0-Verbund zur Verfügung. Größter Wermutstropfen ist, dass die Leistung der RTX 3080 auf 85 Watt beschränkt ist und nur 8 GB VRAM zur Verfügung stehen. Damit ist das Modell sogar langsamer als so mancher Laptop mit RTX 3070 und hoher TDP. Dafür kommt das Gerät auf eine Akkulaufzeit von immerhin 8 Stunden und ist mit 2399 Euro ein gutes Stück günstiger. Wenn wir uns an dem Display sowie der RTX 3080 orientieren, führt das zum Gigabyte Aorus 17G für 2599 Euro - das ebenfalls mit Full-HD auflöst, jedoch auf 300 Hz Display kommt und eine Pantone-Validierung besitzt. Die GPU darf sich hier bis zu 105 Watt genehmigen, verfügt aber ebenfalls nur über 8 GB VRAM. Als CPU kommt ein Intel Core i7-10870H mit 32 GB Arbeitsspeicher zum Einsatz. Der Systemspeicher  fällt mit 1 TB auch nur halb so groß aus. Die Batterielaufzeit liegt gemäß Hersteller bei 7 Stunden.

PC-WELT Marktplatz

2587135