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Erstes Szenario: Ausschluss manipulierter AnwendungenZweites Szenario: Änderung von DRM-Anforderungen

05.07.2002 | 14:58 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Original-Wortlaut von Microsoft:

Das erste Szenario besteht in dem - selten auftretenden - Fall, dass eine Anwendung von Microsoft oder einem anderen Hersteller aufgrund von Manipulation die unautorisierte Wiedergabe von mit Windows Media Rights Management geschützten Dateien gestattet. In diesem Fall können sich die Anbieter an Microsoft wenden, um eine weiteren Missbrauch ihrer Inhalte durch diese Anwendung zu verhindern. Folgende Schritte werden vorgenommen

Die Anwendung wird einer Liste hinzugefügt, in der alle manipulierten Anwendungen enthalten sind, die die unautorisierte Wiedergabe von geschützten Inhalten gestatten.

Die in dieser Liste aufgenommenen Anwendungen können keine DRM-geschützten Inhalte mehr abspielen. Wenn der Benutzer versucht, mit einer in der Liste enthaltenen Anwendungen eine geschützte Datei abzuspielen, wird er darauf hingewiesen, dass er einen unsicheren Player verwendet, und zu einer Website geführt, wo er ein Update seiner Anwendung auf einen nicht ausgeschlossene Player vornehmen kann.

Das Update wird nicht automatisch durchgeführt, sondern bleibt voll und ganz der Entscheidung des Benutzers überlassen. Falls der Benutzer sich gegen ein Update entscheidet, kann er die geschützten digitalen Inhalte mit jeder anderen DRM-fähigen Anwendung abspielen, die nicht in der Liste manipulierter Player enthalten ist. Seine Lizenz zur Nutzung der Inhalte bleibt in jedem Fall bestehen. Auch die ursprüngliche, in die Liste unsicherer Player aufgenommene Anwendung kann er weiterhin zur Wiedergabe von nicht durch Windows Media Rights Management geschützten Inhalten verwenden.

Immer wenn ein Benutzer über seinen DRM-fähigen Player auf einen Lizenz-Server zugreift, um dort eine Lizenz für digitale Inhalte zu erhalten, wird die in seinem Player integrierte Liste manipulierter Anwendungen aktualisiert.

Original-Wortlaut von Microsoft:

Das zweite Szenario besteht darin, dass die Anbieter DRM-geschützter Inhalte die technischen Anforderungen für die Nutzung ihrer Dateien ändern. In diesem Fall ist es für Benutzer unter Umständen erforderlich, ihre Anwendungen durch bestimmte Komponenten zu aktualisieren.

Entsprechend den EULA-Vorschriften werden Benutzer durch ihre DRM-fähige Anwendung darauf hingewiesen, dass ein Upgrade erforderlich ist. Nur mit der ausdrücklichen Zustimmung der Benutzer werden die neuen Komponenten aus dem Internet geladen und aktualisiert.

Falls ein Benutzer dem Upgrade nicht zustimmt, kann er nicht mehr auf geschützte Inhalte des betreffenden Anbieters zugreifen. Inhalte, die das Upgrade nicht erfordern, können weiterhin uneingeschränkt genutzt werden."

Soweit Microsoft Deutschland. Den vollständigen Text können Sie hier nachlesen.

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