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Zwei Firmen mit Namen "Vista Software"

26.07.2005 | 11:15 Uhr |

Walls Firma ist nicht die einzige, die aufgrund der Namensvergabe ein Wörtchen mitzureden hat. Weitere Kandidaten sind zwei Software-Firmen, die beide "Vista Software" heißen.

Die Präsidenten der Firmen - beide liefern Add-on-Technologie für Microsoft-Produkte -, erklärten allerdings bereits, dass ihre Firmen von der Namenswahl von Microsoft eher profitieren würden.

Steve Nerby, Präsident der in Tucson, Arizona, beheimateten Vista Software Inc, etwa sagte, dass die Produkte der Firma - sie entwickelt Productivity-Tools für Windows - durch die Namensvergabe automatisch mit dem bekannten OS in Verbindung gebracht würden. Seine Schlussfolgerung: "So lange wir keine fehlgeleiteten Support-Anfragen per Mail bekommen, in denen gefragt wird, wie der Drucker von jemandem zu konfigurieren sei, sollte es zu unserem Vorteil sein."

Anthony Carrabino, Chief Executive Officer und Präsident von Lorant Corps Vista Software in La Jolla, Kalifornien, teilt die Auffassung von Nerby. Er könne “kaum glücklicher” über die Namensvergabe sein, so Carrabino. Das Hauptprodukt seiner Firma, die Vista DB, sei eine speziell für Windows gestrickte Datenbank. Und gerade für das Longhorn-Release passe man seit mehr als drei Jahren die Vista DB an. "Ich glaub, dass es uns nicht im Geringsten schaden wird". Die Namensvergabe seitens Microsoft hat laut Carrabino bereits Auswirkungen. Die Website der Firma würde seit Freitag mehr als viermal so oft aufgerufen. Er hofft folglich, dass Entwickler "in Scharen" mit Vistas Software Bekanntschaft schließen werden.

Wie geht es weiter? Bei Vista handelt es sich nicht zum ersten Mal um einen Namen, der mit einer existierenden Marke in Konflikt geraten könnte. 1998 zahlte Microsoft dem Internet Service Provider Synet Inc. fünf Millionen US-Dollar für die Rechte an dem Namen "Internet Explorer". Synet Inc. hatte sich den Namen 1995 gesichert. Der Einschätzung von Lozito von Strategic Name Development zufolge könnte das Vista-Dilemma ebenfalls mit einer finanziellen Einigung enden.

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