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Zusammenarbeit der Branchen erforderlich

Um das Modell Wirklichkeit werden zu lassen, müssen die Branchen zusammenarbeiten. Denn für das Transferieren größerer Beträge ist in Deutschland eine Banklizenz notwendig. Über die Telefonrechnung dürfen nur Telekommunikationsdienstleistungen im Bereich geringer Beträge abgewickelt werden. "Für die Banken ist das Thema von strategischer Bedeutung", sagt Pousttchi. Wird der Einstieg verpasst, könnten die Mobilfunkanbieter im Alleingang handeln. Das Konsortium Simpay ist bereits in den Startlöchern und wird seine Lösung noch in diesem Jahr in Spanien anbieten.

Ein M-Payment-Roundtable des Wirtschaftsministeriums unter Vorsitz des Augsburger Wissenschaftlers will Banken und Mobilfunkunternehmen zur konkreten Initiative bewegen. "Es ist bereits Bewegung in die Entwicklung gekommen. Wir wollen diesen Prozess weiter aktiv vorantreiben", sagt Sven Siering von der Postbank. Etwa zwei Jahre müsse man dieser Entwicklung jedoch noch geben, bevor der Verbraucher darauf zugreifen kann, schätzt der Fachmann.

Bis sich das Blatt in Sachen M-Payment wendet und ein Verfahren in Kreditkartenmanier etabliert wird, müssen Handynutzer mit den herkömmlichen Methoden vorlieb nehmen. Unterdessen können sie wie bisher nur Inhalte, die in direktem Zusammenhang mit der Handynutzung stehen zum Beispiel Klingeltöne und Spiele auf ihre mobilen Geräte laden und per Telefonrechnung begleichen.

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