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Zuckerberg kündigt wichtige Rede an - ab 19 Uhr im Live-Stream

17.10.2019 | 10:10 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat einen Live-Stream angekündigt, in dem er sich zur freien Meinungsäußerung äußern will.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg will seine Ansichten zur freien Meinungsäußerung öffentlich in einem live im Web übertragenen Stream darlegen. Das ist äußerst ungewöhnlich, denn Zuckerberg nutzt normalerweise lieber - häufig sehr lange - Blog-Einträge, wenn er seine Gedanken zu einem Thema der Öffentlichkeit mitteilen möchte.

Den Live-Stream kündigt Zuckerberg in einem Facebook-Posting an. Die Rede wird ab 19 Uhr deutscher Zeit (10 Uhr pazifischer Zeit) am Donnerstagabend im Web übertragen. Vermutlich wird Zuckerberg in diesem Clip auch Stellung zu der Frage nehmen, ob und wie mit Kritik an der chinesischen Regierung aufgrund der Demonstrationen in Hongkong umzugehen sei. Zuletzt geriet auch Spiele-Gigant Blizzard in die Kritik, nachdem das Unternehmen nach einem E-Sport-Turnier einen Hongkong-Sympathisanten bestraft hatte.

Im immer heftiger geführten Wahlkampf der möglichen US-Präsidentschaftskandidaten spielt Facebook allerdings auch eine große Rolle, nicht zuletzt wenn es um die Verbreitung von Fakten oder Lügen geht.

In seiner Ankündigung bezeichnet Zuckerberg seine geplante Rede als seinen "wohl umfassendsten Ansatz, seine Ansichten darzulegen". Er wolle mit seiner Rede erklären, warum es aus seiner Sicht wichtig ist, dass jeder Mensch seine Meinung äußern dürfe und wie dies die Menschen näher zueinander bringen könne. Außerdem wolle er auch auf die größten Bedrohungen für die freie Meinungsäußerung hinweisen. "Ich habe viel Zeit damit verbracht, daran zu arbeiten, und es ist eine ungefilterte Sichtweise, wie ich über die Fragen denke", erklärt Zuckerberg.

Offenbar wird es sich um einen längeren Live-Stream handeln, denn Zuckerberg entschuldigt sich vorab auch für die Länge seiner Rede. Spannend bleibt, wie sich Facebook zum Thema China und Hongkong äußern wird. Andrerseits muss man allerdings auch bedenken, dass Facebook hier vielleicht nicht allzu viele Ängste hat, Stellung zu beziehen, weil das soziale Netzwerk in China ohnehin nicht so stark genutzt wird.

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