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Zoom 5.0 verbessert Sicherheit in der Videokonferenz-App

23.04.2020 | 16:29 Uhr | Denise Bergert

Nachdem in den vergangenen Wochen immer mehr Sicherheitslücken in Zoom aufgetaucht waren, schließt der Entwickler einige davon mit dem Update auf Version 5.0.

Durch die weltweite Corona-Pandemie, arbeiten aktuell immer mehr Menschen im Home Office. Aus diesem Umstand erfreuen sich auch Videokonferenz-Apps großer Beliebtheit. Eine davon ist Zoom. Sicherheitsexperten fanden in den letzten Wochen jedoch immer wieder neue Sicherheitslücken in der Software . Entwickler Zoom Video Communications kündigte aus diesem Grund einen Drei-Monats-Plan an, in dessen Rahmen die Sicherheitslücken behoben werden sollen. Den Anfang macht das Update auf Version 5.0 , das in dieser Woche ausgeliefert wird.

Eine Neuerung in Zoom 5.0 ist ein Sicherheits-Icon, in dem unterschiedliche Funktionen zusammengefasst sind. Hier können Nutzer etwa Meetings sperren, Teilnehmer entfernen oder Beschränkungen für Screen-Sharing und Chat festlegen. Zoom aktiviert nun außerdem standardmäßig ein Passwort für Meeting. Auch das Waiting Room Feature ist nun nach dem Programmstart automatisch aktiv. Hier können Admins die Meeting-Teilnehmer in einem virtuellen Raum versammeln, bevor die Videokonferenz startet. Viele dieser Maßnahmen sollen gegen das so genannte „Zoombombing“ helfen. Bei dem Phänomen stürmen Fremde Videokonferenzen ohne Passwortschutz und zeigen den Teilnehmern Schock-Videos oder Pornos.

Zoom verbessert außerdem die Verschlüsselung und steigt auf den AES 256-bit GCM Standard um. Teilnehmer können außerdem bestimmen, welche Datencenter die Übertragungsdaten bearbeiten sollen. Damit reagiert Zoom auf Bedenken, denen zufolge die Videokonferenz-Daten über chinesische Server geleitet werden, wo sie möglicherweise ausspioniert wurden. Die heiß ersehnte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bringt Zoom 5.0 zwar noch nicht mit. Neue Sicherheits-Features sind jedoch mit den nächsten Updates zu erwarten.

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