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YouTube verschärft Richtlinien gegen Belästigung

12.12.2019 | 15:51 Uhr | Denise Bergert

YouTube hat seine Community-Richtlinien aktualisiert und will damit noch entschiedener gegen Belästigung vorgehen.

Die Video-Plattform YouTube hat in dieser Woche ihre Community-Richtlinien aktualisiert und will damit weiter verstärkt gegen Belästigung vorgehen. YouTube hat sich eigenen Aussagen zufolge für das Update mit Videoproduzenten sowie unterschiedlichen Organisationen, Journalisten und Experten ausgetauscht. Die neuen Richtlinien sollen Video-Produzenten und Nutzer schützen, ohne dabei die Meinungsfreiheit zu sehr einzuschränken, so YouTube im offiziellen Blogbeitrag .

YouTube will in Zukunft nicht nur Inhalte entfernen, die Nutzer oder Produzenten offen bedrohen, sondern auch gegen verschleierte oder indirekte Drohungen vorgehen. Dazu zählen laut YouTube etwa Videos, in denen Gewalt gegen eine bestimmte Person simuliert wird oder Videos, in denen Sprache verwendet wird, die potenzielle körperliche Gewalt androht. Neben Drohungen wird auf YouTube künftig auch keine herabsetzende Sprache mehr toleriert. Dazu zählen Inhalte, in denen andere Personen aufgrund ihrer ethnischen Herkunft, physischen Merkmale, sexuellen Orientierung, Geschlechtsidentität oder Zugehörigkeit zu einer geschützten Gruppe böswillig beleidigt werden. Kanäle, die wiederholt gegen die neuen Richtlinien verstoßen, können vom YouTube-Partnerprogramm ausgeschlossen oder gekündigt werden.

Neben den Video-Produzenten, nehmen die neuen Community-Richtlinien auch Mitglieder ins Visier, die sich im Kommentarbereich austoben. Hier werden künftig nicht nur Kommentare mit offenen Beleidigungen, sondern auch versteckte Drohungen entfernt. Video-Produzenten bekommen außerdem die Möglichkeit, fragwürdige Kommentare vor der Veröffentlichung zu prüfen und sie zu löschen. Damit soll auf den Kanälen eine positive Gesprächskultur gefördert werden, so YouTube.

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