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Yahoo wird zu Altaba ...und Marissa Mayer geht

10.01.2017 | 11:02 Uhr |

Ende einer Legende: Yahoo nennt sich in Altaba um. Und Yahoo-CEO Marissa Mayer verlässt das Unternehmen.

Yahoo heißt bald Altaba. Und Yahoo-CEO Marissa Mayer verlässt das Unternehmen, sobald Verizon den Großteil von Yahoo übernommen hat. Das sind die Kernaussagen der Börsenpflichtmeldung, die Yahoo jetzt veröffentlicht hat. Neben Mayer verlassen noch einige weitere Manager die Reste des angeschlagenen Internet-Pioniers, die Verizon nicht kauft. Da Verizon Yahoo nicht vollständig übernimmt, muss Verizon Yahoo in zwei Teile aufspalten:

1. Yahoos Internet-Geschäft

Yahoos klassisches Geschäft mit Internet-Suchmaschine, Blogs, Mailservice und anderen Internet-Dienstleistungen übernimmt Verizon nach dem derzeitigen Stand für 4,83 Milliarden US-Dollar (umgerechnet zirka 4,56 Milliarden Euro). Es ist durchaus möglich, dass für diese einer breiten Öffentlichkeit bekannten Internet-Dienste der Name Yahoo zur Marketingzwecken weiter besteht. Ebenso ist denkbar, dass Marissa Mayer (die einst bei Google große Internet-Erfahrung gesammelt hat) in diesem Bereich weiterarbeitet.

2. Beteiligungsgesellschaft/Holding Altaba

Der Teil des heutigen Yahoo-Konzerns, den Verizon nicht übernimmt, wird in Altaba umbenannt. Zu diesen Yahoo-Resten gehören beispielsweise Yahoos Anteile am chinesischen Internet-Konzern Alibaba sowie Yahoo Japan und diverse Patentrechte.

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Skandale gefährden Übernahme

Verizon besitzt mit AOL bereits einen Internet-Pionier. Marktbeobachter gehen davon aus, dass Verizon dieses Standbein durch die Übernahme von Yahoo stärken will, um damit Google und Facebook besser Paroli bieten zu können im Kampf um die Marktanteile im Internet. Verizon wäre nach der Übernahme der drittgrößte Player bei der Internet-Werbung, hinter Google und Facebook.

Die Übernahme von Yahoo durch Verizon ist aber noch keineswegs abgeschlossen. Verizon will für Yahoo eine Milliarde Dollar weniger zahlen, weil Yahoo Unmengen von Kundendaten an Hacker verloren hat. Yahoo hält sogar den zweifelhaften Rekord von einer Milliarde gestohlener Kundendaten. Außerdem durchsuchte Yahoo im Auftrag von US-Geheimdiensten die Mailkonten seiner Nutzer.

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