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Yahoo-Mitarbeiter durchsuchte Nutzer-E-Mails nach Nacktbildern

02.10.2019 | 15:57 Uhr | Denise Bergert

In einem aktuellen US-Gerichtsverfahren drohen einem ehemaligen Yahoo-Mitarbeiter bis zu fünf Jahre Gefängnis.

Der ehemalige Yahoo-Mitarbeiter Daniel Reyes Ruiz steht derzeit in Kalifornien vor Gericht . Der Programmierer soll seine Zugriffsrechte und seine Qualifikationen bei Yahoo widerrechtlich dazu eingesetzt haben, um auf die Accounts von Nutzern zuzugreifen. Ruiz soll die E-Mail-Passwörter von vorzugsweise jungen Nutzerinnen geknackt haben, um so Zugriff auf ihren E-Mail-Account bei Yahoo zu bekommen. Neben fremden Nutzerinnen zählen laut der Anklageschrift auch Arbeitskolleginnen und Freundinnen von Ruiz zu den Opfern.

Ruiz soll in den E-Mail-Accounts von mehr als 6.000 Yahoo-Nutzern gewühlt haben – auf der Suche nach Nacktbildern und freizügigen Videos. Unklar ist jedoch noch, ob er durch seine Mitarbeiter-Privilegien – wie etwa durch den Zugriff auf Passwörter oder Account-Recovery-Keys – in die E-Mail-Accounts eindringen konnte, oder ob ihm das Wissen um Yahoos Sicherheitsvorkehrungen das Hacken einfacher gemacht hat.

Ruiz hat den Vorwürfen zufolge nicht nur in den E-Mails nach freizügigen Inhalten gewühlt, sondern sich durch die E-Mail-Postfächer auch Zugriff auf andere Nutzer-Accounts bei Dropbox, Gmail, iCloud oder Facebook verschafft. Yahoo war auf verdächtige Aktivitäten in Ruiz-Mitarbeiter-Account aufmerksam geworden und überwachte den 34-Jährigen daraufhin. Das Unternehmen fand auf seiner Festplatte unzählige Fotos und Videos von Nutzerinnen. Das Urteil für Ruiz wird spätestens im Februar 2020 erwartet. Ihm drohen für unerlaubte Computerzugriffe und dem Abhören von Kommunikation bis zu fünf Jahre Haft und eine maximale Geldstrafe in Höhe von 250.000 US-Dollar.

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