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Xiaomi auf "schwarzer Liste": Lohnt sich der Smartphone-Kauf noch?

23.01.2021 | 11:40 Uhr | Denise Bergert

Xiaomi wurde von der Trump-Regierung auf eine "schwarze Liste" gesetzt. Wirkt sich das genau so aus wie bei Huawei?

In der vergangenen Woche wurde das chinesische Unternehmen Xiaomi von der US-amerikanischen Trump-Regierung auf eine "schwarze Liste " gesetzt . Auf dieser schwarzen Liste stehen Unternehmen, die laut der Trump-Administration "kommunistisch-chinesische Militärunternehmen" sind. Ereilt Xiaomi damit dasselbe Schicksal wie Huawei? Nicht ganz, denn während Huawei sogar von Netzausrüstern abgeschnitten ist und seine neuen Smartphone-Modelle nicht mehr mit Google-Diensten ausliefern darf, trifft es Xiaomi vorerst nicht so hart .

Die Aufnahme in die schwarze Liste bedeutet für Xiaomi vorerst nur, dass US-Unternehmen nicht mehr in das chinesische Unternehmen investieren dürfen. US-Investoren wurden in einer der letzten Maßnahmen des scheidenden US-Präsidenten Donald Trump aufgefordert, ihre Xiaomi-Anteile bis November abzustoßen. Die Xiaomi-Aktie verlor daraufhin mehr als zehn Prozent an der Hongkonger Börse. Auch die Anteile von Xiaomi-Zulieferern bekamen die Konsequenzen der Sanktionen zu spüren.

Zum derzeitigen Zeitpunkt können Kunden also noch bedenkenlos Smartphones von Xiaomi kaufen. Die Hard- und Software des Herstellers ist nicht von den Sanktionen betroffen. Das Unternehmen darf auf weiterhin Hard- und Software-Technologien von US-Unternehmen nutzen. Den Play Store und Google Dienste wird es also auch weiterhin auf Xiaomi-Smartphones geben, Android-Updates ebenfalls. Unklar ist, ob die US-Regierung unter dem neuen Präsidenten Joe Biden die Sanktionen gegen China aufheben wird. Sollte sich der Handelskrieg mit der Volksrepublik weiter verschärfen, könnten auch für Xiaomi härtere Strafen drohen. Diese Situation zeichnet sich jedoch zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht ab.

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