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Xbox Series X: Raytracing für Entwickler eher optional

21.08.2020 | 16:48 Uhr | Michael Söldner

Viele Entwickler scheuen den Einsatz von Raytracing, weil sie Performance-Einbußen in ihren Spielen befürchten.

Zu den wichtigsten Neuerungen der neuen Konsolengeneration gehört Raytracing. Erstmals lässt sich auf Playstation 5 und Xbox Series X globale Beleuchtung in Echtzeit berechnen. Bislang ist dies nur auf dem PC mit teuren Grafikkarten in ausgewählten Spielen möglich. Dennoch stößt das Feature bei Entwicklern offenbar nicht nur auf Gegenliebe. In einem Gespräch erklärte Mark Grossmann, Xbox Series X-Architekt bei Microsoft, dass sich viele Spielemacher lieber auf Techniken verlassen wollen, die schon seit Jahrzehnten zum Einsatz kommen. Diese klassischen Rendermethoden wurden in den letzten Jahren deutlich verbessert und sorgen entsprechend kaum für einen Performance-Verlust.

Raytracing hingegen beansprucht die Hardware der neuen Konsolen deutlich. Viele Entwickler befürchten mögliche Einschränkungen beim restlichen Design ihres Spiels, wenn sie sich zu sehr auf die globale Beleuchtung im Spiel verlassen. Entsprechend wollen viele Spielemacher Raytracing nur für bestimmte Oberflächen oder Objekte verwenden, den Großteil des Spiels aber mit klassischen Rendermethoden bestreiten. Dazu kommt wohl auch der Umstand, dass viele Spiele gleichzeitig für die alte und die neue Konsolengeneration entwickelt werden. Raytracing stünde dann nur auf den kommenden Plattformen zur Verfügung, während Xbox One und PS4 grundsätzlich eh ohne Raytracing auskommen müssen.

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