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Xbox Series X: Hardware-Specs enthüllt - plus Demo-Videos

16.03.2020 | 15:51 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Microsoft enthüllt die Hardware-Specs der Xbox Series X. Da können Gaming-PCs im Wert von 1.000 Euro einpacken!

Erst Ende Februar 2020 hatte Microsoft erklärt, dass die Xbox Series X über eine GPU-Leistung von 12 Teraflops verfügen wird. Nun enthüllt Microsoft in einem ausführlichen Blog-Eintrag alle technischen Details zu seiner nächsten Spielekonsole-Generation und liefert als Zugabe auch noch zwei Technik-Demo-Videos, mit denen die Leistung demonstriert wird.

Bei der Entwicklung der Xbox Series X, so Microsoft, standen drei Hauptaspekte im Vordergrund: Leistung, Geschwindigkeit und Kompatibilität. Das Ziel sei es dabei auch gewesen, den Entwicklern von Spielen die Möglichkeit zu geben, ihre Games in 4K und 60 Bildern pro Sekunde und sogar - mit Einschränkungen sogar bis zu - 120 Bildern pro Sekunde zu realisieren. Inklusive Raytracing-Unterstützung. Ein neues Controller-Protokoll soll dafür sorgen, dass die Signale des Spielers schneller als bisher die Spielekonsole erreichen. Die Ladezeiten sollen durch den Einsatz eines speziell angepassten SSD-Laufwerks so weit wie möglich reduziert werden. Weitere Details hierzu finden Sie hier in unserem Beitrag.

Xbox Series X: Die Hardware-Specs

Viel interessanter ist noch, dass Microsoft nun zum ersten Mal enthüllt, welche Technik genau in der Xbox Series X steckt. Und hier sind die Details:

  • CPU-Leistung: 8 Kerne @ 3,78 GHz (3,66 GHz mit Simultaneous Multithreading, wobei zwei Threads pro Kern abgearbeitet werden können); angepasste AMD Zen 2 CPU

  • GPU-Leistung: 12 Teraflops mit 52 CUs @ 1,825 GHz; Angepasste AMD RDNA 2 GPU

  • Größe und Fertigungstechnik des SoC: 360,45 Quadratmillimeter; 7 Nanometer

  • Arbeitsspeicher: 16 Gigabyte GDDR6 mit 320 Bit breitem Speicherinterface

  • Arbeitsspeicherbandbreite: 10 GB @ 560 GB/s und 6 GB @ 336 GB/s

  • Interner Speicher: 1 TB angepasste NVME SSD

  • I/O Datendurchsatz: 2,4 GB/s (Raw); 4,8 GB/s (komprimiert)

  • Speichererweiterung: 1 TB Expansion Card

  • externe Speichererweiterung: USB 3.2 für externe HDD-Festplatten

  • optisches Laufwerk: 4K UHD Blu-Ray-Laufwerk

  • Performanceziel: 4K @ 60 FPS; bis zu 120 FPS

Xbox Series X kann es mit Gaming-PC im Wert von 1.000 Euro aufnehmen!

Die CPU-Leistung vervierfacht sich im Vergleich zur Xbox One. Die Grafikleistung mit 12 TFLOPS verachtfacht sich im Vergleich zur Xbox One und verdoppelt sich im Vergleich zur Xbox One X. Und auch beim Grafikspeicher hat Microsoft noch eine Schippe draufgelegt: Es gibt schnelles GDDR6-RAM und statt 12 satte 16 Gigabyte. Allerdings stehen nur 10 GB für Grafikberechnungen zur Verfügung, der Rest von 6 GB ist für den Arbeitsspeicher (3,5 GB) und das Betriebssystem (2,5 GB) reserviert. Und auch der Datenaustausch mit externen Datenträgern dürfte dank bis zu 2,4 GB/s deutlich flotter ablaufen als bei der Xbox One.

Für einen halbwegs vergleichbar ausgestatteten PC mit AMD Ryzen 7 3700X, AMD Radeon VII 16GB HBM2, NVMe-SSD mit 1 TB und BD-Player müsste man allein für die Hardware 1000 Euro hinblättern. Insofern ist es echt krass, was Microsoft da für voraussichtlich 499 Euro auffährt!

Massiv beschleunigte Ladezeiten und Quick-Resume-Funktion

In dem folgenden Video demonstriert Microsoft die Ladezeiten der Xbox Series X im Vergleich zu denen der Xbox One X. Konkret am Beispiel von State of Decay 2. Auf der Xbox Series X ist das Spiel bereits nach etwa 8 Sekunden geladen, während auf der Xbox One X um die 50 Sekunden vergehen.

In dem zweiten Video stellt Microsoft die neue Quick-Resume-Technik der Xbox Series X vor, die nicht nur mit neuen Xbox-Series-X-Titeln funktioniert, sondern auch bei abwärtskompatiblen Xbox-One-, Xbox-360- und Xbox-1-Spielen genutzt werden kann.

Über die Quick-Resume-Technik können mehrere Spiele in einen Schlummerzustand versetzt werden, wodurch sich bei einem späteren Start die Ladezeiten noch stärker verringern. Bei der aktuellen Xbox-Generation ist der Schlummermodus nur für ein Spiel verfügbar.

Im konkreten Beispiel vergehen nur knapp 6 Sekunden, ehe ein Rennen in Forza Motorsport 7 fortgesetzt werden kann.  Dabei wird das zuvor gespielte Spiel - State of Decay 2 - in den Schlummermodus versetzt. Der Wechsel zur Xbox-One-Version von Ori - The Blind Forerst (Definitive Edition) dauert nur 3 Sekunden und ebenso flott kann zum Xbox-360-Titel The Cave gewechselt werden. Dann wird auch noch zu Hellblade gespielt. Am Ende der Demo wird dann wieder zu State of Decay 2 gewechselt und das Spiel ist nach knapp 5 Sekunden wieder bereit zum Spielen, genau an der Stelle, wo man aufgehört hatte.

Wie viele Spiele in den Quick-Resume-Modus versetzt werden können, verrät Microsoft weiterhin nicht. Aber der Tech-Demo zufolge funktioniert es aber mit mindestens 5 Spielen...

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