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Xbox Game Pass kommt für Windows-PCs - endlich!

31.05.2019 | 09:21 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Microsoft hat die Spiele-Flatrate Xbox Game Pass für PCs angekündigt. Über 75 Publisher steuern ihre Spiele bei.

Microsoft hat eine Windows-PC-Variante von Xbox Game Pass angekündigt. Für die Xbox One ist die Spieleflatrate Xbox Game Pass bereits seit knapp zwei Jahren erhältlich. Die Mitglieder des Dienstes erhalten für ihren monatlichen Beitrag von etwa 10 Euro vollständigen Zugriff auf mittlerweile hunderte Spiele, darunter vom ersten Tag an alle neuen Titel, die von Microsoft-Studios selbst entwickelt werden, wie etwa Forza Horizon 4, Sea of Thieves, Crackdown 3 oder State of Decay 2.

Spiele der Microsoft-Studios in der Xbox-Game-Pass-Bibliothek, die auch für Windows-PCs erhältlich sind, waren bisher schon im Xbox Game Pass enthalten, so dass die Xbox-One-Besitzer die Spiele nicht nur auf ihrer Konsole, sondern auch über den Microsoft Store in Windows 10 kostenlos spielen dürfen.

Microsoft Store: Win32-Unterstützung für Spiele kommt

Microsoft will sein, nennen wir es mal, "Netflix für Spiele", nun deutlich attraktiver für Windows-Gamer machen. Dadurch wird sicherlich auch der in Windows 10 integrierte Microsoft Store und die dort enthaltene Spielerubrik künftig attraktiver. Mit der Einführung von Xbox Game Pass für PCs wird es dafür eine wichtige Änderung für Spiele geben, die über den Microsoft Store für Windows 10 erhältlich sind.

Bisher dürfen über den Microsoft Store nur Universal-Windows-Apps von Entwicklern angeboten werden. Microsoft hebt diese Sperre auf und gestattet künftig auch den Vertrieb von Win32-Anwendungen. Für Entwickler entfällt damit der Aufwand, ihre Spiele erst mal anpassen zu müssen. Sie können damit ihre Win-32-Spiele direkt über den Microsoft Store alternativ zu Steam, Epic Games Store & Co. anbieten. Oder in Kooperation mit Microsoft über die Spiele-Flatrate Xbox Game Pass für PCs.

Zum Start von "Xbox Game Pass for PC" wird die Spiele-Bibliothek laut Angaben von Microsoft mehrere 100 "hochqualitative" PC-Spiele für Windows 10 enthalten. Zu den Publishern, die sich beteiligen, gehören Bethesda, Deep Silver, Devolver Digital, Paradox Interactive und Sega. Insgesamt seien bereits über 75 Spiele-Entwicklerstudios und Publisher beteiligt. Jeden Monat soll eine Vielzahl an Spielen aus unterschiedlichen Genres der Spiele-Flatrate hinzugefügt werden.

Zu erwarten ist, dass zum Start über "Xbox Game Pass für PC" viele Spiele unter Windows 10 spielbar sein werden, die bisher nur auf der Xbox One verfügbar waren. Wie - und da raten wir mal - Fallout 4 von Bethesda oder Just Cause 4 von Square Enix. Hinzu kommen auch sicherlich Spiele von InXile und Obsidian, wie Pillars of Eternity und Wasteland 2. Die beiden Studios gehören mittlerweile zu der Microsoft-Familie und die Xbox-One-Varianten der genannten Spiele waren auch schon im Xbox-Game-Pass-Abo enthalten. Die Windows-Varianten der Spiele waren aber wegen der bisherigen UWP-Pflicht im Microsoft Store nicht für Windows 10 verfügbar.

Weitere Details zu Xbox Game Pass für Windows-PCs will Microsoft auf seiner Pressekonferenz zum Start der Spielemesse E3 in Los Angeles verraten, die am Sonntag, den 9. Juni 2019 stattfinden wird.

Mehr Microsoft-Spiele auf Steam

Microsoft hat außerdem angekündigt, dass es künftig auch mehr Spiele seiner Spieleentwickler auf anderen Plattformen, wie Steam, zum Verkauf anbieten wird. Diese Ankündigung ist für alle Gamer interessant, die Spiele wie Halo und Forza mögen, aber eine Abneigung gegen den Microsoft Store haben.

Fazit: Steam & Co. erhalten eine starke Konkurrenz

Microsoft war mit dem Xbox Game Pass für die Xbox One ein kleiner Coup gelungen, der die Spielebranche verändert hatte. Erst mit Verzögerung zog Electronic Arts mit Origin Access Premier nach und Sony besserte bei seinem Dienst Playstation Now nach. Auch Ubisoft will angeblich demnächst eine eigene Spiele-Flatrate ankündigen.

Mit Xbox Game Pass für PCs könnte Microsoft für ein ähnliches Erdbeben auf der Windows-10-Plattform sorgen. Dazu besitzt Microsoft die notwendige Erfahrung und vor allem die finanziellen Mittel, um dem Dienst auch unter Windows 10 zu einem Erfolg zu verhelfen. Dabei bleibt es spannend zu sehen, wie Steam auf diese Entwicklung reagiert.

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