240081

Windows lässt sich nicht teilen

04.03.2002 | 13:19 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Microsoft baut schon einmal vor und erklärte sich jetzt außerstande, Windows XP oder Windows 2000 im Sinne der Kartellwächter umzuarbeiten. Außerdem sähen sich die Redmonder dann ebenfalls außer Stande, neue Betriebssystem zu entwickeln. Faktisch sei Microsoft gezwungen, Windows XP und Windows 2000 vom Markt zu nehmen.

Die Kartellbehörden fordern, dass Microsoft seine Betriebssysteme in verschiedenen Versionen mit und ohne einige Schlüsselprogramme wie den Internet Explorer oder den Instant Messanger anbieten soll. Dadurch solle mehr Wettberwerb ermöglicht und die monopolähnliche Stellung von Microsoft abgebaut werden.

Die US-Bundesstaaten zeigen sich von der Drohung durch Microsoft jedoch wenig beeindruckt. Microsoft möchte mit seiner Drohung nur den Weltuntergang an die Wand malen. Tatsächlich sei die Aufspaltung des Betriebssystems kein Problem und sogar notwendig, um den Wettbewerb auf dem Software-Markt wieder herzustellen.

Das Redmonder Unternehmen sieht in der Aufsplittung von Windows ganz im Gegenteil einen Nachteil für die Software-Branche und für die Verbraucher. Zur Bekräftigung seiner Position will die Bill-Gates-Company kleine und mittlere Software-Unternehmen als Zeugen anführen. Auch eine Reihe führender Microsoft-Manager und Bill Gates selbst wollen hierzu vor Gericht aussagen.

Kartell-Prozess: Microsoft macht Zugeständnisse (PC-WELT Online, 01.03.2002)

Microsoft soll Windows-Quellcode offen legen (PC-WELT Online, 14.02.2002)

Kartellprozess: Bill Gates tritt erstmals direkt als Zeuge auf (PC-WELT Online, 11.02.2002)

PC-WELT Marktplatz

240081