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Windows Defender soll Intel-Prozessoren ausbremsen

01.07.2022 | 14:38 Uhr | Michael Söldner

Der in Windows 10 und Windows 11 integrierte Virenschutz soll speziell Intel-CPUs langsamer machen.

Wer einen Rechner mit Windows 10 oder Windows 11 betreibt, kann sich mit dem vorinstallierten Windows Defender vor Schädlingen und Viren schützen. Dieser Schutz kann durchaus mit den kostenpflichtigen Konkurrenten mithalten. Ist jedoch im Rechner auch eine Intel-CPU verbaut, so kann der Defender diese ausbremsen. Zu diesem Schluss kommt der Software-Entwickler Kevin Glynn . Durch einen Bug sollen Intel-CPUs ab der neunten Generation sowohl unter Windows 10 als auch unter Windows 11 langsamer arbeiten.

Sechs Prozent weniger Performance

Der Verlust bei der Performance soll bei einem Intel Core i9-10850K bei sechs Prozent im Cinebench liegen. Durch einen Fehler schaltet sich der Windows Defender immer wieder ein und schaltet dabei in einen falschen Modus. Der Software-Entwickler rät, das von ihm entwickelte Throttle Stop 9.5 zu installieren. Darin findet sich eine Funktion namens “Windows Defender Boost“, die das Problem beheben soll. Alternativ kann auch der Echtzeitschutz des Defenders deaktiviert werden. Dies geht jedoch mit erheblichen Sicherheitsrisiken einher.

Update muss Problem beheben

Prozessoren von AMD sind vom dem Bug nicht betroffen. Nun liegt es an Microsoft, den Fehler im Windows Defender zu entfernen. Wann Microsoft ein solches Update bereitstellt, bleibt offen. Es ist außerdem fraglich, inwieweit der Bug im alltäglichen Betrieb oder beim Spielen zum Tragen kommt. Im Falle des Benchmarks Cinebench kostet der Fehler jedoch etwas Performance. An einer Lösung dürfte demnach auch Intel interessiert sein, schließlich dienen die Benchmark-Ergebnisse für viele Käufer als grobe Orientierung.

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