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Windows-7-Ende kostet NRW knapp 1,3 Millionen

06.02.2020 | 16:45 Uhr | Michael Söldner

Für Sicherheitsupdates nach dem Support-Ende von Windows 7 muss das Land NRW über eine Million Euro zahlen.

Das Support-Ende von Windows 7 am 14. Januar 2020 war lange bekannt. Dennoch gelang es nicht allen Behörden in Deutschland, rechtzeitig auf eine neue Version des Betriebssystems umzusteigen. Als Ergebnis müssen viele Bundesländer für die weitere Auslieferung von Sicherheitsupdates hohe Summen an Microsoft zahlen. Im Falle des Landesregierung von Nordrhein-Westfalen belaufen sich die Kosten auf fast 1,3 Millionen Euro . Dies liege daran, dass in allen Ressorts bis auf die Staatskanzlei noch Windows 7 zum Einsatz kommt. Bekannt wurden die Update-Kosten nach einer Anfrage der SPD-Fraktion an Lutz Lienenkämper (CDU), den Finanzminister von NRW. 

Nach Angaben der Rheinischen Post seien von den rund 150.000 Computer der deutschen Landesbehörden bis zum 14. Januar 2020 noch 15 Prozent mit Windows 7 ausgestattet gewesen. Besonders hart traf es die Landesregierung von Berlin. Dort seien in der Verwaltung noch fast 18.000 Rechner mit Windows 7 im Einsatz. Diese Zahl wirkt groß, doch dagegen stehen bereits 67.000 Rechner, die in der Bundeshauptstadt schon aktualisiert wurden. Trotz zehnjähriger Betreuung von Windows 7 durch Microsoft kam das Support-Ende für viele Behörden offenbar doch zu schnell. Für Privatanwender gibt es keine Möglichkeit, weitere Sicherheitsupdates für Windows 7 gegen eine Zahlung zu erhalten. Hier bleibt nur das Update auf Windows 10 oder ein anderes Betriebssystem.

Support-Aus für Windows 7: So klappt der Umstieg

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