2592059

Windows 11: Gratis oder nicht? So viel könnte es kosten

19.06.2021 | 15:50 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Die Windows-11-Vorstellung rückt näher und damit auch die wichtige Frage: Wird Windows 11 etwas kosten? Der Versuch einer Antwort.

Am 24. Juni 2021, ab 17 Uhr wird Microsoft die nächste Windows-Version vorstellen und es gibt immer mehr Hinweise darauf, dass auf Windows 10 ein "Windows 11" folgen wird. Damit verdichten sich die Hinweise auch darauf, dass wohl die letzten Monate und Jahre von Windows 10 eingeläutet werden.

Wir haben auch schon eine Vorabversion von Windows 11 erhalten und ausprobiert. Hier finden Sie unser Hands-On: Windows 11 angetestet: Hier alle Infos und Screenshots. Nachfolgend sehen Sie auch unser Video:

Im Internet ist ein Windows-11-Leak in Form eines Installations-Images einer Developer Preview aufgetaucht, die wir uns genauer angesehen haben. Eigentlich sollte Windows 11 ja nie erscheinen - stattdessen wollte Microsoft Windows 10 stetig weiterentwickeln. Jetzt offenbar die Kehrtwende: Am 24. Juni wird Microsoft wohl tatsächlich Windows 11 offiziell vorstellen. Was sich alles getan hat und warum wir von dieser frühen Version eher enttäuscht sind, erfahrt Ihr in diesem Video.

► Alle Infos zum Windows-11-Leak zum Nachlesen: www.pcwelt.de/ratgeber/Windows-11-im-ersten-Test-Windows-10-Nachfolger-geleakt-11046153.html

00:00 Intro
00:40 Installation der Windows 11 Developer-Preview
01:14 Konfigurations-Assistent im neuen Design
02:33 Der neue Windows-11-Desktop
03:15 Das neue Windows-11-Startmenü
04:18 Versions-Check mit winver.exe
04:32 Neues im Windows-Explorer
04:56 Gibt's die Systemsteuerung noch?
05:39 Windows-Startsound wieder aktiviert
06:01 So klingt der neue Windows-Startsound
06:30 Windows Dashboard
07:25 Fazit

► Zum PC-WELT T-Shirt-Shop:
www.pcwelt.de/fan

Mehr zu den Hinweisen auf Windows 11 lesen Sie auch in unseren Artikeln:

Der gut vernetzte Technik-Journalist Zac Bowden hat kürzlich über Twitter mitgeteilt, dass Microsoft intern bereits einen RTM von Windows 11 testet, der die runde Build-Nummer 22000 trägt. Exakt diese Version könnte dann auch am 24. Juni der Öffentlichkeit vorgestellt werden und dann in naher Zukunft auch erscheinen. Windows 10 trug bei Veröffentlichung im Juli 2015 die Build-Nummer 10240, die sich dann mit jeder Halbjahres-Version erhöhte, wie etwa auf Build 19041 mit Windows 10 Version 2004 (Windows 10 Version 20H1). Die Erhöhung fiel dann immer geringer aus: Es folgten Build 19042 (Version 20H2) und Build 19043 (Version 21H1).

Windows 11 nicht gratis, aber wohl doch umsonst für die meisten

Eine wichtige Frage, die sich aber die Windows-10-Nutzer sicherlich jetzt stellen, ist: Wird Windows 11 etwas kosten? Wir glauben: Jein.

Offiziell hat sich Microsoft hierzu noch nicht geäußert, was uns etwas Raum für Spekulationen lässt. Wir gehen davon aus, dass die Nutzer tatsächlich für Windows 11 bezahlen müssen, aber mit einer wichtigen Einschränkung: Zum Start wird auf absehbare Zeit kein Windows-10-Nutzer Geld für Windows 11 bezahlen müssen.

Tipp: Kurzzeitig Windows 10 Pro für nur 49,99 Euro erhalten

Ähnlich wie seinerzeit zum Start von Windows 10 wird es eine Gratis-Upgrade-Möglichkeit für Nutzer geben, die Windows 10 bereits im Einsatz haben. Das liegt schließlich auch im Interesse von Microsoft, denn schließlich sollen möglichst viele Nutzer schnell dazu gebracht werden, zur neuen Windows-Version zu wechseln.

Alle, die Windows 11 aber neu kaufen, müssen dafür bezahlen. Fakt ist: Windows 10 hat seit 2015 mit unzähligen Gratis-Updates viele neue Funktionen erhalten und wurde auch mit der Zeit stark modernisiert. Damit hat Windows 10 auch mehr Funktionsupdates erhalten, als die vorherigen Windows-Versionen, deren Lebenszyklen kürzer ausfielen.

Mit "Sun Valley" erhält die Windows-Plattform ihr nächstes großes Update, welches bei den Endanwendern in Form von Windows 11 auf den Rechnern landen wird. Für Unternehmen bleibt vorerst Windows 10 aktuell, hier muss also nicht zu einer neuen Windows-Version gewechselt werden. Das macht auch Sinn, denn Windows 11 wird vor allem Neuerungen enthalten, von denen Endanwender profitieren, die Windows zum Spielen, Lernen, Surfen, Entertainment oder aus anderen eher privaten Gründen nutzen.

So viel dürfte Windows 11 kosten

Die Preise für Windows 11 dürften bei den Preisen liegen, die aktuell Microsoft bereits für die Update-Versionen von Windows 10 verlangt, also:

  • Windows 10 Home für 145 Euro

  • Windows 10 Pro für 259 Euro

  • Windows 10 Pro für Workstations für 439 Euro

Es geht auch günstiger, wie unser exklusives Angebot beweist, bei dem Sie Windows 10 Pro kurze Zeit für nur 49,99 Euro erhalten.

Die meisten Nutzer werden Windows 11 wohl ohnehin über den Kauf eines neuen PCs oder Laptops erhalten. Windows 11 bietet schließlich auch den Geräteherstellern eine gute Gelegenheit, neue Geräte auf den Markt zu bringen, was sich positiv auf die PC-Verkaufszahlen auswirken wird.

Windows 10 Support endet im Jahr 2025

Der Lebenszyklus-Seite für Windows 10 ist zu entnehmen, dass Microsoft den Support für Windows 10 Home und Windows 10 Pro am 14. Oktober 2025 einstellen wird. Diese Information ist nicht neu - und es entspricht dem normalen Microsoft-Lebenszyklus von 10 Jahren. Nach unseren Recherchen ist das auf der Lebenszyklus-Seite genannte "Deaktivierungsdatum" nicht neu, sondern wird da schon seit langer Zeit angezeigt.

Die erste Version von Windows 10 erschien am 29. Juli 2015. Gemäß dem von Microsoft genannten Termin soll Windows 10 damit 10 Jahre, 2 Monate und 15 Tage später "beerdigt" werden. In dem Zusammenhang teilt Microsoft aber auch mit: Es wird bis zum 14. Oktober 2025 weiterhin mindestens ein halbjährliches Windows-10-Update geben.

Microsoft spricht von "Deaktivierungsdatum", in der englischen Originalfassung des Support-Eintrags ist - weniger dramatisch - von "Retirement Date" ("Ruhestandsdatum") die Rede: Es ist davon auszugehen, dass Windows 10 ab dann keine Sicherheits-Updates mehr erhalten wird. Eventuell verlängert Microsoft aber noch mal die Frist, zumindest was die Bereitstellung solcher Sicherheitsupdates angeht. Oder es werden Maßnahmen ergriffen, die sicherstellen sollen, dass nach dem Stichtag keine Windows-10-Nutzer mehr existieren.

Für die Halbjahres-Updates gelten konkretere Support-Endtermine. Aktuell nennt Microsoft die folgenden Stichtage:

  • Windows 10 Version 21H1 (verfügbar seit: 18.5.2021): 13.12.2022

  • Windows 10 Version 20H2 (verfügbar seit: 20.10.2020): 5.10.2022

  • Windows 10 Version 2004 (verfügbar seit: 27.05.2020): 14.12.2021

  • Windows 10 Version 1909 (verfügbar seit: 12.11.2019): 11.5.2021

Bei allen früheren Windows-10-Versionen wurde der Support bereits eingestellt.

PC-WELT Marktplatz

2592059