2652826

Windows 11: Neues Sicherheits-Feature verlangt Neuinstallation

06.04.2022 | 11:02 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Windows 11 erhält mit "Smart App Control" eine neue Sicherheitsfunktion. Es gibt aber einen Haken.

Microsoft hat bei seinem Event "future of hybrid work" am Dienstagabend eine Reihe neuer Funktionen für Windows 11 angekündigt, zu denen Explorer-Tabs gehören, die wir Ihnen hier vorstellen. Einen konkreten Starttermin nannte Microsoft nicht, wir rechnen mit einer Verfügbarkeit zum Herbst-Update 22H2 für Windows 11.

Zusätzlich wird es mit "Smart App Control" auch eine völlig neue Sicherheitsfunktion in Windows 11 geben, die die Anwender besser vor Gefahren beim Surfen und Arbeiten an Windows-11-Rechnern schützen soll.

Allerdings hat "Smart App Control" einen Haken: Nur auf neu gekauften Windows-11-Rechnern wird die Sicherheitsfunktion direkt aktiviert sein. Wer Windows 11 bereits installiert hat und auf eine neue Windows-11-Version mit "Smart App Control" aktualisiert, der kann diese Funktion nicht nutzen oder aktivieren. Erst nach einer kompletten Neuinstallation von Windows 11 kann  nämlich "Smart App Control" verwendet werden.

So soll "Smart App Control" die Windows-11-Nutzer schützen

Mit "Smart App Control" fügt Microsoft eine neue Sicherheitsebene ein, nachdem in Windows 11 bereits mit den geänderten Hardware-Anforderungen und dem damit verbundenen TPM-Zwang die Sicherheit erhöht worden ist.

"In einer zukünftigen Version von Windows 11 werden Sie bedeutende Sicherheitsupdates sehen, die durch die Kombination von moderner Hardware und Software noch mehr Schutz vom Chip bis hin zur Cloud bieten", erklärt David Weston (Microsoft Vice President for Enterprise & OS Security) in diesem Blog-Beitrag.

Dazu gehöre "Smart App Control" als eine "wichtige Verbesserung" im Sicherheitsmodell von Windows 11. "Smart App Control" läuft ständig im Hintergrund und überwacht alle laufenden Applikationen oder Anwendungen, die der Anwender versucht zu installieren. Anhand von Bedrohungsdaten, die Microsoft über verschiedene Kanäle hinweg selbst sammelt, wird eine potenzielle Bedrohung frühzeitig festgestellt und durch "Smart App Control" eliminiert.

Eine ähnliche Technik setzt Microsoft mit "SmartScreen" bereits in seinem Browser Edge ein, um die Nutzer vor schädlichen Websites zu schützen. Wenn die etwa versuchen, auf Rechnern Malware zu installieren oder PCs für Phishing-Attacken zu missbrauchen.

"Geräte, auf denen frühere Versionen von Windows 11 laufen, müssen zurückgesetzt werden und eine Neuinstallation von Windows 11 erhalten, um diese Funktion nutzen zu können", fügt Weston hinzu.

Windows 11 erhält noch weitere Sicherheitsfunktionen

Neben "Smart App Control" wird Microsoft noch weitere Sicherheitsfunktionen in Windows 11 hinzufügen, die das Ziel haben, die Nutzer besser vor jeglichen Angriffen zu schützen. Mit Microsoft Defender Smartscreen gibt es etwa einen Schutz vor Phishing-Angriffen. Dazu gehört auch, dass Windows 11 künftig feststellen kann, ob die Windows-Kontoinformationen an einen Ort gesendet wurden, wo sie nicht hingehören. Der Nutzer soll dann durch Windows 11 sofort gewarnt werden, dass seine Kontoinformationen kompromittiert sein könnten.

Außerdem soll es eine stärkere Verschlüsselung auf Windows-11-Geräten geben, wobei der Ankündigung von Microsoft nicht zu entnehmen ist, ob nur Windows 11 für Unternehmen diese Verbesserung erhält oder auch die Windows-11-Versionen für Privatnutzer (also Windows 11 Home und Windows 11 Pro).

Microsoft will zusätzlich auf mehr Geräten "Hypervisor-Protected Code Integrity (HVCI)" aktivieren. HVCI soll dabei helfen, Treiber zu sichern und so verhindern, dass Malware geladen werden kann.

PC-WELT Marktplatz

2652826