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Windows 11: Microsoft will Boot-HDDs abschaffen

09.06.2022 | 15:45 Uhr | Michael Söldner

Microsoft will Herstellern von Windows-Rechnern angeblich ab 2023 verbieten, eine HDD als Boot-Medium zu nutzen.

In den meisten neuen Windows-Rechnern ist eine SSD als Boot-Laufwerk verbaut. Teils setzen Hersteller auf den M.2-Standard oder verbauen stattdessen die als veraltet geltenden SATA-Modelle. Klassische Festplatten finden sich zwar auch noch in einigen neuen Computern, diese dienen aber meist nur als Datengrab. Offenbar will Microsoft es den Herstellern von Windows-11-Computern ab dem Jahr 2023 verbieten, eine HDD als Boot-Medium in neuen Rechnern zu nutzen. Dies geht aus einem Bericht der Speicher-Analyse-Firma Trendfocus hervor. Demnach sollen Hardware-Partner von Microsoft ab dem kommenden Jahr dazu verpflichtet werden, eine SSD als Boot-Medium in Rechnern mit Windows 11 zu verbauen.

SSD nicht in den Hardware-Anforderungen gelistet

Interessanterweise findet sich in den Hardware-Anforderungen für Windows 11 nicht konkret eine SSD als Boot-Laufwerk. Stattdessen wird darin nur ein Datenträger mit mindestens 64 GB Speicherplatz genannt. Entsprechend sei von Herstellern versucht worden, die von Microsoft gesetzte Deadline nach hinten zu verschieben. Microsoft will mit diesem Schritt vermutlich die Verbreitung der Techniken DirectStorage und Windows Subsystem for Android erhöhen. Diese setzen auf eine SSD, sind aber für die Nutzung von Windows 11 nicht zwingend notwendig.

Nur in Schwellenländern relevant

In Anbetracht der deutlich höheren Performance einer SSD als Boot-Laufwerk ist der Schritt von Microsoft zu verstehen. Lediglich in Schwellenmärkten erscheinen noch preiswerte Computer, die auf eine klassische Festplatte als Boot-Medium setzen. In den meisten neuen Computern ist eine SSD mit 256 GB verbaut, eine Erhöhung auf 512 GB würde nach Ansicht von Trendfocus die Preise von neuen PCs zu stark erhöhen.

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