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Windows 11: Mehr Sicherheit gegen schlechtere Performance?

01.10.2021 | 15:26 Uhr | Michael Söldner

Die 3DMark-Macher bescheinigen Windows 11 mit aktivierten Sicherheitsfunktionen eine schlechtere Leistung.

Mit Windows 11 will Microsoft gleich mehrere Sicherheitsfunktionen einführen. Zentral dabei ist das Trusted Platform Module (TPM 2.0), welches gleichzeitig als Voraussetzung für die Installation gilt. Dazu kommt die Funktion Virtualization-based Security (VBS), die schon in Windows 10 integriert war – allerdings standardmäßig deaktiviert. Wird hingegen Windows 11 frisch aufgespielt, so wird das Feature automatisch scharfgeschaltet. Mit VBS will Windows einen sicheren Speicherbereich schaffen, der vom übrigen Betriebssystem isoliert ist. Dort wolle man Sicherheitslösungen unterbringen, die viele Schwachstellen aushebeln können. Allerdings dürfte VBS einen Preis haben: Nach Angaben der für den Benchmark 3DMark verantwortlichen Firma UL Benchmarks soll die Performance mit Windows 11 und aktiviertem VBS im Vergleich zu einer Installation ohne VBS sinken.

Anhand einer Vorschauversion wurden die erreichten Werte miteinander verglichen. Dabei stellen die Macher des 3DMark fest, dass die Leistung niedriger ausfiel. Wie hoch der Performance-Verlust im Vergleich zu einer Installation ohne VBS ausfällt, ließ UL Benchmarks jedoch offen. Künftig sollen in den Ergebnissen der UL Benchmarks daher Faktoren wie VBS Einzug halten. In den letztlichen Punktewertungen soll entsprechend berücksichtigt werden, ob VBS aktiviert oder deaktiviert ist. Mit dieser Angabe soll auch weiterhin eine gute Vergleichbarkeit zwischen den Ergebnissen der eigenen Benchmark-Programme möglich sein. Grundsätzlich seien die eigenen Programme 3DMark und PCMark 10 schon mit Windows 11 kompatibel, auch wenn teilweise noch Windows 10 als Betriebssystem erkannt werde.

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