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Windows 11: Ist Ransomware eine Gefahr? Die Antwort

21.01.2022 | 14:01 Uhr |

Nach einem Bericht des Sicherheitsunternehmens VirusTotal ist Windows zu 95 Prozent das Ziel von Ransomware. Doch bei Windows 11 wurde an der Sicherheit gearbeitet.

Durch die große Beliebtheit von Windows ist das System zum Hauptziel für Cyberkriminelle geworden. Ein aktueller Bericht zeigt die Probleme auf, die mit einer bestimmten Art von Malware verbunden sind. 95 Prozent der Ransomware-Dateien, die für einen Virus Total-Bericht analysiert wurden, waren für die Infektion von Windows konzipiert. Im Vergleich waren bei Android nur knapp 2 Prozent betroffen.

Was ist eine Ransomware?

Ransomware ist eine bösartige Software, die es Cyberkriminellen ermöglicht, den Zugriff auf bestimmte Bereiche des Computers aus der Ferne zu erhalten. Die einzige Möglichkeit, mit dieser Verschlüsselung umzugehen, ist die Zahlung einer beträchtlichen Geldsumme, die in der Regel innerhalb einer bestimmten Frist fällig sein soll. Ransomware gibt sich zunächst als harmlose Software aus, die ahnungslose Benutzer vermeintlich bedenkenlos herunterladen.

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In gewisser Weise erklärt dies den Unterschied in der Anfälligkeit zwischen Windows und Android. Der Google Play Store hat nämlich ein Prüfverfahren, das Sie als Anwender besser schützt. Nach dem Herunterladen eines Programms müssen Sie der App nämlich die Erlaubnis erteilen, auf bestimmte Bereiche Ihres Telefons zugreifen zu können. Diese Sicherheitsvorkehrungen gibt es unter Windows nicht, da die meisten Nutzer Apps direkt aus dem Internet herunterladen.

Ein weiterer Faktor ist die Beliebtheit von Windows in Unternehmensumgebungen. Die meisten Büros und Arbeitsplätze verwenden das Betriebssystem von Microsoft, wodurch es möglich ist, ein ganzes Netzwerk von PCs mit Ransomware zu infizieren. Diese Strategie erweist sich oft sehr viel effektiver, als sich an Verbraucher zu wenden, die möglicherweise nicht in der Lage sind, das geforderte Lösegeld zu zahlen.

Sollten Sie auf Ransomware stoßen, melden Sie dies unbedingt bei der Polizei bevor Sie eine Zahlung des Lösegeldes in Erwägung ziehen.

Wie Sie sich vor Windows-Ransomware schützen können

In einer idealen Welt würde Ransomware (und andere Formen von Malware) natürlich erkannt werden, bevor es sie überhaupt die Möglichkeit hat, Ihr Gerät zu infizieren. Die meisten Sicherheitsprogramme sind speziell auf Ransomware ausgerichtet und ermöglichen, neue Anwendungen und Inhalte zu scannen, sobald sie heruntergeladen werden.

Kostenlose Antivirenprogramme wie der vorinstallierte Microsoft Defender sind ein guter Anfang. Aber langfristig lohnt es sich, in kostenpflichtige Software zu investieren. Norton, McAfee und Bitdefender sind nicht umsonst die führenden Anbieter.

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Mit Windows 11 kam eine ganze Reihe neuer Sicherheitsfunktionen zum Einsatz, von denen viele zu aktualisierten Hardwareanforderungen führten. Dazu gehören die Einführung von Trusted Plattform Module (TPM) 2.0 und Secure Boot als Standard sowie die Virtualisierungs-basierte Sicherheit, die wichtige Sicherheitslösungen vom Rest des Betriebssystems isoliert.

Diese und weitere Updates machen es für Ransomware viel schwieriger, einen Windows 11-PC zu infizieren als einen Windows 10-PC. Doch Malwarebytes räumt ein, es könnte schwierig sein, voll funktionsfähige Geräte zu aktualisieren. Und es könnte für mehrere Monate die Nutzung einschränken.

Aber selbst, wenn Sie Windows 10 bis zum Ende des Supports im Oktober 2025 nutzen möchten, ist die Kombination aus regelmäßigen Updates und solider Sicherheitssoftware immer noch ein wirksamer Schutz gegen Ransomware. Stellen Sie einfach sicher, dass Sie über alle Sicherheitslücken auf dem Laufenden sind und achten Sie auf verräterische Anzeichen.

Dieser Artikel erschien im Original zuerst bei unseren englischsprachen Kollegen Techadvisor und wurde ins Deutsche übersetzt.

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