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Windows 11: Erstes Spiel startet nur mit TPM 2.0

06.09.2021 | 15:29 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Es gibt ein erstes Spiel, welches nur dann startet, wenn alle Windows-11-Voraussetzungen erfüllt sind.

Das Spiel "Valorant" von Riot Games ist wahrscheinlich das erste Spiel, welches unter Windows 11 nur dann läuft, wenn der Rechner alle Voraussetzungen für den Betrieb des Windows-10-Nachfolgers erfüllt. Es müssen damit auch alle Sicherheitsfunktionen aktiviert sein, die Windows 11 voraussetzt, also TPM 2.0 und Secure Boot.

Wie xda-developers.com meldet , läuft Valorant nur dann unter Windows 11, wenn der Rechner die vollständigen Windows-11-Anforderungen erfüllt. Der Vorteil soll sein, dass dadurch Cheater effektiver aus dem Spiel gebannt werden können. TPM 2.0 sorge dafür, dass ein einmal gebannter Rechner, nicht durch eine gefälschte Geräte-ID erneut den Zugang zu Valorant erhalte. Dafür liefert TPM 2.0 eine eindeutige, Hardware-basierte Geräte-ID, die sich nicht manipulieren lässt. Wenn ein Cheater gebannt wird, dann bleibt der von ihm dabei verwendete Rechner dauerhaft gebannt.


Der Grund, warum Valorant unter Windows 10 kein TPM 2.0 voraussetzt, ist, dass nicht alle Windows-10-Nutzer TPM 2.0 aktiviert haben, obwohl so ziemlich alle aktuelleren Rechner seit Mitte 2016 ein entsprechendes TPM-2.0-Modul besitzen sollten. Hier gab es bisher seitens Microsoft noch keine Pflicht zur Aktivierung, um Windows 10 nutzen zu können. Unter Windows 11 können die Entwickler dagegen davon ausgehen, dass TPM 2.0 auf den Rechner aktiviert ist, weil das zu den von Microsoft festgelegten Mindestanforderungen gehört.

 

Microsoft hatte zwar kürzlich erklärt, dass sich Windows 11 auch auf PCs installieren lässt, die die im Vergleich zu Windows 10 im Bereich Sicherheit erhöhten Mindestanforderungen nicht erfüllen. Allerdings mit der Einschränkung, dass Windows 11 in diesen Fällen keine Sicherheitsupdate über Windows Update erhält. Damit empfiehlt sich die Installation von Windows 11 auf solchen nicht vollständig kompatiblen PCs nicht langfristig, außer man ergreift Maßnahmen, um alle Mindestanforderungen von Windows 11 zu erfüllen, etwa indem nachträglich TPM 2.0 aktiviert wird. Wenn das technisch überhaupt möglich ist. Alternativ empfiehlt Microsoft den Nutzern bei Windows 10 zu bleiben, welches bis ins Jahr 2025 hinein mit Updates versorgt werden wird.

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