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Windows 10 sollte nicht mehr vor CCleaner warnen

05.08.2020 | 10:26 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Die Entwickler von CCleaner haben auf die Microsoft-Warnung reagiert und entsprechende Anpassungen vorgenommen.

Kürzlich hatten wir darüber berichtet, dass Microsoft das PC-Reinigungsprogramm CCleaner unter Umständen als potenziell unerwünschte Anwendung (PUA) einstuft und die Anwender unter Windows 10 über den Windows Defender entsprechend davor warnt. Die Entwickler haben nun reagiert und entsprechende Änderungen in der Software vorgenommen. Genau genommen waren Änderungen in der Art und Weise notwendig, wie CCleaner teilweise gebündelt mit anderer Software an die Nutzer ausgeliefert wird.

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Per Tweets teilen die CCleaner-Entwickler mit, dass man mit Microsoft in Kontakt stehe, um die Angelegenheit zu untersuchen. Hinzugefügt wird dann: "Wir vermuten, dass das Problem mit der Bündelung mit anderer Software zusammenhängt und wir sind zuversichtlich, dass wir dies entsprechend geändert haben, sodass unser Produkt nicht länger derart markiert wird."

Auch Microsoft hatte im Zusammenhang mit der PUA-Warnung vor CCleaner darauf hingewiesen, dass es weniger um CCleaner selbst als um die damit ebenfalls ausgelieferten Programme gehe. Konkret heißt es in der Warnung von Microsoft: " Bestimmte kostenlose Installationsprogramme und 14-Tage-Testversionen von CCleaner werden mit gebündelten Anwendungen geliefert, einschließlich Anwendungen, die von CCleaner nicht benötigt werden oder vom gleichen Herausgeber Piriform produziert werden."

Microsoft kritisiert diese Art von Bündelung nicht nur bei CCleaner, sondern auch bei anderen Software-Anbietern, wenn sie "zu unerwarteten Softwareaktivitäten führen, die sich negativ auf die Benutzererfahrung auswirken können." Entsprechend erhalten Windows-Nutzer den Warnhinweis "potenziell unerwünschte Anwendung". Auch wenn diese Installationsprogramme den Nutzern die Möglichkeit geben, die gebündelte Software nicht zu installieren, weil sie dann eben versehentlich installiert werden könnte.

Ab Windows 10 Mai 2020 Update: Schutz vor PUAs integriert

Windows 10 schützt ab Mai 2020 Update vor potenziell unerwünschte Anwendungen
Vergrößern Windows 10 schützt ab Mai 2020 Update vor potenziell unerwünschte Anwendungen

Microsoft hat in Windows 10 Mai 2020 Update (Windows 10 Version 2004) den neuen reputationsbasierten Schutz in Windows Sicherheit integriert. Dieser warnt oder blockiert Installationen, wenn Nutzer versuchen, eine potenziell unerwünschte Software (PUA) zu installieren. Die entsprechende Einstellung findet sich unter "Windows-Einstellungen -> Update & Sicherheit -> Windows-Sicherheit -> App- & Browsersteuerung" und dann "Zuverlässigkeitsbasierter Schutz". Standardmäßig ist die Funktion allerdings deaktiviert und kann dann über einen Klick auf den Link "Einstellungen für zuverlässigkeitsbasierten Schutz" und dann "Potenziell unerwünschte Apps werden blockiert" mit einem Schalter aktiviert werden. Die Nutzer können auch entscheiden, ob nur die Installation einer solchen Software blockiert wird oder auch gleich der Download. Weitere Informationen zu dieser Funktion finden Sie hier bei Microsoft.

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