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Windows 10 Oktober-Update: Diese Funktionen fallen weg

18.09.2018 | 12:18 Uhr |

Mit Windows 10 Herbst 2018 Update gibt es nicht nur Neuerungen. Einige Funktionen werden gestrichen. Ein Überblick.

Das Windows 10 Oktober 2018 Update (auch Windows 10 Version 1809 bzw. Windows 10 Redstone 5 genannt) steht in den Startlöchern und bringt wieder diverse neue Funktionen mit. Es handelt sich um das zweite große Update im Jahr 2018 und ähnlich wie beim April 2018 Update ergreifen die Windows-10-Entwickler auch beim Oktober-Update die Gelegenheit, um "alte Zöpfe abzuschneiden". Oder anders ausgedrückt: Mit Windows 10 Oktober 2018 Update werden wieder eine Reihe von Funktionen aus Windows 10 entfernt. Außerdem werden ab der Version 1809 einige Funktionen nicht mehr weiterentwickelt. Wir liefern einen Überblick über die wichtigsten Änderungen.

Die Veröffentlichung von Windows 10 Oktober 2018 dürfte nicht mehr allzu lange dauern. Erst am vergangenen Freitag hatte Microsoft den Build 17760 an die Insider mit kleineren Bugfixes ausgeliefert. Kurz darauf erschien bereits 17760.1.

Windows 10 Oktober 2018 Update: Diese Funktionen werden gestrichen

Mit dem Update auf Windows 10 Version 1809 wird von den Windows-10-Systemen die Phone Companion (Begleiter-App) entfernt. Alle deren Funktionen (und viele weitere) sind künftig in den Einstellungen über den Eintrag "Telefon" verfügbar.

Die Hologram-App wird ebenfalls abgeschafft und durch die neue Anwendung Mixed Reality Viewer ersetzt. 3D-Elemente können weiterhin in Paint 3D erstellt werden. In VR und mit Hololens können solche Inhalte über den Mixed Reality Viewer betrachtet werden.

Die Einstellung FontSmoothing für Schriftarten-Antialiasing wird aus Windows 10 entfernt. Diese Funktion wird innerhalb von Windows 10 auf der gesamten Oberfläche komplett durch die Funktion ClearType ersetzt. Fordert eine Anwendung über ihre Einstellung die Nutzung von FontSmoothing, so wird dies von Windows 10 komplett ignoriert.

Nur für Profi-Nutzer relevant sind folgende Streichungen:

  • Business Scanning (auch Distributed Scan Management, DSM genannt) wird aus Windows 10 entfernt. Der Grund laut Microsoft: Es gibt keine Geräte, die diese Funktion noch unterstützen.

  • Das Tool limpet.exe zum Zugriff auf Trusted Platform Module (TPM) für Azure wird zu einem Open-Source-Tool und aus Windows 10 entfernt.

  • Die Trusted Platform Module (TPM) Management Console wird entfernt. Deren Funktionen werden durch das Windows Defender Security Center (unter Gerätesicherheit) ersetzt.

Windows 10 Oktober 2018 Update: Diese Funktionen werden nicht mehr weiterentwickelt

Das Snipping Tool wird durch die App "Ausschneiden und skizzieren" ersetzt
Vergrößern Das Snipping Tool wird durch die App "Ausschneiden und skizzieren" ersetzt

Das bekannte und beliebte Snipping-Tool wird nicht mehr weiterentwickelt. Mit Windows 10 Version 1809 wird das Tool durch die neue UWP-App Snip & Sketch ersetzt. Der etwas holprige deutsche Name der App - zumindest in den aktuellen Vorabversionen: "Ausschneiden und skizzieren". Wer einen Bildschirmausschnitt erstellen will, drückt dafür die Tastenkombination Windows-Taste + Shift + S. Außerdem lässt sich ein Screenshot des Bildschirms auch über einen entsprechenden Eintrag im Action-Center erstellen. Das Snipping-Tool erhält künftig also auch keine neuen Funktionen mehr. Die heben sich die Entwickler von Windows 10 für Snip & Sketch auf.

Der OneSync-Dienst für die Synchronisation von Daten der Apps Mail, Kalender und Leute wird nicht mehr weiterentwickelt. Die Sync-Engine wird direkt in die Outlook-App implementiert.

Die Programmierschnittstellen für das Companion Device Framework (CDF) werden nicht mehr weiterentwickelt. Damit kann man sich auf Windows-10-PCs über Wearables oder andere Geräte einloggen. Mit Windows 10 Version 1709 hatte Microsoft die Schnittstelle Dynamic Lock eingeführt, die ähnliche Funktionen anbietet. Weil keine Gerätehersteller mehr CDF verwenden, wird dieses auch nicht mehr benötigt.

Alle weiteren Infos zu den gestrichenen Funktionen und denen, die nicht mehr weiterentwickelt werden, finden Sie hier auf dieser Seite bei Microsoft-Seite.

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