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Windows 10 Oktober 2018 Update: Top-Neuerung gestrichen?

20.09.2018 | 09:51 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Windows 10 Oktober 2018 Update kommt offenbar ohne eine zuvor angekündigte spannende Neuerung.

Microsoft hatte mit Build 17723 von Windows 10 Oktober 2018 Update eine Verbesserung der Neustart-Funktion von Windows 10 nach einem Update angekündigt, bei der maschinelles Lernen zum Einsatz kommt. Auch wir hatten in der Meldung "Windows 10 weiß künftig, ob Sie Kaffee holen gehen", über die spannende neue Funktion berichtet.

Auf Youtube gibt es unzählige Videos darüber, wie Windows 10 zu den ungünstigsten Zeitpunkten einen Neustart durchführt und so Präsentationen oder spannende Online-Spiele jäh unterbricht. Die verbesserte Neustart-Funktion soll dieses Problem lösen. Oder vielmehr sollte. Laut einem Bericht unserer US-Schwesterpublikation PC-WORLD gibt es Hinweise darauf, dass die Neuerung nämlich doch nicht mit Windows 10 Oktober 2018 Update demnächst ausgeliefert wird. Ein Kollege sprach mit einem Microsoft-Mitarbeiter über diese Funktion in dieser Woche. Dieser wollte sich aber nicht mehr dazu äußern und sagte lediglich: "Wir haben dazu nichts mitzuteilen."

Dabei wäre die Neuerung durchaus wichtig, wie seinerzeit auch die Chefin des Insider-Programms in dem Blog-Eintrag "Verbesserung eurer Update-Erfahrung" einräumte. Bei der ersten Vorstellung der Funktion hatte sie gesagt: "Wir haben euch gehört, und um diesen Schmerz zu lindern, haben wir die Neustartlogik aktualisiert, um ein neues System zu verwenden, welches anpassungsfähiger und proaktiver ist." Dabei werde ein prädiktives Modell trainiert, welches genau vorhersagen könne, wann der richtige Zeitpunkt für den Neustart des Geräts ist. Das Modell sei so gut, dass es nicht nur feststellen könne, ob das Gerät gerade nicht benutzt wird, bevor es neu gestartet wird. Es sei auch in der Lage vorherzusagen, ob der Nutzer nicht nur kurz den Rechner verlassen hat, um sich eine Tasse Kaffee zu holen und kurz danach zurückzukehren.

Damals hieß es auch, dass die ersten Tests auf internen Geräten bei Microsoft sehr vielversprechend verlaufen seien, weshalb entschieden worden sei, die neue Neustart-Logik auch einem größeren Kreis zum Testen zur Verfügung zu stellen. "Aufgrund der Art der Architektur sind wir in der Lage, das Modell mit minimaler Durchlaufzeit zu aktualisieren, basierend auf unseren Erkenntnissen aus der Performance.

Notlösung hilft weiter

Um böse Überraschungen durch unerwünschte Neustarts zu vermeiden, sollten Windows-10-Nutzer bis zur Einführung der neuen Funktion - falls sie denn noch kommt - verstärkt die Funktion "Nutzungszeit" verwenden. In den Einstellungen können Sie unter "Update & Sicherheit", "Windows Update" hierzu auf den Link "Nutzungszeit ändern" klicken. Anschließend können Sie aktiv den Zeitraum festlegen, innerhalb dem Windows keinerlei automatischen Neustarts durchführen darf. Dummerweise darf dieser Zeitraum aber nicht mehr als 18 Stunden umfassen.

Letztendlich bleibt nun abzuwarten, ob die smartere Update-Funktionalität doch noch irgendwann ihren Weg in Windows 10 einführt. Damit würden dann auch die Wutattacken der Windows-10-Anwender wegen automatischer Neustarts zu denkbar ungünstigen Zeitpunkten der Vergangenheit angehören.

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