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Windows 10 20H1: Neuer 2-in-1-Desktop und Cloud-Reset

30.08.2019 | 10:35 Uhr | Panagiotis Kolokythas

In einer neuen Vorabversion von Windows 10 20H1 gibt Microsoft schon mal einen Ausblick auf die geplanten Desktop-Änderungen.

Windows 10 19H2 (Windows 10 Version 1909) steht in den Startlöchern, da liefert Microsoft einen neuen Ausblick auf das übernächste Feature-Update. Windows 10 20H1 wird im Frühjahr 2020 erscheinen und Windows Insider dürfen nun die neue Vorabversion Windows 10 Insider Preview Build 18970 testen. Es gibt zwei wichtige Änderungen: Der neue 2-in-1-Desktop und die Cloud-Reset-Funktion.

2-in-1-Desktop kommt - Tablet-Modus wird gestrichen

Der seit der allerersten Windows-10-Version existierende Tablet-Modus wird gestrichen. Dieser Modus ist bisher für Tablet- und Tablet-artige Geräte mit Windows 10 gedacht. Über das Action-Center und einen Klick auf den Button "Tabletmodus" kann diese Bedienvariante von Windows 10 auch jederzeit manuell aktiviert werden. In diesem Modus erscheinen beispielsweise alle Fenster im Vollbildmodus, was die Steuerung von Windows 10 per Touch vereinfachen soll.

Mit Windows 10 20H1 werden die Entwickler diverse Änderungen an der Bedienung und dem Desktop von Windows 10 (siehe auch oben im Screenshot) vornehmen, die den Tablet-Modus überflüssig machen sollen. Vorteil laut den Windows-10-Entwicklern: Die Nutzer bleiben in einer Oberfläche und können jederzeit und ohne Unterbrechung von der normalen Desktop- zur Tablet-Nutzung ihres Windows-10-Rechners wechseln. Daher ist auch von 2-in-1-Desktop die Rede.

Damit verbunden sind Änderungen auf dem Desktop, die notwendig sind, damit die gleichzeitige Maus-Tastatur- und Touch-Steuerung auch möglich ist. So wird beispielsweise der Abstand zwischen den App-Icons in der Taskbar vergrößert. Dies soll sicherstellen, dass die Auswahl der gewünschten App per Finger ebenso zielgenau zum gewünschten Ergebnis führt wie per Mauszeiger. Schließlich sind die meisten Finger deutlich "dicker" als ein Mauszeiger.

Dadurch, dass die App-Icons nun mehr Platz auf der Taskbar brauchen, wird das Sucheingabe-Feld in der Taskleiste ausgeblendet, um den benötigten Platz zu schaffen. Das Sucheingabefeld öffnet sich ab Windows 10 20H1 mit einem Antippen bzw. Anklicken des Suche-Icons.

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Anpassungen gibt es auch beim Datei-Explorer und über das Keyboard-Icon in der Systray kann festgelegt werden, dass bei Auswahl eines Eingabefelds automatisch die virtuelle Tastatur auf dem Desktop eingeblendet wird.

Die Windows Insider werden darum gebeten, die neue 2-in-1-Oberfläche in Windows 10 20H1 Build 18970 ausgiebig zu testen und Microsoft mit Feedback zu versorgen. Dieses soll dann bei der Weiterentwicklung berücksichtigt werden.

Cloud-Reset-Funktion kann jetzt getestet werden

Mit Windows 10 Insider Preview Build 18970 aktivieren die Entwickler auch eine neue Möglichkeit, Windows 10 bei Problemen auf einem System neu zu installieren. Es wird die Cloud-Reset-Funktion eingeführt, die bereits vor einiger Zeit angekündigt worden war, bisher aber nur als Platzhalter ohne Funktion in den Windows 10 20H1 Builds enthalten war.

Bisher konnten Windows-10-Nutzer bei Problemen ihr Windows 10 mit einer lokalen Variante des Betriebssystem zurücksetzen. Die Cloud-Reset-Funktion fügt die Möglichkeit hinzu, beim Reset die Windows-10-Fassung zunächst von Microsoft-Servern herunterzuladen und dann zu installieren.

Diese Cloud-Reset-Funktion hat laut den Entwicklern zwei Vorteile: Die Nutzung der High-Speed-Internet-Verbindung zum Herunterladen von Windows 10 sorgt für ein schnelleres Zurücksetzen des Rechners, weil bisher zunächst die dafür benötigten Dateien zeitaufwendig aus komprimierten Dateien zusammengestellt werden mussten. Außerdem installiert sich über die Cloud eine aktuelle Windows-10-Version und nicht wie bisher eine möglicherweise veraltete lokal vorliegende Windows-10-Fassung.

Microsoft weist aber auch darauf hin, dass bei diesem Verfahren alle vom Anwender installierten Apps entfernt werden. Wird die "Entferne alles"-Option ausgewählt, gehen auch alle Nutzer-Dateien verloren. Sie sollten also vorher gesichert werden.

Zusätzlich gibt es derzeit auch noch ein paar Einschränkungen, durch die die Cloud-Reset-Funktion noch nicht in allen Szenarien einsetzbar ist. Sollten diverse optionale Windows-10-Funktionen aktiviert sein, dann scheitert der Cloud-Reset mit einer Fehlermeldung. Microsoft arbeitet derzeit noch an einer Lösung dieses Problems. Bis zur Lösung taucht das Problem unter anderem dann auf, wenn folgende optionale Windows-10-Funktionen aktiviert sind: EMS and SAC Toolset for Windows 10, IrDA infrared, Print Management Console, RAS Connection Manager Administration Kit (CMAK), RIP Listener, RSAT tools, Simple Network Management Protocol (SNMP), Windows Fax and Scan, Windows Storage Management, Wireless Display oder WMI SNMP Provider.

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