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Wikileaks-Gründer Julian Assange bleibt in Haft

16.09.2019 | 12:39 Uhr | René Resch

Eine Richterin in London hat nun entschieden, dass der Wikileaks-Gründer Julian Assange auch nach seiner Haftstrafe vorerst nicht freikommt.

Wikileaks-Gründer Julian Assange muss wohl auch nach seiner abgelaufenen Freiheitsstrafe, die eigentlich am 22. September endet, in Haft bleiben. Das entschied nun eine Richterin in London. Als Grund gab die Richterin seine „Fluchtvergangenheit“ an, wie die BBC berichtet.

Nächstes Jahr, ab dem 25. Februar 2020, beginnt die dabei Auslieferungsanhörung von Assange. Ein Auslieferungsantrag der USA wurde bereits im Juni vom damaligen Innenminister Sajid David unterzeichnet.

Laut der Richterin, Vanessa Baraitser, gibt es „substantielle Gründe“ für die Annahme, Julien Assange könnte abermals flüchten, denn so könnte er sich seiner drohenden Auslieferung entziehen.

Die Bezirksrichterin teilte Assange, der per Video-Link zugeschaltet war, mit: „Sie wurden heute vorgeladen, da Ihre Haftstrafe kurz vor dem Ende steht. Sobald das eintritt, ändert sich Ihr Untersuchungsstatus von einem Gefangenen zu einer Person, die vor der Auslieferung steht.“

Der Anwalt von Assange hatte es abgelehnt, in seinem Namen einen Antrag auf Kaution zu stellen. Die Richterin sagte dazu: „Vielleicht nicht überraschend, wenn man Ihre Fluchtgeschichte in Betracht zieht.“ Und weiter: „Nach meiner Auffassung habe ich einen wesentlichen Grund zu glauben, dass Sie wieder flüchten falls ich Sie entlasse.“

In den USA werden Assange 18 Anschuldigungen zur Last gelegt. Darunter Computer-Missbrauch sowie die unbefugte Weitergabe von nationalen Verteidigungsinformationen. Falls Assange in allen 18 Anklagepunkten die Höchststrafe erhalten würde, drohen ihm bis zu 175 Jahre Haft oder Schlimmeres:

Julian Assange drohen 170 Jahre Haft oder Todesstrafe

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