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Wie weit verbreitet sich die Produktaktivierung?

12.05.2003 | 16:41 Uhr |

Die Unannehmlichkeiten reichen von der umständlich anmutenden Verfahrensweise - per Internet oder Telefon den Software-Code zu erfragen - bis hin zu Deinstallationsproblemen. Das mit einer Produktaktivierung ausgestattete TurboTax ist Informationen unserer amerikanischen Kollegen zufolge ein passendes Beispiel dafür. Die für die Produktaktivierung erforderliche Software fraß sich bei Installation des Programms in den Arbeitsspeicher und blieb dort - auch nach Deinstallation von TurboTax - aktiv. Ein Patch und eine spätere Versionsnummer sollen dem Spuk ein Ende bereitet haben.

An diesem Punkt setzen auch einige Fachleute mit ihrer Kritik an. Michael Silver, Vize Präsident und Research Director von Gartner, etwa betont, dass die Produktaktivierung keinen zusätzlichen Wert für den Kunden hat. Demnach müssen die Firmen darauf achten, dem zahlenden Kunden "so wenig Kummer wie nur möglich" zuzufügen. Die Krux: Mechanismen, die kaum stören, schützen das Produkt meist nicht in ausreichendem Maße.

Dass der Schutzmechanismus sich nicht weitläufig durchsetzen wird, davon geht auch Jeffrey Tarter, Publisher des Software Industry Newsletters Softletter, aus. Seiner Meinung nach wird es nur einigen mit dem Aktivierungsmechanismus ausgestatteten Produkten gelingen, auf dem Massenmarkt erfolgreich zu sein: Nämlich denen, die kaum Mitbewerber haben und die gefragt sind. Tarter weiter: "Die Menschen hassen Microsoft, aber jeder nutzt immer noch Windows."

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