2465421

Whatsapp verklagt Firma wegen Pegasus-Hack

31.10.2019 | 09:48 Uhr | Michael Söldner

Whatsapp verklagt die israelische Software-Firma NSO Group wegen einer Hacker-Attacke auf den Messenger.

Im Mai wurde eine schwere Sicherheitslücke im Messenger Whatsapp bekannt. Hacker konnten dadurch Spyware auf beliebige Smartphones einschleusen. Dafür war nur ein Videoanruf nötig, ob der Empfänger diesen akzeptierte, spielte keine Rolle. Mit dem Angriff sollten laut der für die Entdeckung verantwortlichen Organisation Citizen Lab unliebsame Journalisten und Menschenrechtler ausgespäht werden. Die für den Angriff nötige Software Pegasus wurde vom im Israel ansässigen Unternehmen NSO Group entwickelt. Mehrere repressive Regierungen weltweit setzen auf das Programm.

Auch wenn NSO Group eine Mitwirkung an dem Hack im Mai abstritt, geht Whatsapp-Chef Will Cathcart nach Angaben der Washington Post dennoch von einer direkten Beteiligung des Unternehmens aus. Als Reaktion wolle man NSO Group in den USA anklagen. Im Rahmen des Angriffs seien auch Spuren zu finden, die zu NSO Group führen. Laut Whatsapp wurden weltweit über 1.400 Geräte infiziert. Das nun erneut in die Kritik geratene Unternehmen NSO Group wehrt sich gegen die Anschuldigungen. Die eigenen Produkte seien nur für die Bekämpfung von Kriminalität und Terrorismus gedacht. Whatsapp hingegen wolle alle Mittel nutzen, um die Privatsphäre und Sicherheit der eigenen Kunden auf der ganzen Welt zu wahren.

Whatsapp-Verschlüsselung hat Sicherheitslücken

PC-WELT Marktplatz

2465421