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Whatsapp: Erste Einschränkung wegen Coronakrise

30.03.2020 | 15:28 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Whatsapp schränkt in einem ersten Land die Funktionen ein, um die Internet-Infrastruktur zu schonen.

Die Coronakrise verschärft sich auch in Indien und Facebooks Whatsapp hat nun in dem Land die ersten Maßnahmen ergriffen, um den Datenverbrauch des Messengers zu senken. So dürfen die Nutzer über den Whatsapp-Status nur noch maximal 15 Sekunden lange Videos verbreiten. Normalerweise liegt die Grenze bei 30 Sekunden. Wie WABBetaInfo berichtet, sollen dadurch die Server-Infrastrukturen geschont werden. Noch ist die Änderung nicht bei allen indischen Whatsapp-Nutzern aktiv, sondern die Umsetzung soll über eine serverseitige Änderung in den kommenden Tagen landesweit umgesetzt werden.

Unklar ist, ob Whatsapp ähnliche Pläne auch außerhalb Indiens plant. Und ob diese Maßnahmen auch außerhalb Indiens überhaupt notwendig sind. Laut indischen Medienberichten hat die Whatsapp-Nutzung in dem Land seit dem Lockdown während der Corona-Pandemie massiv zugenommen. Damit verbunden sei auch, dass die Anzahl der über Whatsapp im Status angebotenen Videos enorm angestiegen ist. In Indien gibt es über 450 Millionen Whatsapp-Nutzer.

Ähnlich wie in Europa und den USA haben auch Youtube und andere Streamingdienste in Indien ihre Bitraten der Videos reduziert, um die Netzwerklast zu reduzieren.

Soziale Dienste im Kampf gegen Fake News

Die Analysten von Katar hatten erst Ende letzter Woche gemeldet , dass die Nutzung von Whatsapp aufgrund der Coronakrise im Schnitt um mehr als 40 Prozent weltweit gestiegen sei. Besonders stark sei aber die Whatsapp-Nutzung in den Ländern gestiegen, die sich bereits in einer späteren Phase der Coronavirus-Verbreitung befinden. So stieg die Whatsapp-Nutzung etwa in Spanien um 76 Prozent. Die Nutzung von Facebook sei um 37 Prozent angestiegen.

Mit dem Anstieg der Nutzung von sozialen Medien und Diensten sei laut Katar aber auch das Vertrauen der Nutzer gesunken, was die darüber verbreiteten Informationen angeht. Nur noch 11 Prozent schätzen diese Informationen als "vertrauenswürdig" ein.

Grund dafür ist, dass die sozialen Netzwerke während der Krise verstärkt für die Verbreitung von Fake News verwendet werden. Nicht zuletzt deshalb haben die Betreiber der sozialen Netzwerke auch darauf reagiert, in dem sie verstärkt Fake News löschen und die Nutzer auf offizielle Informationsquellen rund um die Coronavirus-Pandemie verweisen. Twitter sammelt beispielsweise hier aktuelle Coronavirus-News von vertrauenswürdigen Quellen. Facebook hat hier ein Coronavirus-Informationszentrum eingerichtet.

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