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Wettbewerbe, Veranstaltungen und Hacks

01.08.2012 | 10:51 Uhr |

Die Def Con besteht aber nicht nur aus Vorträgen, sie wird von einer ganzen Reihe von zusätzlichen Veranstaltungen getragen. Dazu gehören so obskure Wettbewerbe wie der „Beverage Cooling Contest“, bei dem eine Flüssigkeit (meist Bier) von etwa 30 Grad möglichst schnell heruntergekühlt werden muss, bis hin zu Spendengalas für die Electronic Frontier Foundation. Die Eintrittskarte, die so genannte Badge, ist beispielsweise eine elektronische Entwicklerplattform und das Zentrum eines speziellen Wettbewerbes. Dabei müssen nicht nur Rätsel innerhalb der Konferenz geknackt werden, sondern es wird auch die Kreativität der „Badgehacks“ belohnt. Einzelne Teams hatten bereits Stunden nachdem sie die Badge in den Händen hielten, alternative Firmware-Versionen geschrieben oder zusätzliche Funktionen samt entsprechenden Hardware-Komponenten verbaut.

Wer lieber selbst Hand anlegt, der konnte sich in einem der zahlreichen Workshops vergnügen. Im Lockpicking Village zeigten die Mitglieder der Organisation Toool, wie es um die Sicherheit von Schlössern bestellt ist und wie einfach man diese auch ohne Schlüssel öffnet. Im Hardware Hacking Village drehte sich alles um den Umgang mit Wiederständen, LEDs und Lötkolben.

Neben den Wettbewerben dient der Abend vor allem der Unterhaltung. Es gibt einen Jeopardy-Wettbewerb, bei dem jeder sein Hacker-Wissen beweisen und gegen Größen aus der Hackerszene antreten kann. Oder man geht in eine Filmvorführung. Dort werden neben Klassikern wie "Hackers" oder "Sneakers" auch Dokumentationen wie "Code 2600" oder "We are Legion" gezeigt. Alternativ gibt es jeden Abend zahlreiche Partys die von verschiedenen Gruppen ausgerichtet werden.

Das bedeutet aber nicht, dass alle Teilnehmer handzahm sind, im Gegenteil. Am ersten Tag der Konferenz gelang es einem oder mehreren Unbekannten, das GSM-Netzwerk innerhalb der Konferenz (und dem angrenzenden Hotel samt Casino) zu stören und teilweise zu übernehmen. Die Ausmaße sind nicht klar, allerdings war der Mobilfunk den ganzen Tag gestört, angeblich wurden Gespräche und SMS sogar mitgeschnitten. Selbst die Organisatoren raten während der Konferenz von der Nutzung von Funktechniken wie Bluetooth oder WLAN ab – schließlich wären alle Teilnehmer auch zum Spielen auf der Konferenz.

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