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Weltweit zahlreiche Mobilfunknetze gehackt

25.06.2019 | 15:16 Uhr | Denise Bergert

Chinesische Hacker sollen über sieben Jahre hinweg immer wieder bei Mobilfunkanbietern weltweit geschnüffelt haben.

Das US-amerikanische Sicherheitsunternehmen Cybereason berichtet in dieser Woche von einem Spionage-Angriff gigantischen Ausmaßes. Mit Hilfe von Phishing-Attacken soll es einer regierungsnahen Hacker-Gruppe aus China gelungen sein, Mobilfunkanbieter in Asien, Afrika, Nahost und Europa zu infiltrieren. Laut dem Bericht von Cybereason sollen mindestens zehn Mobilfunk-Anbieter betroffen sein.

Die Hacker haben sich den Vorwürfen zufolge per Phishing über den Zeitraum von sieben Jahren gezielt in die Firmennetzwerke der Anbieter eingeschlichen und hätten dort Zugriff auf Kundendaten wie etwa die Account-Kennwörter, die per Handy übermittelten Geo-Daten, Anrufaufzeichnungen, sowie Verbindungs- und Rechnungsdaten gehabt. Die Angreifer hätten dabei nicht wahllos ausgespäht, sondern 20 konkrete Personen ins Visier genommen. Bei ihnen soll es sich unter anderem um Dissidenten, mutmaßliche Spione mit Verbindungen nach China sowie Militär-Angehörige und Politiker gehandelt haben. Laut Cybereason steckt die chinesische Hacker-Gruppe APT10 hinter den Angriffen. Eine unabhängige Bestätigung der Vorwürfe gibt es bislang jedoch nicht.

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