193340

Weitere Reibungspunkte

11.09.2003 | 10:29 Uhr |

Dem Chef der Unix-Company stieß außerdem sauer auf, dass die Community auf ihrem Standpunkt beharre, obwohl Open-Source-Guru Bruce Perens selbst eingeräumt habe, dass irrtümlich Code von SCOs Unix System V in Linux-Software eingebaut wurde. Sein Unternehmen habe zwar bereits mit dem Verursacher SGI die Verhandlungen aufgenommen. Unabhängig davon sei dies nur ein kleines Beispiel dafür, welche gravierenden Fehler es im Linux-Entwicklungsprozess gebe. Zumindest die Herkunft der beigesteuerten Programmzeilen sollte überprüft werden. Er gehe davon aus, dass sich insgesamt mehr als eine Million geschützte Codezeilen von Unix System V in Linux befinden.

Wenn die Open-Source-Gemeinde ernsthaft Produkte für Unternehmenskunden entwickeln wolle, müsse sie die Gesetze befolgen, wetterte McBride. Dazu zählten die Einhaltung von Verträgen, sowie die Beachtung von Copyrights und anderer Regeln zum Schutz geistigen Eigentums. Er lade die Bewegung gerne ein, dies einmal auszuprobieren. Darüber hinaus sei SCO offen für Ideen über eine Zusammenarbeit, um die Software und das dahinter steckende geistige Eigentum zu vermarkten - und dies nicht allein zum Wohle seines Unternehmen, sondern für alle.

Er rechne allerdings nicht damit, dass es bald dazu kommen werde, erklärte McBride: Einigen in der Linux-Gemeinde falle es leichter, einen Redeschwall loszulassen, als am Verhandlungstisch zu sitzen. Bis dahin werde er damit fortfahren, die Rechte von SCO zu schützen.

SCO: Website nach DoS-Attacke wieder erreichbar (PC-WELT Online, 26.08.2003)

Linux-Experte: Beweise von SCO sind Unsinn (PC-WELT Online, 20.08.2003)

PC-WELT Marktplatz

193340