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Corona: Ansturm auf Sharps Mundschutz lässt Server offline gehen

21.04.2020 | 08:50 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Der Elektronikkonzern Sharp hat Mundschutzmasken statt Fernseher produziert. Beim Verkaufsstart war die Nachfrage so groß, dass die Server zusammengebrochen sind.

Update 21.4.: Sharp hat den Verkauf seiner selbst gefertigten Mund-Nasenschutz-Masken gestartet. Prompt ist der Onlineshop offensichtlich wegen Überlastung nicht mehr erreichbar. Doch nicht nur der Onlineshop von Sharp ging wegen Überlastung offline, auch die Clouddienste für Sharps Smart-Home-Geräte scheinen sich laut The Verge nicht mehr nutzen zu lassen. Sharp sucht noch nach dem Grund, doch es könnte sein, dass der überlastete Online-Shop und die Clouddienste sich die gleichen Server teilen und dass deshalb die Clouddienste nicht mehr erreichbar sind. Update Ende

Der Elektronikkonzern Sharp produziert bald Mundschutzmasken in einer Fabrik für Fernseher, wie The Verge berichtet. Der japanische Konzern reagiert damit auf die immer weiter wachsende Nachfrage nach Schutzmasken, die vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützen sollen.

Sharp, das dem taiwanischen Unternehmen Foxconn gehört, will die Maskenproduktion in einer seiner Fabriken in Japan beginnen. Dabei handelt es sich um die Sharp-Fabrik in Kameyama in der Präfektur Mie. Dort fertigt Sharp normalerweise große LCD-Panels für Fernseher und lässt die Fernseher dort auch zusammenbauen. Diese Fabrik soll sich wegen ihrer hohen Sauberkeitsstands besonders gut für die Herstellung von Atemschutzmasken eignen.

Sharp will bis Ende März 2020 laut eigenen Angaben 150.000 Masken pro Tag fertigen. Final sollen sogar 500.000 Masken pro Tag hergestellt werden.

Besonders in Japan sind Mundschutzmasken weit verbreitet. Nicht erst seit dem Ausbruch von Covid-19.

Die Wirksamkeit von Mundschutzmasken gegen das Coronavirus ist aber überhaupt nicht erwiesen, wie das Robert-Koch-Institut betont. Auch in den USA warnen Gesundheitsexperten vor dem Tragen von Mundschutz. Diese würden nicht generell vor einer Coronavirus-Infektion schützen. Wegen der Hamsterkäufe könnte der Mundschutz aber für wirklich kranke Patienten fehlen. Ebenso warnt auch die WHO vor dem generellen Tragen solcher Masken.

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